Mittwoch, 30. April 2008

Keskiviikko...

Wieder mal so ein Zwischentag, wo man sich abends fragt, was man eigentlich den ganzen Tag über getrieben hat. Aber anhand der Fotos komme ich doch noch einigermassen hinterher, hihi. Nach dem Aufstehen sind wir zum Dänischen Bettenlager, um eine dünne Daunendecke für meiner einer zu holen. Wo ich doch so gut wie allergisch gegen sämtliche Polyesterdecken und Kunstfaserklamotten bin und kühle Bettchen über alles auf der Welt liebe. Angesichts des inzwischen auch in D erreichten Preislevels habe ich dann aber doch entschieden, meine persönliche Schrulle einfach zu ignorieren und weiter unter Plasteflocken zu nächtigen.

Danach haben wir bei Porta gegessen. Wo es einen tollen Blick auf HBS gibt. Meine liebe Tante kreuzte auch da auf. Laut Originalzitaten hatte sie sich doch tatsächlich gewundert, woher ihr das Kind im Buggy so bekannt vorkam und erst danach Mika angeguckt und geschaltet. Oh neee... Ausserdem sind wir dadurch negativ aufgefallen, dass unseretwegen extra ein Bettchen in der Babyzimmerabteilung abgezogen werden musste =) Die Bezüge in der eigentlichen Abteilung waren nämlich so schauerlich und so superteuer, dass Frida beinahe weiterhin nur mit ihrer Steppdecke schlafen musste. Aber zum Glück war da noch ein Dekorationsstück, was uns gleich gefallen hat...

Später waren wir noch bei entfernten Verwandten zu Besuch. Die hatten sogar einen Dackel, der wieder mit einem begeistereten "koi koi koi!!!" begrüsst wurde. Ausserdem krabbelte man durch das ganze antike Wohnzimmer und riss sämtliche Dekorationsgegenstände herunter, so dass der Mama ständig Angstschweiss von der Stirn perlte. Und die Windeln musste man noch einmal vollmachen, während die älteren Herrschaften auf der Terasse Kaffee getrunken haben. Ich glaube, die laden uns nie wieder ein =)

Und dann abends war meiner einer noch beim Friseur. Hach, war das schön. Auch wenn mein Pony etwas zu kurz geraten ist und diese dussligen Locken wieder zum Vorschein kommen. Aber mit Glätteisen geht es vielleicht. Oder später Strähnchen. Und als Mama sehe ich ja eh immer total zerstört aus... eigentlich darf man im jetzigen Zustand gar keine Studentenbilder mehr angucken *lach*

Dienstag, 29. April 2008

Mehr Schuhe und der Fridahof...

Eigentlich gingen unsere Pläne heute nicht über einen Besuch bei ABC-Schuhe hinaus, aber dann wurde doch ein ganzer Nachmittag daraus. Männe wollte Turnschuhe kaufen, dann musste doch Frida erstmal eine Runde im Auto pennen (nebenbei haben wir unseren Mietwagen bestellt...), dann gab es keine guten Schuhe, wir mussten Frida mit Breichen füttern, dann selbst etwas essen, dann wieder Frida einschläfern... das übliche halt.

Jedenfalls haben wir eine schöne, neue, aber ganz leere Kaffeerösterei in der Voigtei besucht, bei Deichmann für Frida ganz billige rosa Sandalen und für ihren Papa schwarze Stoffidas gefunden, einmal den Huy überquert, in der Apotheke Popozäpfchen gekauft und als Highlight sogar Fridas Ahnen und Urahnen auf dem Halberstädter Friedhof besucht. Da wollten wir eh schon lange mal hin.

Und es hat sich gelohnt, die Omas und Tanten haben neue Blümchen bekommen und konnten unser Baby kennenlernen, falls sie sie nicht eh schon vom Himmel aus gesehen haben. Ausserdem finde ich Friedhöfe ja kulturell und namenstechnisch interessant. Abends hat Frida dann noch in der Duschwanne gebadet (schwierig ohne Sauna...), wir haben Pizza gegessen und vorbei war wieder ein Tag.

Montag, 28. April 2008

Dauershoppen...

Heute waren wir mit Frida den ganzen Tag in der Stadt. Irgendwie zieht sich sowas mit Baby immer extrem im die Länge, weil man zwischendurch füttern, trösten und einschläfern muss und dann das ganze wieder von vorn =) Wir waren also erst bei Schuhe-Mayer, Deichmann und Rossmann, haben dann ein Fischbrötchen gegessen, dann mit der müden Frida den Breiten Weg heruntergerannt, damit sie im Buggy einschläft, dann doch auf einer Bank gesessen und Früchte mit Hafer (gibt's in Fin nicht...) gefüttert und dann bin ich auf die glorreiche Idee gekommen, die Maus im Ergo einschlafzuschleppen.

Und zwar im normalen Schrittempo, was Frida schon während der Schwangerschaft gewöhnt war. Tsja, man schlief auch artig ein, aber die Mama wurde bei 20 Grad, Sonnenschein und 10 kg Babygewicht von argen Schwitzanfällen geplagt. Nach drei Runden über Holz- und Fischmarkt und die Rathauspassage hätte ich an einem Wet T-Shirt Contest teilnehmen können. Frida wurde auch immer mehr entblättert - am Ende hatte sie nur einen kurzärmligen Body und ihre Snoopy Baggyhose an. Natürlich nur drinnen, aber immerhin. Gekauft haben wir natürlich auch viel. Bei C&A zwei Hosen und ein Hemd für Männe, einen Sommerbody, Lätzchen und eine Wal-Kombi fürs Kind sowie Slips für die Mama, bei Xenos Stopper für die Badewanne, bei Edeka Semmelknödel, Joghurtschokis, Bierchen, Matjesfisch, Götterspeise, Heringsgelee, Leckermäulchen und Gemüsesaft. Zwischendurch Kaffee getrunken und einen Parkplatz für die vom Shoppen entnervten Daddies gefunden. Und was weiss ich noch alles.

Insgesamt geschlagene 6 Stunden in der Stadt zugebracht. Und was wir eigentlich kaufen wollen, fanden wir erst hinterher, bei Reno im Gewerbegebiet. Fridas erste Schuhe! Dass das so schwer werden würde, hätte ich nicht gedacht. Aber sie brach wirklich nur bei dem einen Paar nicht in Tränen aus und wollte sie gar nicht mehr ausziehen *lach* Beigefarbene Turnshuhe mit goldener und rosa Verzierung, für knapp 40 e von Bama. Luxuskind. Aber in Finnland kosten die noch mehr. Und es ist ja wichtig, dass die Füsse gut geschützt werden. Und dann hat Frida den Reno-Fussboden noch als Klo benutzt. Die Wolke war unbeschreiblich, aber wir konnten ja dann schnell bezahlen und nach Hause =)

Sonntag, 27. April 2008

Concordiasee...

Am Sonntag waren wir am Concordiasee, einem ganz neuen, aus einem Braunkohletagebau entstandenen See kurz vor Aschersleben. Kannte ich überhaupt noch nicht, auch nicht vom Namen. Aber das ist alles noch ganz neu. Und wunderschön, mit Sandstrand, Liegewiese, Schiffchen, Naturschutzgebiet, Abenteuerspielplatz und Touristencafé... und das ganze wird sicher noch viel schöner, wenn das alles erst richtig vollgelaufen ist. Wie war das noch mit den blühenden Landschaften? Obwohl ja erst der olle Fritz die Gegend überhaupt trocken gelegt hat. Aber Frida hat zum allerersten Mal draussen im Sand gespielt. Und einen Bummi-Klingelton geschenkt bekommen. Und mit einem kleinen Colin herumgealbert. Und sich von der Oma im Buggy herumschieben lassen, bis der Kopf vornüber fiel. Und viel Sonne und frische Luft getankt. Aber ich lasse lieber mal Bilder sprechen... isses nich schööön bei uns?
Wieso wir Finns nun in Deutschland ausgerechnet an einen auch noch künstlich angelegten halbvollen See fahren und uns über dessen Schönheit kaputtwundern, soll ein ungelöstes Rätsel bleiben =)

Samstag, 26. April 2008

Alte Bekannte...

Huch, die Zeit rennt wieder schneller, als ich mit dem Bloggen hinterherkomme. Am Sonnabend war ich zum Absolvententreffen an die Hochschule Harz eingeladen. Dank Elternzeit war es das erste Mal, dass ich daran teilnehmen konnte. Sonst schwirre ich ja immer im Mai auf wichtigen Dienstreisen herum. Überhaupt einmalig, zur Zeit der riesigen gelben Rapsfelder, leuchtenden Tulpen und zarten grünen Blättchen in D zu weilen, wo in Fin die Natur ja gerade aus dem Winterschlaf erwacht. Seit 2001 habe ich das nicht mehr gesehen... aber ich schweife schon wieder vom Thema ab =)

Jedenfalls sind wir in Wernigerode zunächst etwas orientierungslos durch die Gegend geschlendert, weil alles von den Besuchern des Tages der offenen Tür verstopft war. Sinnigerweise hatte ich das Programm des Absolvententages auch zuhause an der Kühlschranktür vergessen. Ausgehängt war das sinnigerweise auch nirgends (wo ich wieder meinen beliebten Satz "Aber in Finnland wäre... blabla" hervorkramen musste). Im Café gab es auch keine Mikrowelle und auf dem studentischen Klo auch keinen Wickeltisch, aber was erwartet man auch... es handelt sich ja schliesslich um eine Stätte der höheren Bildung und keinen Kindergarten.

Jedenfalls haben wir dann festgestellt, dass die Alumniveranstaltung erst nachmittag und im ganz neuen Gebäude stattfindet. Keine Ahnung, ob ich das überlesen hatte oder ob die tatsächlich was geändert hatten. Aber nicht schlimm - so hatte ich nämlich die excellente Gelegenheit, einigen alten Profs über den Weg zu laufen und ihnen ungestört von anderen Ex-Studis die Ohren vollzulabern und Fotos zu machen. Cool. Meine Marketingprofs Schubert und Manschwetus, Mathe-As Wiese, Herr Roland und sogar Mr. Cowan, der uns damals mit ganzem Körpereinsatz englisch beigebracht hatte. Ausserdem einige Touri-Profs, die ich nur vom Sehen kannte. Witzig, das ist alles schon wieder 10 Jahre her...

Ausserdem waren Mika und ich im Akademischen Auslandsamt und haben denen da erzählt, wie gefährlich es ist, Studenten ins böse Ausland zu schicken - die kommen nämlich nie wieder =) Wo doch meine beste Freundin auch in Frankreich gelandet ist, hihihi. Gegen Mittag haben wir Frida dann ins Auto verfrachtet und sind einkaufen gefahren. Das heisst, ich habe neben dem sanft schlummerndem Baby im Auto geschmort, während meine Family Edeka leergekauft hat. Danach wieder zurück zur Hochschule.

Da hatten sich inzwischen einige Herrschaften in Businessklamotten, mit Geheimratsecken, Bierbäuchen oder wechselweise schreienden Kindern auf dem Arm eingefunden - die Ehemaligen. Wie erwartet, kannte ich niemanden - nur ein Mädel vom Sehen, aber es war trotzdem interessant. Schickes Gebäude mit tollem Audimax, aufs feinste ausgestattete Tonstudios, schöne helle Bibliothek und nagelneue, seeeehr interessante Masterprogramme. Ich ärgere mich ja in Finnland ständig darüber, dass mein deutsches FH-Diplom nur als Bachelor anerkannt wird *grummel* Vielleicht später einmal...

Den Abend haben wir dann bei meiner Cousine in Ströbeck verbracht. Hach, war das wieder schön. Das, was ich in unserer Exilheimat am meisten vermisse: meine laute, lustige, verrückte Familie *lach* Und das beste war, dass Frida sich sofort mit den dortigen Kindern verstanden hat. Obwohl sie sich bisher nur ein einziges Mal gesehen hatten! Sassi hat sie ohne jedes Fremdeln gleich angestrahlt und ist sogar ein paar Schritte an ihrer Hand gelaufen. Die ersten Schritte wohlgemerkt! Und Robbie war soooo süss... hat Frida gestreichelt und getröstet, als sie müde wurde. Obwohl Frida ihn mehrmals an seinen langen Haaren gezogen hat. Und Tante und Cousine haben natürlich die kleine Maus durchgeknuddel und immer wieder gestaunt, wie gross sie doch schon geworden ist.

Wahnsinn, die Kiddies. Und schade, dass wir so weit weg wohnen. Später haben wir noch einen grossen Spaziergang rings ums Dorf mit seinen Blumengärten, freilaufenden Katzen, Pferdchen und blühenden Birnen und Kirschbäumen gemacht, während Frida im Wagen geschlafen hat. Und dann gegrillt. Deutsche Bratwürstchen mit Mozzarella-Salat, Tzatziki, Bierchen und Knobibrot. Hach ist es schön, Urlaub zu haben!!! Sozusagen in tropischen Breiten. Und statt traurig zu sein, dass wir immer zwischen zwei Welten pendeln, muss ich wirklich froh sein, diese beiden Welten zu haben. Das Wort zum Sonntag sozusagen =)

Freitag, 25. April 2008

Flieger...

Sooo, Frida ist mal wieder heil im Land ihrer Vorfahren angekommen. Am Freitag mussten wir schon um 5 aufstehen, dann schnell Baby füttern, anziehen, das Auto packen und losfahren. Puuuh, Frida hat uns vielleicht angeguckt, als wir sie nach knapp 6 Stunden Schlaf schon aus dem Bett geholt haben =)

Dann ging alles wie geplant: das Mäuschen hat bis Tampere ruhig im Auto gepennt, gegen 8:30 sind wir ins Terminal, dann dort eingecheckt und gewartet, bis der Ryanairflieger angetuckert kam. Frida hat die Warterei diesmal gar nichts ausgemacht, sie hat oben vom Café aus den anderen Reisenden zugewunken und sich prächtig amüsiert. Ausser ihr war noch ein anderes kleines Mädchen dabei und auch im Flugzeug wurde kräftig von einer Bank zur anderen gegrüsst. Wahrscheinlich kannten die sich schon von Wolke 7, hahaha.

Während Frida im Oktober noch den ganzen Flug verschlafen hatte, ist sie diesmal nur herumgehopst und von einem Schoss auf den anderen geklettert. Brei gab es auch, ausserdem fand sie die Spielzeuglandschaft da unten richtig interessant. Hat immer gezeigt und "katto katto" (katso=gucke) gesagt. Cool. Vielleicht lernt sie doch relativ früh sprechen. Und eine Fliegertante und Reisemaus ist sie ja sowieso...

Beim Landeanflug gab es dann Tränen, weil die Ohren wohl doch von der Erkältung her wehgetan haben. Aber hundemüde war man ja auch und ist in den letzten Minuten beim Gucken auf die Autobahn in Mamas Armbeuge eingeratzt. Gut, dass wir den Ergo mithatten und sie so im Halbschlaf raustragen konnten. In Bremen waren wir gegen 11 Uhr. Ford Focus Kombi von Sixt abgeholt, losgefahren, beim Zweidorfer Holz Rast gemacht und schon gegen 16 Uhr in HBS eingefallen. Nur 10 Stunden gebraucht. So schnell war ich bisher nur selten von D nach Fin und umgekehrt gekommen. Meist haben wir ja doch irgendwo übernachtet oder sind erst abends geflogen.

Witzig irgendwie, so rasend schnell von einer Welt in die andere zu kommen. Und dann fällt mir immer auf, wie anders es hier ist. Statt kühler, schroffer, wilder Natur mit endlosen Tannenwäldern und Seen plötzlich ganz weiche, hellgrüne Hügel, runde weiche Bäumchen und alles so grün. Saftiges Gras und riesiger Löwenzahn füur die Meerschweinchen. Auch sehr schön. Vor allem, wenn man dann den Harz sieht. Ich bin so froh, dass man jetzt über die B6n am Harz und Wernigerode entlang nachhause fährt. So sind Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg viel besser miteinander verbunden, fühlen sich mehr als zusammenhängende Heimat an. Wo ich doch in allen dreien gelernt, gearbeitet und gewohnt habe, die meisten Einwohner sich aber gegenseitig nicht aufs Fell gucken können *lach* Dabei ist es aus finnischer Sicht nur ein Katzensprung, hihi.

Meine Eltern haben sich natürlich auch gefreut, uns zu sehen. Sie meinen, Frida hat sich seit Februar total weit entwickelt, ist gewachsen und "erwachsener" geworden. Vom Aufstehen, Krabbeln und anderen Spässchen ganz zu schweigen =) Abends waren wir dann noch im Stadtzentrum Babysachen shoppen und Männe hat seine langen Zotteln beim Friseur gelassen. Dass ich vor der Auswahl an Gläschen, Breien und Windeln fast kapituliert hätte, will ich gar nicht weiter beschreiben.

Weiaaaa.... aber wir haben ja auch lange Regale voll, nur dass ich schon 5 Monate Zeit hatte, mich daran zu gewöhnen. Eigenartig ist hier nur, was für Süsskram, Exotenfutter und Leckereien die ganz Kleinen schon bekommen. Brei mit Stracciatella, Schokokekse, Riegel und süsse Säfte im Mix mit Dinkel, Kürbis, Pastinaken, Kräutertees und ähnlichem alternativen Zeug. Hihi, da ist mir der einfache, ehrliche finnikliche Haferbrei irgendwie lieber. Aber mal sehen, ob Frida genauso denkt....

Ansonsten ist man in HBS kräftig am Abreissen. Gleich am Ortseingang wurde ein ganzes Viertel uralter Kasernengebäude dem Boden gleich gemacht. Zum Glück, die Häuser waren schon ewig ungenutzt und sahen richtig schlimm aus. In der Sternstrasse, wo wir unseren Mitwagen abgegeben haben, gibt es ein Fabrikgelände weniger (dafür einen neuen Plus-Markt) und gleich nebenan bei meinen Eltern wird der Maschinenbau offensichtlich nach und nach eingestampft. Die bauen da einen neuen Edeka und was-weiss-ich hin. Mein Papi stand den ganzen Nachmittag mit der Kamera am Fenster und wartete, dass die Halle endgültig einkrachte. Aber ich sage ja gar nichts - in Jyväskylä liebt man das Einreissen von Gebäuden ja auch über alles =)

Mittwoch, 23. April 2008

Oh wie schön ist Palokka...

Frei nach Janosch, obwohl wir in viel kühleren Breiten liegen als das schöne Panama =) Palokka wird nämlich, wie alle finnischen Worte, auf der ersten Silbe betont. Was aus mir unerfindlichen Gründen kaum ein Deutscher hinbekommt. Wie ein Germane Jyväskylä intuitiv ausspricht, möchte ich hier lieber gar nicht erwähnen *grusel* Richtig wäre Jüwas-Külla und zwar mit J wie in Jürgen, ganz kurzen Vokalen, ä fast wie a (keinesfalls wie Käse) und auf den beiden üs betont. Genauso wie Düsseldorf. Was auch die gleichen Postleitzahlen wie wir hat, fast genauso schöne Brücken und ebenso wie wir die 9. grösste Stadt des Landes ist. Aber nicht mehr lange... wir hopsen ja nächstes Jahr auf die 7. Stelle *freu*

Aaalso, das verschnupfte Fridakind und ich haben heute wieder einmal einen wunderschönen Spaziergang gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein von Heinämäki über Luhtinens Spielplatz zum K-Market, wo die Frau Mama sich von ihrer letzten, zufällig in der Jackentasche steckenden Münze (danke an alle Einkaufswagen...) ein Eis geleistet hat. Sehr schön! Habe ich eigentlich schon geschrieben, dass die Finns Weltmeister im Eisschlecken sind? Genau wie im Kaffeetrinken. Wobei ersteres sicher daran liegt, dass die besten Eissorten in Literkartons verpackt sind, die natürlich keine schmelzende Pampe aufhalten, was wiederum die Finns dazu zwingt, gleich alles auf einmal zu verdrücken. Was mir bei Lakritzeeis auch nicht schwerfällt *jammi jammi*

Dann sind wir spontan weiter zum Ufer des Palokkajärvi getrabt (was Frida natürlich vollkommen verschlafen hat), ich habe das schwindende Eis und die ersten lustig plätschernden Wellen beobachtet und auch die ersten Paskalokkis, ääähm Möwen, entdeckt. Hachja, wie schön so ein Seeufer ist. Dabei haben wir selbst zwei Jahre lang in Kortesuo am Tuomiojärvi gewohnt und ich fand es am Ende ziemlich zugig, zu kalt und auch unsere Autos waren viel häufiger zugefroren als hier in "Waldfinnland".

Ausserdem war der Ausgehraum für Nelson durch das Wasser beschränkt und die Möwen haben uns im Frühling und Sommer von morgens bis abends die Ohren vollgequäkt. Aber das vergisst man wieder ganz schnell, wenn man den See nicht mehr hat *lach* Jedenfalls sind hier ein paar Fotos. Isses nicht schön bei uns? Und wehe ich schreibe in einer Woche wieder, dass es in D viel schöner ist. Das stimmt gaaaar nicht =)

Neue Haare - oder doch nicht...

Hah, da sitze ich doch immer schmunzelnd vor dem Computer, wenn meine liebe Freundin in Angers mal wieder Ärger mit sämtlichen Behörden, Gasversorgungen (wozu braucht man das eigentlich?), Internetanbietern und Mac-Versendern hat. Hier passiert sowas nieeee... ausser wenn man sein Handy von Elisa hat *galgenhumoran*

Dafür stelle ich mir neuerdings immer selber ein Bein, wenn es um irgendwelche kleinen Läden geht. Siehe unser Erlebnis in Vaajakoski vor einigen Tagen. Oder waren es Wochen? Seitdem habe ich ungefähr 10 mal in einem Supermarkt Gemüse mit der falschen Nummer abgewogen (im hoch intelligenten Finnland kleben keine Bildchen an den Waagen, sondern man muss sich eine Nummer merken) oder gar nicht, oder Sachen mit der falschen Grösse gekauft oder Zahlendreher in Rechnungen gebaut, wichtige Termine völlig vergessen oder sonstige Schussligkeiten, die man nur mit der allseits bekannten Mamademenz erklären kann. Weia.

Gestern wieder. Habe ich doch Montag abend noch ganz stolz im Internet einen Friseurtermin reserviert, damit ich wenigstens im Germany-Urlaub anständig herumlaufe und es nicht wieder heisst, die Finnen laufen (im Gegensatz zu den geliebten Schweden) herum wie Hottentotten oder gar Russen (die lieben die Finns ja auch sehr...) Diesmal wollte ich sogar die Färberei von einem Profi erledigen lassen, also richtig viel Geld (wir sprechen hier von 80-100 Euro) investieren. Schliesslich muss ich ja auch bald wieder auf die Arbeit und da ist Zottellook auch nicht gerade ideal. Davon abgesehen, dass sich kürzere Haare weitaus schneller waschen und trocknen lassen, wenn das Baby, äähm Kleinkind, nicht allein sein möchte.

Ich also gestern stolz und pünktlich um 19 Uhr da aufgelaufen. Die Tante an der Kasse guckte auf meine Reservierung und blickte mich skeptisch an. Dann grinste sie und sagte halb entschuldigend, dass es ein Problem gäbe. Meine Reservierung wäre ein Farbpaket für einen Mann gewesen und die Zeit würde für so lange Haare nicht ausreichen. Häh? Dabei hatte ich mir doch diese komplizierte Datenbank extra sorgsam angeguckt. Tsja, das doofe Drop-down-Menü hatte sämtliche Dienstleistungen völlig durcheinander untereinander und das dritte und allerletzte Wort war in diesem Fall "parturi" (Barbier, also für Männer) und nicht "kampaamo" (Friseur, für Frauen). Wie soll man so etwas erkennen? Ganz blöd bin ich ja auch nicht, lesen kann ich finnisch sehr viel besser als sprechen, aber so versteckt hätten die das ja auch nicht schreiben brauchen. Aarrgggh. Vor allem hätte der dämliche Friseur ja mal anrufen können. Sonst haben die Finns ja auch ständig das Telefon in der Hand. Wo ich doch extra einen Babysitter engagiert und mich sooo gefreut hatte.

Jedenfalls bekam ich dann einen neuen Termin für den Donnerstag. Und die Kassentante sagte mir noch, dass es schon vielen so gegangen sei - na bitte, wieso ändern die dann nicht ihr Webformular? Ich also zum Auto gestiefelt und wollte schon nach Hause. Aber halt - ich hatte ja jetzt zwei Stunden Freizeit! Die man unmöglich einfach so verschenken konnte. Also in Henry Ford geknallt und ins Stadtzentrum gefahren. Zu H&M, wo ich letzte Woche schon einmal mit Frida war, was wir aber nach 20 min wegen genervter Heulerei abbrechen mussten. Beziehungsweise, nachdem das kleine Fräulein eine Jeans, zwei Pullis (mit Retro-Zoo-Bild und Katzenmuster) sowie neue Socken für 30 e abgestaubt hatte...

Diesmal sollte die Mama dran sein. Jeans konnte man wegen unmöglicher Z-Figur vergessen (eigentlich bräuchten die auch eine Abteilung "after pregnancy"), aber es gab eine schöne braune Stoffhose, eine wuuuuunderschöne Marimekko-Bluse aus Seide, die wahrscheinlich nach dem Stillen passt (Optimistin!), eine saubere Unterhose für Männe und gleich vier neue Shirts for myself. Grund siehe oben, damit ich in D nicht wie eine finnikliche Hausmami herumlaufen muss. Ausserdem war netterweise Männes Cousins Frau gerade auf Arbeit (kann man Klamottensortieren bei H&M überhaupt als Arbeit bezeichnen???) und wir haben ein bisschen gelabert. Und am Ende des Tages hatte ich mein Friseurgeld für Klamotten verkloppt und muss jetzt doch mit Zottelhaaren nach D, falls kein Wunder geschieht.

Davon abgesehen, dass der Friseur in HBS auch nur die Hälfte von dem in Jyväskylä kostet und Männe da eh hinwill. Der erinnert mit seiner Matte momentan auch mehr an Kurt Cobain als an meinen geliebten kleinen Schatz, aber das nur am Rande =) Also werden wir wohl unseren Urlaub wieder einmal mit einem Friseurbesuch einläuten. Die müssen wirklich denken, wir kommen aus der Pampa. Jedesmal Friseur, dann neue Brille für beide, kiloweise neue Schuhe, die Apotheke wird auch ausgeräumt, Bücher gehamstert, der Supermarkt auf mitnehmbare Sachen untersucht (Maggi, Semmelknödel, Milka, Bratwurst und Tütenessen...) und jetzt haben wir auch noch eine lange Liste für Frida *pruuuust*

Der Gerechtigkeit halber sollte ich jetzt vielleicht schreiben, dass ich das ganze vor 8 Jahren immer andersherum gemacht habe, also ganze Koffer voll unentbehrliches Finnenzeug, also Cider, Lapin Kulta, Ruisleipä, Makkara, Rentier- und Elchsachen, Handschuhe, Socken, Iittala, Marimekko, Pentik, Aarikka, Bücher, Broschüren, Postkarten, Ticket, leere Bierdosen und alte Handyrechnungen etc. nach D exportiert =) Jajajaaaa, das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite...

Dienstag, 22. April 2008

Sonne...

Die Sonne scheint aus allen Knopflöchern, das Thermometer klettert und das Gras beginnt zu wachsen. Damit hoffentlich auch Giersch, Löwenzahn und sämtliche anderen Unkräuter für die gefrässigen Meerschweinchen, die nur darauf warten, nach draussen gesetzt zu werden. Ausserdem gucken meine Krokusse und Tulpen schon 3 cm aus der Erde - das ist doch was, oder? =) Vor einem Jahr hingen übrigens auf dem gleichen Wäscheständer noch ganz winzige hellblaue und grüne und weisse Klamotten, hihihi.

Die Freude wird nur dadurch getrübt, dass Frida und ich schon wieder unter der Rüsselpest leiden - die vierte dieses Jahr. Boaaah, so oft war ich noch nie krank! Liegt bestimmt daran, dass meine Saunabesuche sich seit Mai chronisch verkürzt haben, ich total unregelmässig esse, zu wenig draussen bin und mich zuviel in Gesellschaft von Kindern herumtreibe. Ich habe ja das Babycafé vom Donnerstag im Verdacht - aber da hat gar keiner gehustet oder geschnieft. Jedenfalls hoffe ich inständig, dass wir ganz fix wieder gesund werden oder es zumindest nicht schlimmer wird - am Freitag fliegen wir nämlich nach good old Germany!

Montag, 21. April 2008

The world we live in and life in general...

Der Text stammt aus einem meiner Lieblingssongs (na???) und beschreibt das, worüber ich heute so nachdenke, ganz gut. Komisch, wenn man dauernd zwischen verschiedenen Welten pendelt und sich mit 33 noch darüber Gedanken machen muss, was man wann und wo im Leben eigentlich will. Aber vielleicht ist das ja normal. Besonders in Finnland ist es ja nicht unüblich, mitten im persönlichen Mittelalter alles noch einmal umzuschmeissen und ganz neu anzufangen, hehe.

Also, ich war heute vier Stunden auf Arbeit, nur mal so als kleine Hilfe für ein Projekt, was sich über die letzten vier Jahre erstreckt hat. Bilder raussuchen, Dinge zusammenfassen und Bilanz ziehen und so etwas. Das ganze fand ich entwicklungstechnisch interessant, weil es einen Vorgeschmack auf den Alltag bieten sollte, den wir im Sommer haben werden - ich vormittags auf Arbeit und Männe nachmittags und Frida irgendwo dazwischen. Ich habe extra aufgepasst, wie ich das alles empfinden würde, weil mir ja manchmal als Hausmami die Decke sehr gründlich auf die Birne fällt, ich aber durchaus gern zu Hause bin. Arbeiten tue ich aber auch irgendwie sehr gern...

Und tatsächlich bin ich froh, aus finanziellen Gründen da keine Entscheidung treffen zu müssen. Booaaah, ist das komisch. Auf Arbeit war es schön und interessant, aber andererseits habe ich schon auf die Uhr geschielt und darauf gewartet, wieder losdüsen zu dürfen. Vielleicht, um Frida wieder knuddeln zu können. Oder doch eher, um wieder in meine Freiheit aufbrechen zu dürfen. Tsja, die Freiheit dauerte 15 min Autofahrt und dann hing mir wieder jemand mit verschmierter Schnute, dreckigen Sachen und vollgepieselter Windel am Hosenbein. Nix Freiheit. Ääähm, das ist es also auch nicht. Was nun?

Im Büro kann ich wenigstens in Ruhe am Computer herumdaddeln, Excel-Tabellen basteln, Anzeigen entwerfen, Protokolle tippen, Artikel und Nachrichten texten, herumtelefonieren und so etwas. Mit relativ guter Erfolgsgarantie und gezielt. Oft kreativ und abwechslungsreich, aber inzwischen auch mit angenehmer Routine. Meist in Eigenregie, allerdings auch nicht ganz frei, sondern da ist ja auch noch mein netter Chef, der es meist extrem eilig hat. Ausserdem muss man da geschlagene 8 Stunden sein - und gerade wenn man nach Hause fahren möchte, um richtig den Tag zu beginnen, ist man schon wieder so müde, dass man direkt auf dem Sofa einschlafen könnte. Mmmh. Auch doof.

Nur zuhause ist aber - siehe oben - auch blöd, weil man eh nicht dazu kommt, seine eigenen Sachen in Ruhe zu machen. Shoppen, surfen, saubermachen, im Garten wühlen, Wäsche waschen, aufräumen - Fehlanzeige, weil ein 70cm-Zwerg unterhalten sein will. Oder gerettetet werden muss. Der ja nichtmal alleine Mittagschlaf halten kann *stöhn* Der aber doch so niedlich und unschuldig ist, dass ich jedesmal ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich doch mal genervt bin. Nochmal studieren ist zu teuer. Selbständig zu sein ist auch blöd, weil ich keine brilliante Geschäftsidee habe, viel zu gesellig und viel zu faul für so etwas bin *lach* Vielleicht sollte man nach 5 Jahren wirklich die Branche wechseln, aber ich liebe ja meinen internationalen Job, die Leute, die Reisen und überhaupt kommt es in JKL einem Lottogewinn gleich, einen unbefristeten Arbeitsplatz zu haben. Das geht also auch nicht.

Also alles blöd oder alles gleich schön *lach* Und ich weiss also immer noch nicht, ob ich mich darauf freuen soll, im Juni wieder arbeiten zu können oder ob ich traurig sein solle. Aaargghhhh... Männe meint typisch finnischerweise beherrscht und unterkühlt und schulterzuckend, dass eben kommt was kommt und wir uns schon daran gewöhnen werden. Und sogar im Vauva-Lehti stand heute, dass Finns dazu erzogen wurden, ihre Gefühle zu unterdrücken, sich zu beherrschen und möglichst wenig Trara zu machen, geschweige denn über ihre Gedanken zu reden. Getröstet wurde vor 100 Jahren auf dem Land nur bei Lebensgefahr, Reden war Energieverschwendung und Umarmungen bei zig Kiddies eh zu viel des Guten. Was zu einer abwartenden, scheuen, kühlen Bindungskultur geführt hat, die man heute bei den Babies langsam zu korrigieren versucht. Mmmm. Man gut, dass ich zumindest meinen Blog habe, um Selbstgespräche zu führen, hihihi. Aber ich schweife ab...

Als Fazit könnte ich jetzt vielleicht schreiben, dass ich mich freue, auch mal ein Jahr zuhause gewesen zu sein, aber das auf die Dauer doch nicht mein Ding ist. Wobei ich fürchte, dass ich im Juni an meinem Schreibtisch sitzen und denken werde, dass ich das Jahr mit Frida gar nicht richtig ausgekostet habe. Mist. Warum gibt es keine gemeinsame Elternzeit? Ein Jahr mit Männe _und_ Frida zuhause wäre der Traum gewesen. Oder meinetwegen in einer afrikanischen Dorfgemeinschaft, wo Mamis und Kinder sich täglich und ungezwungen auf dem Dorfplatz zum Essenmachen und Labern treffen, statt alleine zu Hause vor sich hinzumauscheln. So. Vielleicht sollte ich Politiker werden =)

P.S. In der Halberstädter Volksstimme war gar kein Frida-Foto *snif* Kann jemand vielleicht von der Seite einen Scan organisieren? Bitte per Mail an suskifrida-75@yahoo.de.

Samstag, 19. April 2008

Sitzen...

Achja, in der ganzen Aufregung habe ich natürlich vergessen zu erwähnen, dass unser kleines Fräulein seit vorgestern auch richtig sitzen kann. Also auf dem Hosenboden, mit geradem Rücken und durchgedrückten Beinen. Sie lacht immer, wenn ich sie so entdecke und Bauklötzer staune.

Das Bild ist übrigens wirklich entstanden, als Frida astrein in der Küche gesessen und gespielt hat. Nur bis die ewig langsame Mama die Kamera geholt hatte, hatte Frida natürlich schon wieder etwas ganz anderes zu tun. Die leere Sima-Flasche auf dem Bild ist übrigens der Beweis, dass wir wirklich Ende April haben. Nur zu Vappu gibt es diese leckere Limo, jammi jammi. Die selbstgemachte Version, aus vergorenen Rosinen, schmeckt übrigens wirklich ekelhaft. Liegt aber vielleicht auch daran, dass man weiss, wie es gemacht wird und daran, dass man vor vielen Jahren etwas übergorene, mit Wodka gewürzte und sonstig gepanschte Versionen zu kosten bekommen hat =)

Witzig, dass die Sitzerei wirklich so lange dauert, wenn man sie allein machen lässt. Früher hiess es ja immer, dass Babys mit 6 Monaten sitzen, aber die neueste Theorie ist, dass sie überhaupt erst durch das Krabbeln in eine seitliche Position und darüber in die Sitzstellung gelangen. Also erst Monate später! Bisher hat Frida beim Spielen ja am liebsten gekniet und ist sehr schnell umgefallen, wenn wir sie doch mal aufrecht hingesetzt haben. Nur im Hochstuhl hat sie ab Januar gut gesessen, wobei ich dabei immer ein schlechtes Gewissen hatte. Aber warum eigentlich - Frida hatte ja immer schon am liebsten den Kopf oben. Was war das am Anfang für ein Geschrei, wenn der winzige Säugling mal flach auf den Rücken gelegt werden sollte =) Lang lang ist's her, hehehe. Hoffentlich hat ihr Rücken das alles gut ausgehalten. Aber unsere Spezies ist ja eh mit einem chronisch lahmen Kreuz gesegnet =)

Freitag, 18. April 2008

Mama mama...

... sagt Frida seit vorgestern *knutsch* Wie immer ganz plötzlich, aber dann ständig. Ich habe mich riesig gefreut und das Babymondgesicht abgeknutscht, war mir aber nicht ganz sicher, ob sie weiss, was sie da sagt und wen sie meint. Als aber gestern Vilho im Babyclub beim Anziehen auch strahlend von seiner Mama sprach, wusste ich, dass Frida das einfach nur so vor sich hin labert. Genauso wie sie schon seit längerer Zeit mit Piepsstimme von jemandem namens Papa spricht. Aber immerhin, wir sind auf dem richtigen Weg! Wenn wir, äähm also ich, das weiterhin bestärken, versteht sie vielleicht eines Tages, dass damit die beiden Vollpflegekräfte gemeint sind, die auch hier wohnen. Hehehe. Dass Auto ihr erstes richtiges Wort sein wird, steht ja schon lange fest. Ist es doch eines der wenigen Worte, die es auf finnisch und auf deutsch gibt *lach*

Ausserdem waren wir heute zum ersten Mal draussen schaukeln. Auf dem zugegebenermassen ziemlich heruntergekommenen Spielplatz unserer Hausgemeinschaft. Wobei es überhaupt ein Wunder ist, dass wir einen Spielplatz haben - schliesslich gibt es in unserer Reihenhausgemeinschaft überwiegend Zweizimmerwohnungen. Durch den steilen Anstieg der Immobilienpreise in den letzten Jahren können sich aber immer weniger Familien drei Zimmer leisten, was dazu geführt hat, dass auch hier viel mehr Kleinkinder wohnen als zu der Zeit, als wir hergezogen sind. Keine Ahnung, wo das noch hinführen soll - aber so hat Frida zumindest einige Spielkameraden. Die Schaukel war ziemlich rostig, aber das bin ich ja als Ossikind eh gewöhnt.

Hach, damals mit Conni auf dem grossen Spielplatz, wo jetzt schicke Eigentumswohnungen stehen... stundenlang haben wir geschaukelt und gelabert =) Und das Karussel mehr als einmal an die Birne gekriegt. In die Büsche gemacht, weil es nach Hause zu weit war. Für die Meerschweinchen und Kaninchen Löwenzahn gesucht und bis zum Sonnenuntergang Fahrrad gefahren, Eis geschleckt, geturnt und im Sandkasten gekniet. Ein Wunder, dass wir überhaupt damals die aus heutiger Sicht arg verrosteten Spielplätze, die strengstens verbotenen Spiele am Goldbachwehr und zwischen den Garagen, die ewig stinkenden Gummireifensandkästen, das ständige Büschekrauchen, waghalsige Bäumesteigen und unsere vor Krabbelameisen strotzenden Blätterbuden am Bahndamm ohne grosse Blessuren überlebt haben =)

Ehrlich gesagt, bin ich froh, dass die Kinder hier in Finnland auch immer noch relativ frei sein dürfen. Mit dem Fahrrad oder zu Fuss zur Schule, nachmittags allein zuhause, auf der Strasse spielen, Freunde besuchen, zum Sport gehen, draussen Hockey spielen, mit Freunden angeln fahren, Schlittschuh laufen, Buden bauen, Hunde streicheln, toben, balgen, Mist bauen - in Deutschland ist man dank der Medien total hysterisch geworden und sperrt die Kiddies nur noch ein. Ginge hier gar nicht, da keine Mama es sich finanziell leisten kann, nur Chauffeur zu spielen. Keine Ahnung, ob es hier wirklich sicherer ist, aber es kommt mir zumindest so vor. Weniger Einwohner, weniger Verrückte... das muss ich gerade heute schreiben, wo der Untersuchungsbericht des Jokela-Schulammoklaufs herausgekommen ist... aber jetzt weiche ich wirklich vom Thema ab.

Frida fand das Schaukeln jedenfalls richtig toll, hat gelacht und geschäkert. Ich glaube, die lässt uns jetzt nie wieder einfach so vom Auto in die Wohnung gehen *lach* Ansonsten ist heute wieder so ein richtiger Sommertag. Die Sonne brennt, der letzte Schnee schmilzt und die Tulpen und Krokusse stecken ihre Knospen durch die nasse Erde. Man kann ohne Jacke draussen spazieren gehen und möchte am liebsten den ganzen Tag an der frischen Luft sein. Der Grill und die Makkara rufen, Bierkästen und Fleischpackungen im Supermarkt sind ausverkauft. Oder es zieht einen unablässig auf eine Terassi zu einem kühlen Cider. Wie schön, ich liebe mein Finnland zu dieser Zeit. Dieses letzte Warten, kurz bevor die Natur förmlich explodiert und der Sommer in Alltag übergeht. Kevät!!!

Donnerstag, 17. April 2008

Ein Welttier...

"Suse ist ein Welttier" sagte meine Grosstante früher immer, wenn ich etwas besonderes geschafft hatte, eine knifflige Bastelei anbrachte oder besonders schlau war. Dann war ich immer stolz wie Bolle, konnte mir aber nie vorstellen, was so ein Welttier nun eigentlich sein sollte. Das habe ich bis heute noch nicht herausgefunden, aber heute musste ich insgeheim zugeben, dass auch Frida so ein Welttier ist. Ein wahnsinnig toller kleiner Brocken, der die ganze Welt um ihre kleinen Finger wickelt und zugleich anstrengend und total knuffig ist.

Was sie in den letzten paar Tagen alles gelernt hat, ist echt der Wahnsinn. Irgendwie ist da total der Knoten geplatzt - vielleicht haben die vielen Erkältungen im Februar und März doch dafür gesorgt, dass sich ihre Entwicklung verlangsamt hatte. Oder es ist einfach normal, dass man mit 10.5 Monaten einen richtigen Spurt einlegt. Frida zieht sich jetzt überall zum Stehen hoch, zeigt und lacht den ganzen Tag, grüsst mit offener Handfläche wie eine Königin oder piekst einem mit dem Zeigefinger ins Auge, krabbelt mit einem Mordstempo durch die ganze Wohnung, haut mit wachsender Begeisterung an die Sauna- und Terassentüren, zieht Schubfächer auf, erzählt mit den Meerschweinchen, krabbelt auf Nelson drauf, beisst Mama in die Brust, reisst Poster von den Wänden, schaltet die Waschmaschine von 40 auf 90 Grad und zurück (weia) und und und... ich komme gar nicht mehr hinterher. Kein Wunder, dass ich in einem Monat schon 5 kg abgenommen habe, obwohl ich das ja auf dieses ravinto.fi Ernährungsprogramm im Internet schieben könnte...

Auch der Tagesrhytmus ist etwas anders geworden. Wir schlafen beide ungefähr 8-12 Stunden lang ganz fest, dann trinkt Frida entweder an der Brust und pennt nochmal 3-4 Stunden, während ich aufräume, Mails lese und im Gesichtsbuch herumsurfe. Oder Frida ist gleich so wach, dass wir beide aufstehen und uns an den Frühstückstisch setzen. Dann bekommt Madamchen ihren geliebten Haferbrei und Mama kocht sich waschechten finnischen Mikrowellenbrei. Also im Grunde das gleiche wie Frida, nur grobkörniger *lach*

Danach spielen wir entweder zu Hause oder fahren in einen der vielen Babyclubs, wo Frida gegen 3 meist ein halbes Gläschen Obst verspeist. Danach wird im Auto geschlafen und Mama fährt liebend gern in der Gegend herum und guckt, wie überall der Frühling eingezogen ist. Oder wir gehen mit dem Kinderwagen spazieren und besichtigen die ersten Huflattichblüten, die durch das braungraue, platte Gras lugen. Wenn der Papa gegen 6 von der Arbeit kommt, kochen wir zusammen und essen alle drei am grossen Küchentisch - Frida bekommt dabei entweder ein halbes Glas herzhaftes Essen oder wieder Brei. Inzwischen weiss ich auch einigermassen, was sie isst: Schinken-Gemüse oder Hähnchen-Reis oder Schweinefleisch mit Kartoffeln oder Fisch mit Reis oder Brokkoli mit Pute gehen gut, alles andere ist Glücksache =)

Danach dreht sie - ganz so wie sie es von ihren Eltern geerbt hat - so richtig auf. Kaspert und klettert und spielt und lacht und was weiss ich. Wehe wir packen sie zu der Zeit ins Auto oder in den Wagen - nein, man will spielen und Quatsch machen! Wobei es dann langsam in den totalen Müdigkeitswahnsinn übergeht, man wird wackliger, aber auch übermütiger und todesmutiger. Haut und beisst und klettert und zerrt und was weiss ich, bis die Eltern die Nerven verlieren. Dann gibt es warmen Abendbrei, Zähne putzen, Schlafanzug an, in den Ergo, herumtragen und dann pennt man schon nach fünf Minuten Nuckeln an Mamas Brust ein. Wohlgemerkt mit nur einem Mittagschläfchen statt zwei. Das ist ganz neu und mal sehen, wie es anhält. Ich glaube auch, dass sie von Woche zu Woche fester schläft und es dadurch auch mal alleine im Schlafzimmer aushält. Oder dass bald abends so müde ist, dass sie sich sogar in ihr eigenes Bett legen lässt. Aber wir werden sehen. Auf jeden Fall ist sie ein ganz tolles kleines Mädchen und Mama ist superstolz.

Heute beim Babycafé war Frida offensichtlich eine der Ältesten. Die Generationen wechseln dort langsam, nachdem "wir" von September bis Februar komischerweise immer die gleichen Mütter und Babies waren und kaum Neue nachrückten. Aber jetzt gehen alle wahrscheinlich nach und nach arbeiten. Kommt ja auch bald auf mich zu. Es ging um die Essensgewohnheiten der lieben Kleinen und darum, wie man auf feste Kost umstellt. Uns nahm die Expertin immer als Beispiel für "die brauchen das ja nicht mehr" - ääähm, dabei war Frida beim gleichen Thementag im Herbst noch so klein, dass ich überhaupt nicht zugehört hatte, haha. So komisch... Jedenfalls haben alle begeistert beobachtet, wie unsere Maus losgekrabbelt und immer wieder aufgestanden ist, wie sich sich dabei umgeguckt, gezeigt und gelacht hat und wie sie alle Leute mit ihren acht Zähnen angegrinst hat. Die Fremdelphase scheint also auch vorbei zu sein. Zumindest dort in der Tourutupa, wo sie ja schon zigmal zu Besuch war. Sie ist so ein richtiger Sonnenschein *verliebtsei*.

Finden auch andere. Sie sagen immer, was für ein nettes kleines, immer fröhliches und freundliches Mädchen Frida ist. Wie sie sich freut und laut lacht, wenn wir Tänzchen oder Spiele machen. Wie vertrauensvoll sie auf andere zugeht. Wie sie erzählt und kaspert. Wenn wir sie auch mehrmals täglich auf den Mond schiessen könnten, weil sie so ungeduldig und quengelig ist. Schreit, wenn sie in den Autositz soll, brüllt wenn man sie anzieht, reisst sich die Mütze vom Kopf, wedelt mit den Händen, wenn man Brei in den Mund bugsieren will, dreht und wendet sich beim Windeln wie irre und ähnliche Scherze *seufz* Manchmal denke ich, wir haben zwei verschiedene Fridas. Und dann fällt mir ein, dass sie vom Sternzeichen Zwilling ist. Vielleicht ist da was dran. Wie meinte meine Tante schon im Oktober? Die hat Pfeffer im Hintern =) Damals habe ich das noch nicht geglaubt, aber sie hatte wohl Recht!

Kampf dem Chaos...

Hu hu sagt der Finne, wenn etwas anstrengend ist oder ihm über den Kopf wächst. So ein ganz kurzes, schnaufendes, abgehacktes hu hu, nicht etwa "huuhuuu" wie wir Germanen sagen, wenn wir jemandem zuwinken. Also, so etwas habe ich gestern mehrmals gebraucht. War wieder einmal der totale Chaostag, aber irgendwie auch witzig und mit gutem Ausgang.

Zunächst einmal muss ich schreiben, dass sich Frida wirklich von Tag zu Tag mehr zu einem Kleinkind mausert. Wahnsinn, wie sie ihren kleinen Körper beherrscht, mit welcher Geschwindigkeit sie krabbelt, sich überall hochzieht, wie neugierig sie ist - und wie schnell sie ihr Umfeld total verwüsten kann. Was bin ich gestern hinter ihr hergestiefelt, um Zeitungen, Socken, Heu, Küchenutensilien, leere Flaschen, diverse Plüschtiere und den Inhalt meiner Handtasche wieder dahin zu stopfen, wo sie hingehören... Ich habe ja nichts gegen spielende Kinder, aber könnten die nicht mal wieder alles zurückräumen, wenn sie fertig gespielt haben? Frida wechselt die Gegenstände ihres Interesses im Sekundentakt und hinterlässt dabei ein Schlachtfeld *lol*

Das ganze wäre wahrscheinlich nicht so dramatisch, wenn ich nicht bei ihrem ersten Tagesschlaf im Bett mein geliebtes Koti & Talo gelesen hätte, wo die frisch gebauten beziehungsweise stilecht renovierten Häuschen vor Ordnung natürlich nur so glänzen. Solche Lektüre gehörte für Kinderfamilien verboten. Hehe, ich glaube den Begriff lapsiperheet gibts im kinderfeindlichen Deutschland gar nicht... Jedenfalls habe ich wieder einmal Anfälle angesichts des 59qm Chaos rings um mich bekommen. Also halb Frida bespielt und halb aufgeräumt - alle Klamotten wech, Waschmaschine mit Baby um die Wette ein- (ich) und ausgeräumt (Frida), dann Klappe zu und Wasser an, während das Kind jauchzend davorstand und gegen die Scheibe hämmerte, weil das da drin sich ja so lustig bewegte, dann Sofa entmüllt, Pappkartons zerlegt, Kommoden gerückt, Tupperware- und Geschirrschrank aufgeräumt (wieso stellen Männer immer alles einfach irgendwohin statt an seinen Platz?), Kühlschranktüren neu sortiert (sehen genauso durcheinander aus wie vorher), Wollmäuse zusammengefegt, dreimal Kakawindeln gewechselt, dreimal gefüttert und zweimal schlafen gelegt... bis ich dann endlich zu einem entspannten Nachmittagsspaziergang aufbrechen konnte.

Jaaa, Frida geniesst neuerdings Spaziergänge richtig. Sitzt wie eine kleine Prinzessin in ihrem Wagen und lässt sich durch die Gegend schaukeln, guckt Bagger (die im halbmetertiefen Schlamm des Permafrost versinken), Autos, Häuser und Bäume an, bis die Augen zufallen. Dann hängt sie wie eine Alleholleiche im Sitz, bis die böse Mami die Lehne in Schlafposition stellt (an alle Schwangeren... holt Euch stufenlos und behutsam verstellbare Fahrgestelle!), was man natürlich mit Jammern und Tränen quittieren muss, dann aber doch wieder einpennt und selig schläft, bis die Mama einen entweder gemeinerweise vor der Tür abstellen will oder bis die Mama die Jacke aushat oder im Idealfall bis die Mama das ganze Internet durchgelesen hat und sich wundert, wo das nervige Wesen steckt, was sonst ihren Alltag bis ins kleinste Detail bestimmt =) Ich hoffe, Ihr könnt Euch noch erinnern, dass Friederikchen es bis vor kurzem üüüberhaupt nicht im Kinderwagen ausgehalten hat!

Aber ich wollte ja schreiben, was uns noch gestern widerfahren ist. Nachdem ich fix und fertig von dem Aufräummarathon gegen fridasche Windmühlenflügel war, wollte ich eigentlich zu einem Windelnähabend des Kestoliina-Vereins. Männe sollte aufs Baby aufpassen, traf aber erst 1.5 Stunden nach seinem "Ich fahre gleich los"-Anruf hier ein. Aaargggh. Die denken auch nie nach... jedenfalls ist mein Männe lieb und verständnisvoll genug, um solche schiefhängenden Haussegen sofort mit Sanftheit und Nachgiebigkeit zu kitten, statt selber stinksauer zurückzumeckern, die Tür zuzuknallen und in eine Bar zu marschieren, wie ich selbst das wohl getan hätte. Zur Versöhnung haben wir schöne Leberwurstbrote mit Gurke gegessen (ich habe jetzt endlich finnikliche Leberwurst gefunden, die man nicht in Scheiben schneiden, sondern schmieren kann, haha) und dann sind wir eine Runde gefahren.

Nach Lievestuore, wo ein wirklich schönes, einstöckiges Häuschen aus den 50ern für den Preis unseres Reihenhauses verscherbelt werden soll. Mannomann. Richtig niedlich ist das, hellgrün, recht gut renoviert und mit einem schönen grossen Hof. Allerdings völlig in der verkehrten Richtung, weg von Männes Familie, zu nah an einer Strasse und mit knapp 30 km Entfernung auch nicht wirklich ein Katzensprung zur Arbeit. Zumal wir geldmässig nicht so gut ausgestattet sind, urplötzlich auftretende Reparaturen an Heim oder Auto aus der Portokasse finanzieren zu können. Aber irgendwann vielleicht... wenn die gleiche Hütte in Vesanka, Sarvenperä oder Kuohu gestanden hätte, sässe ich jetzt bei der Bank =)

Übrigens haben wir das Haus auf Anhieb gefunden, obwohl ich die Karte im Internet nur einmal und ganz kurz angeguckt hatte, jeaaaah. Natural born copilot sozusagen. Nur im Servicepark erwischte uns wieder Murphy's Law. Männe fährt ja immer ganz scharf die Kurven and und so kullerten in Vaajakoski sämtliche Pfandflaschen (man merke: in einer Finnenfamilie sind das einige Dutzend) aus ihrem Korb und meinem armen erschrockenen Hund zwischen die Beine. Hups. Also mussten wir schnell da shoppen gehen. Bei Valintatalo, einer Supermarktkette, die ich komischer- und vielleicht richtigerweise während meiner ganzen Finnlandzeit noch nie betreten hatte.

Erst suchte ich den Flaschenautomaten, der sinnigerweise nicht am Anfang des Geschäfts, sondern irgendwo ganz hinten zwischen Eiern und Milch angebracht war. Während Männe die quengelnde Frida festhielt, stopfte ich Flaschen und Büchsen in die Wand und glaubte schon, bei der versteckten Kamera zu sein. Jede dritte Flasche kam mit weithin hörbarem Piepsen zurück. Angeblich weil der Barcode nicht oben lag (seit wann ist das denn wichtig???), das Geschäft den Flaschentyp nicht erkannte, die Flasche falsch herum lag, zerdrückt war oder - und da guckte ich mich wirklich suchend um - das Gerät einfach voll war. Voll? Häääh? Was ist denn das für ein Billigautomat???

Entnervt und mit drei Quittungen in der Hand schlenderten wir weiter, Männe schimpfte über rosa Klebedinger, die ihn am Fussboden des Geschäfts festhielten, sicher Kaugummi oder Muumins-Fruchtbollos. Hahaha. Schnell wollten wir uns davonmachen, ehe das Dach des Ladens über uns zusammenbrach - und prompt stellte ich an der Kasse fest, dass mein Portemonaie zuhause auf dem Küchentisch lag. Natürlich würde Männe Geld dabeihaben. Hatte er aber nicht, die letzten Scheine waren zehn Minuten vorher in den Tankautomaten gewandert. Huch... wie peinlich ist das denn? Zumal wir im mittwochnachmittäglichen Schlampenlook losgefahren waren. Mein aussengeländerischer Akzent trägt ja auch nicht gerade zur Vertrauensbildung ein.

Jedenfalls fand sich auch nach gründlichem Suchen keine einzige Kreditkarte, kein winziger Euro und mit Handy kann man selbst in Finnland noch nicht bezahlen... Also mussten wir, bis auf Lakritze und Margarine, die wir vom Pfandgeld bezahlen konnten, alles dalassen =) Die Kassentante war dann auch noch zu doof, den ganzen Einkauf zu stornieren und unsere zwei Habseligkeiten neu zu scannen - jedenfalls wanderten Münzen mehrmals von meiner in ihre Hand und zurück, Belege wurden gedruckt und zerknüllt und am Ende war es mir egal, was sie da rechnete, solange wir nur schnell aus dem Laden konnten. Hahahahaha, genial! Wir Pleitegeier kaufen ein Haus und können nichtmal die Milch im Supermarkt bezahlen *ggg*

Montag, 14. April 2008

Noch mehr...

Heute früh ging es dann weiter mit grossen Veränderungen. Beim Aufwachen war es ungewöhnlich hell. Beim Blick aus dem Fenster erwartete mich eione schöne verschneite Winterlandschaft. Häh, schon wieder? Dann habe ich Mails gelesen, Männe in die Stadt gebraucht, war auf Arbeit und bin eigentlich gar nicht mehr aus dem Schrecken herausgekommen. Das neue Baby einer Freundin hat, genau wie ihr grosser Bruder, auch Neurodermitis, das Teeniekind einer schwedischen Freundin wurde mit Diabetes diagnostiziert, eine Kollegin hat sich von ihrem Dauerlebenspartner getrennt und dann durfte ich bei Fridas Mittagschlafrundfahrt auch noch feststellen, dass unser geliebtes altes Rajala-Haus abgerissen wurde.

Ich bin fast in den Strassengraben gefahren, als bei meinem routinierten Blick auf unser Studienzuhause hinter den Bäumen nur noch ein grosser Bagger und ein Haufen Bretter zu sehen war. Ach die Sch.... all unsere Parties und geheimnisvollen Sauna-Abende und die verquasselten Nachmittage in der Küche. Das gute spanische Essen, die blauen Blümchen auf der Wiese, das alte Strippentelefon und meine Afghanen-Poster in meinem winzigen, abwechelnd glutheissen und eiskaltem Zimmer... alles wech *seufz* Die Finns reissen wirklich ohne Skrupel noch ihre ganze Geschichte ab! Wahnsinn...

An guten Nachrichten gibt es, dass
wir einen neuen Kollegen auf Arbeit haben, sich mehr verschollen geglaubte Freunde bei Stayfriends und Facebook angemeldet haben und dass ich von meiner diesjährigen Steuererstattung gleich drei oder vier Laptops kaufen könnte *jiippiiii* Dass meine Tante aufs Dorf zieht und dass hier vor unserer Tür der restliche Wald ausgelichtet und jetzt die Erde abtransport wird, habe ich ja schon erwähnt, oder? Keine Ahnung, was die da noch hinbauen. Komisch, manchmal passiert jahrelang gar nix und dann alles auf einmal... siehe gestern!

Sonntag, 13. April 2008

Maailma muuttuu...

Hups, irgendwie ist wieder einmal so eine Phase angebrochen, in der sich alles ringsum total schnell ändert und ich mir kaum merken kann, was so alles aufregendes, schlimmes und schönes passiert. Oder mir fällt das jetzt nur besonders auf, weil ich langsam aus dem vor 1.5 Jahren um mich und Frida gesponnenen Babykokon herauskomme (Hormooooone!!!) und einfach mehr von dem, was in der Umwelt geschieht, mitbekomme. Mmmh?

Am Sonnabend war ich schon zum zweiten Mal diesen Frühling mit guten Freundinnen essen. Hach war das schön. Das Essen beim Inder war richtig lecker und ausserdem hatten wir wieder einmal gute Gespräche unter Mädels und Frida kam nur in jedem 10. Satz oder so vor *ggg* Dabei habe ich natürlich jede Menge soziale Updates bekommen, was Freunde von Freunden und deren Cousinen und deren Bekannte und überhaupt das ganze Suomi so machen *lach* Genaues kann ich jetzt allerdings nicht schreiben, weil ich das alles dank Stilldemenz schon wieder vergessen habe =) Danach waren wir noch bei Memphis einen trinken, während das Baby lieb zu Hause bei Papa gespielt und geschlafen hat. Beziehungsweise waren die in Kuohu und Frida hat der Einfachheit halber im Auto gepennt.

Sonnabend Nacht bekam ich dann auch wieder einmal den lebenden Beweis dafür, mit einem echten Finnen liiert zu sein. Ist der doch tatsächlich nach der Sauna, als wir Mädels schon schnarchend in der Falle lagen, splitternackt auf dem Fussboden des Wohnzimmers eingepennt *ggg* Ich dachte schon, ich habe es mit einer Leiche zu tun, als ich um 3 mit der weinend aufgewachten Frida in die Stube spaziert kam, um in Ruhe aufs Klo gehen zu können. Oh my goodness!!! War übrigens schon der zweite Kerl, der das gemacht hat. Aber nicht weitersagen =)

Dementsprechend hat sich Männe am Sonntag gefühlt. Hehehe, selber Schuld. Ich bin trotzdem mit Körben und Kisten voller zu klein gewordener Frida-Robin-Sassi-Nooa-Huuto.net-Sachen auf den Kinderflohmarkt in die Palokkaer Schule marschiert, während meine Familie noch geschlummert hat. Der Verkauf lief dann wegen Überangebot, Dumpingpreisen und mangelnden Babyfamilienkäufern ziemlich schleppend, aber sozial war es ein Riesenerfolg. Ich kannte nämlich ungefähr jeden 10. Besucher (Finnland ist ja eh immer ein Dorf). Linda und Marianne vom Babycafé, Outi und Kati von der Musikschule, Sani und Jarkko vom Studium, Piia und Raisa vom Palokkaer MLL, jemand namentlich unbekanntes von der Stillgruppe, Frau Rauhaniemi aus der Nachbarschaft und und und. Also mehr gequatscht als verkauft.

Und die paar eingenommenen Kröten gingen gleich wieder beim Shoppen an den Nachbarständen drauf. Wo ich dann wieder sehr glücklich über die Dumpingpreise war. Himbeerfarbene Kleidchen und grün-rot gestreifte Pullis, rosagestreifte Bodies, pinke Mumins-Strumpfhosen, eine weinrote nagelneue Tunika-kombi und was weiss ich. Noch glücklicher war ich dann am Ende, als es hiess, dass wir übrig gebliebene Sachen für Kinder in Russland einpacken und dalassen können. Das liess ich mir als alter Freund der Sowjetmenschen und armes Ossikind nicht zweimal sagen und voll waren zwei grosse Tüten mit Sachen, für die ich selbst keine Verwendung mehr hatte, die ich aber auch nicht wegschmeissen hätte können. Also bin ich nur mit einer kleinen halbvollen Wäschekiste nach Hause gekommen. Dass eine andere Freundin mir am Sonnabend drei grosse Tüten mit Mädchensachen ab Grösse 80 in die Hand gedrückt hatte, trug allerdings dazu bei, dass das Klamottenchaos hier trotz Flohmarkt und karelischer Waisenkinder weiterhin andauert =)


Am Nachmittag dann - man merkt, dass die Finns langsam im Frühlingslaune kommen - waren Mikas Cousin Jani mit seiner dickbäuchigen Freundin hier. Da sie genau ein Jahr nach mir entbinden wird, hatten wir natürlich viel zu quasseln. Ich muss da nur immer aufpassen, dass ich nicht allzu gruslige Dinge erzähle, hehehe. Aber es ist so schön, das zu verfolgen, weil es eben genau parallel zu meiner Schwangerschaft verläuft. Lang lang ists her... und da hätten wir schon den Übergang zu den nächsten beiden Neuigkeiten... eine entfernte Freundin (Kategorie Saufkumpan) ist im 3. Monat schwanger (habe mich schon gewundert, wo die neuen Dickbauchnachrichten bleiben, wo jetzt mehr und mehr Bekannte schon im 8. Monat sind) und eine gute Freundin aus Kindertagen hat am Sonnabend einen kleinen Gustav entbunden. Soooo cooler Name! Schade, dass wir nicht in der gleichen Stadt wohnen. Es wäre sicher köstlich, mit Buggys spazieren zu gehen, in denen nebeneinander eine Fri(e)da und ein Gustav sitzen. Die Gesichter der Rentner in HBS dazu würde ich zu gern sehen =)

Danach sind wir noch nach Muurame zum Geburtstag von Mervi, der Frau von Mikas nächstem Cousin gefahren. Die haben ja mit ihren beiden Kiddies seit kurzem ein riesengrosses Kastelli-Haus auf einem wunderschönen Grundstück. Frida konnte auf den nagelneuen weissen, Fliesen im Eingangsbereich krabbeln und sich sogar darin spiegeln! Das würde bei uns nie vorkommen, haha. Ausserdem wurde sie von der äusserst dekorativen Burma-Katze des Hauses unter die Lupe genommen. Die grossen Katzenaugen gingen hin und her wie bei einem Tennisspiel, während das königliche Tier äusserlich völlig unbeeindruckt unter dem Couchtisch thronte. Hihihi. Währenddessen unterhielt Frida alle Anwesenden mit "kalja kalja" Reden und ass zum ersten Mal in ihrem Leben einen Löffel Geburtstagstorte. Das erstaunte Gesicht war unbeschreiblich...

Freitag, 11. April 2008

Verschwunden...

Letzte Nacht war das Baby plötzlich verschwunden. Ich wache ja alle gefühlte zwei Stunden auf, entweder, weil ich selbst wegen Fridas Plüschtierdasein viel zu viel in der Koje liege oder weil man mir keinen Platz im Bett lässt oder weil sich ein steinharter Riesenschädel in meine Brustgegend bohrt. Jedenfalls sass ich letzte Nacht senkrecht, als mein routinemässiges Tasten kein Ergebnis brachte. Noch mal getastet, nix. Mit meinen minus 7 Dioptrien in die Dunkelheit gestarrt - nix. Aufgesetzt. Und Panik bekommen. Wo ist bloss das Kind hin??? ¨

Statt entführt oder aus dem Bett gefallen zu sein, lag das kleine rosarote Eulenanzug-Bündel falsch herum in seiner eigenen Falle und schnarchte. Zumindest für eine halbe Stunde, bis man die Mama wieder vermisste. Aber wie sie da reingekommen ist und vor allem lautlos, ist mir ein totales Rätsel. Wahrscheinlich aufgewacht und schlaftrunken, auf allen vieren und mit abknickendem Kopf durch das Bett getapst und dann einfach umgekippt - genauso wie viele male vor dem Einschlafen - und dann überraschenderweise weitergepennt, aber das alles lautlos??? Ohne Weinen? Und in die falsche Richtung? Ich muss mich wirklich nachts immer so hinlegen, dass sie über meine Beine muss, wenn sie orientierungslos in Richtung Abgrund wankt.

Eigenes Bett wäre schon gut, auch wenn ich mich vorgestern mal wieder über die Tante vom Schlafzentrum grün und blau geärgert habe, die wenige Monate alte Babys mit Macht in ihre eigenen Zimmer verfrachten und das Problem "ausheulen" lassen will. Aaargghh... am Tage soll man sie verwöhnen, herumtragen und auf dem Schoss halten und nachts wegsperren, ganz toll. 20% der Kinder brauchen halt auch nachts die Mama... genauso wie es ausserhalb Westeuropas wahrscheinlich gang und gäbe ist. Vor allem bin ich optimistisch, weil Frida sich ja wirklich in die richtige Richtung entwickelt: sie schläft jetzt fast täglich zwei Stunden draussem im Kinderwagen, krabbelt von selbst in ihr Bett und ihr Schlaf ist sehr viel tiefer geworden. Wenn sie denn erstmal flach liegt *lach*

Ausserdem hat Frida von gestern auf heute ganz neue "Wörter" gelernt. Jetzt sagt sie nicht nur gugn gugn und gagel gagel, sondern ständig "kott kott" wie ein Huhn! Ich könnte mich scheckig lachen. Ausserdem referiert sie jetzt beim Spielen stundenlang mit so einer niedlichen Mickymausstimme. Es hört sich an wie japanisch, eigenartige Laute mit richtiger Artikulierung, die Stimme geht hoch und runter wie bei Erwachsenen und dabei schaut sie uns an und gestikuliert, dass es eine wahre Freude ist. Zwischendurch lacht sie dann hysterisch los oder grinst einfach vor sich hin oder schmeist den ganzen Körper nach hinten, weil sie sich so freut. Stehen kann sie ja auch schon fast perfekt, wenn sie sich irgendwo festhalten kann. Koiti koiti huuguuaa gign ging huia jiukotti chrrrojojokott koit dja dja kotcha juajei viii hoihoi kotch kotch... kann einer das mal übersetzen?

Donnerstag, 10. April 2008

Expresslieferung...

Ich habe heute mein Schlepptop wiederbekommen! Einen Fehler haben die HP Nerds angeblich nicht gefunden, aber dank niegelnagelneuer Festplatte (die wäre dank Schweine- und Hundehaaren es sicher bald wieder hops gegangen) und BIOS Update komme ich jetzt wieder ins Netz. Und neeeein, es lag nicht daran, dass der Schieber für "wireless on" deaktiviert war - wobei ich mich gewundert habe, dass die vom Telefonsupport nie danach gefragt haben. Blond bin ich zwar nicht, aber musste auch einmal lange suchen, bis ich zufällig das winzige Ding vorn an der Tastatur gefunden habe =)

Ansonsten waren Frida und ich heute wieder beim Babycafé in der Tourutupa. Und wir sind kurz durch Heikkilä gefahren und haben geguckt, ob da in irgendeinem Hof sich besonders viele Spielsachen stapeln oder irgendwo vier wildgewordene Minipimfe durch die Gegend battern. Den Früherziehungsplan der 15 Tagesmütter in Heikkilä, Puuppola, Jylhänperä und Ollila habe ich nämlich schon im Netz gefunden. Und der ist wirklich beeindruckend. Wenn die das alles umsetzen, und davon gehe ich bei der Ehrlichkeit und Bescheidenheit der Finns mal aus, ist das ein weitaus besserer Platz für Frida als unsere eigene Familie, hahaha.

Die gehen viel spazieren, basteln mit den Kindern, kochen Hausmannskost, pflegen den Garten, stromern im Wald, auf Spielplätzen und am Seeufer herum, füttern auf dem Land Kühe, gucken Gänschen beim Wachsen zu, singen, tanzen und lesen vor und was weiss ich, was man noch so machen kann. Auserdem besucht man sich gegenseitig und schaut auch einmal in der Woche im Kindergarten Ollila vorbei. Besonders gut hat mir die Naturverbundenheit gefallen, der sie sich verschrieben haben. Und dass auch Kinder aus anderen Kulturkreisen erwähnt wurden. Und überhaupt klingt alles sehr professionell, aber gerade für die ganz kleinen auch total liebe- und verständnisvoll. Ich glaube, Madamchen wird da doch ganz gut aufgehoben sein.

Mittwoch, 9. April 2008

Eine Familie für Frida...

Heute hat seit langer Zeit mein Handy mal wieder geklingelt. Ich wollte schon die Lautsprecher anstellen und das Ding auf dem Küchentisch legen, um kichernd zu verfolgen, wie der nervende Zeitungsverkäufer am anderen Ende "hallo? hallo? ist da jemand???" ruft, nachdem er seinen 10minütigen Verkaufsmonolog heruntergerasselt hat, als die Worte "Frida" und "hoitopaikka" doch noch in meine Gehirnwindungen fanden. Die Frau wollte etwas zu Fridas Kindergartenantrag wissen, uuuups. Mama sofort ernst geworden - äähm, das ist ja bald soweit.

Also, es gibt wohl hier dank Babyschwemme in der unmittelbaren Umgebung keine Pflegefamilie für unser Baby, ääähm Kleinkind, aber wir könnten ab August einen guten Platz in Heikkilä bekommen. Also auch in Palokka, aber ungefähr 4 km weiter nördlich. Dort sind jetzt zwei Dreijährige und ein zweijähriges Mäuschen, die dann Fridas Tagesgeschwister würden. Genau wie im Kindergarten eine Betreuerin auf 4 Kinder, die alle in einem bestimmten Alter gestaffelt sein müssen. Von deutschsprachigen Familien wusste sie nichts, wollte aber in Jyväskylä noch einmal nachfragen. Wir sind ja berechtigt, sowohl im ehe nicht mehr lange existierenden Landkreis und in der Stadt Plätze zu beantragen. Jedenfalls habe ich erstmal zugesagt.

Nun müssen Männe und ich auf die schriftliche Bestätigung warten und dann laufen wir da persönlich auf. Hoffentlich ist die Tante nett, kennt sich mit Kindern aus und weiss unser extrem anhängliches, gern mal quengelndes, oft ungeduldiges, aber ganz liebes und sonniges Mädchen zu nehmen, ohne ihre Persönlichkeit ganz zu verfinnen *ggg* Hoiffentlich macht sie die Betreuung nicht nur, um wegen ihrer eigenen Kiddies zuhause sein zu dürfen, sondern aus Überzeugung. Hoffentlich hat sie viel Erfahrung, ist aber auch nicht zu altmodisch. Aber vielleicht haben die da auch einen besseren Rhytmus als wir. Und sie bekommt richtig finnisches Essen statt meine Tiefkühlschrankkocherei. Hoffen wir es.

Ansonsten gibt es immer noch die Möglichkeit, dass Mika mit Frida zumindest im Herbst noch zuhause bleibt. Oder noch länger. Bis zu 3. Lebensjahr bekommt man ja hier eine "Herdprämie", wenn man keinen staatlichen Betreuungsplatz in Anspruch nimmt. Das sind in unserem Fall sage und schreibe 450 bis 550 e im Monat, sehr viel Geld. Dazu würde man die 200 e Krippenbeitrag einsparen. Wenn also Männe für 700 e arbeiten gehen würde, wären wir mehr als blöd.

Also, entweder richtige Jobs im September für uns beide und Pflegefamilie für Frida *aaarggghhh* oder halt weniger Kohle, mit der wir allerdings erfahrungsgemäss super auskommen würden, und unsere Kleine bleibt noch zuhause. Wobei ich ja auch immer sage, dass Geschwister, eine professionelle Kinderhütetante, regelmässige Spaziergänge, echt finnische Mahlzeiten, mehr Routine und richtige Spielideen ihr ganz bestimmt nicht schaden. Andererseits mögen so kleine Kinder ja noch ihr gewohntes Zuhause, alltägliche Dinge, lange Morgende im Bett und Ruhe...

Wir entscheiden das im Juni. Vielleicht dreht Männe ja schon nach einer Woche allein mit Kind zuhause am Rad *ggg* Oder ich drehe durch, weil sich hier der Müll stapelt, das Kind vollgesch.. Windeln hat, stundenlang vor dem TV sitzt, vor Hunger weint und abends immer noch im Pyjama herumläuft. Auf jeden Fall wurde uns jetzt die Entscheidung abgenommen, ob wir eine Pflegefamilie oder einen Kindergarten für unser Mäuschen wollen. Sehr gut. Ich bin ja mal gespannt, wie das alles wird. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich sie den Sommer noch zuhause ist. Wo ist nur die Zeit geblieben?

Dienstag, 8. April 2008

Regenzeit...

Der schöne sonnige Freitag war nur ein kleiner Vorgeschmack auf den Sommer. Oder sagen wir, ein falscher Ausblick. Der wirkliche finnische Sommer sieht nämlich so aus, dass es dann, wenn man Urlaub hat, garantiert wochenlang wie aus Kannen giesst. Deshalb haben wir ja auch so viele Moore hier. Nur dann, wenn man arbeitet, ein winzig kleines, empfindliches Baby hat oder in Deutschland auf Heimaturlaub ist, lugt die Sonne hervor, es werden 30 Grad und man weiss vor Hitze nicht wohin. Achja, und Mücken gibt es im Sommer natürlich auch massenhaft - das vergesse ich jedes Jahr aufs neue und werde dann böse überrascht, wenn ich mich in Shorts irgendwo an einen See knallen möchte =)

Jedenfalls regnet es seit Freitag unaufhörlich und in Strömen. Das trägt zwar dazu bei, dass der elendige dreckige Schnee endlich richtig schmilzt, sorgt für frische Luft und dafür, dass es auf den Strassen nicht mehr so furchtbar staubt. Aber fürs Spazierengehen ist das viele Wasser gar nicht förderlich. Weder für Hund noch Baby. Auch wenn man ja immer sagt, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlecht angezogene Leute gibt. Und jetzt ist der Moment gekommen, wo ich stinkwütenderweise erwähnen muss, dass im supersportlichen Finnland sämtliche Spaziergeh- und sonstigen Sportanzüge nur in winzigen Grössen erhältlich sind. Von S bis M, in Ausnahmefällen vielleicht noch L. Stand sogar bei uns als Leserbrief in der Zeitung. Dabei hätten gerade Leute wie ich mit Konfektionsgrösse Z es dringend nötig, draussen herumzurennen.

Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes schreiben. Nämlich, dass Frida schon zweimal in ihrem eigenen Bett gepennt hat. Natürlich nicht freiwillig, aber ich habe sie überlistet, indem ich das tief schlafende Kind einfach 30 cm weiter geschoben und 10 cm mehr abgesenkt habe, als ich das sonst nachts gemacht habe. Sonntag vormittag hat sie dann 3 Stunden und Montag nacht 30 Minuten in ihrer eigenen Falle verbracht. Jippiiii! Und so niedlich. Jaaa, ich weiss, das das in Familien mit normalen Babys der Normalzustand ist =) Und sie hat gelernt, dass man Bücher auch aufklappen und die darin befindlichen Bilder angucken kann, statt nur am Einband herumzusabbern. Beziehungsweise sie mit grünlichem Nasenschleim zu verzieren... okay, ich höre auf =)

Freitag, 4. April 2008

Oh happy day...

Was für ein schöner Tag! Ich vergesse immer, wie schön es hier im Frühling ist. Wenn die Sonne scheint, der Schnee überall schmilzt und es bis 21 Uhr abends hell ist *hachja* Wenn die Terassis aufmachen, man Wäsche draussen trocknen und nach und nach die Schweine raussetzen kann. Wenn der Cider besser schmeckt, die Fenster im Sonnenschein vor Dreck strotzen und die Zeitungen mit Beschwerden über geschmolzene Hundekacke gefüllt sind. Wenn es vom trocknenden Wintersplitt grässlich staubt, die Raben zurückkommen und sich die ersten Gierschpflänzchen aus der Erde schieben. Wenn man spazieren gehen kann, ohne auszurutschen und wenn man keine Jacke mehr braucht. So liebe ich mein Finnland.

Eigentlich könnte man dann die ganze Welt umarmen. Und vielleicht liegt es daran, dass ich 2001 hier zum ersten Mal genau zu der Zeit hier Urlaub gemacht habe und damals total verliebt war. Aber neee, im Jahr davor war es genauso schön, mit den Spaniern am Seeufer zu sitzen und sich die ersten Sonnenstrahlen auf den Pelz brennen zu lassen. Und im Jahr darauf ganz allein nachts im Hellen in die Bars zu stiefeln. Und noch ein Jahr später mit Mika und einem uralten Mitsubishi in der Botanik herumzudüsen. Und letztes Jahr schnaufend mit einem dicken Bauch durch die Gegend zu krauchen und sich auf die Elternzeit und einen kleinen Hugo zu freuen.

Und jetzt haben wir ausser Frühlingsgefühlen natürlich auch den totalen Energieschub. Wäsche wird gewachsen, dass das Maschinchen stöhnt, im Hof der letzte Schnee zertrampelt und weit verstreut, damit es schneller taut und ich möchte ständig mit dem Baby oder mit Nelson spazierengehen. Gestern haben wir das Schlafzimmer aufgeräumt. Frida hatte sich ja im wachen Zustand ständig über das Geländer des Gitterbettchens gelehnt, was als Barriere neben dem Familienbett steht. Einerseits möchte sie dort hinein und ihre Plüschtiere und Bücher angucken, andererseits weint sie, sobald sie merkt, dass sie nicht mehr bei der Mama ist.

Also haben wir die eine Seite abgeschraubt, so wie es im Sommer war. Damit sie nicht ganz so tiefliegt, habe ich Nelsons alte Matratze aus dem Speicher geholt und passend zugeschnitten. Doch gut, so einen Krempel überhaupt aufzuheben. Wo ich schonmal beim Schneiden war, musste dann auch ein neues Laken her. Wir haben beschlossen, nur noch Spannbettlaken zu verwenden - trotzdem konnte Susku natürlich die alten einfachen Laken (okay, max. 5 Jahre alt...) nicht wegwerfen. Im Bastelfieber wurde aus einem limegrünen grossen Elternlaken ein kleines Fridalaken, zwei grosse Schleifen für die Stirnseite und ein Himmel, der sich über das ganze Bettchen wölbt. Hach wie schön. Meine Bastelleidenschaft war ja in Teeniezeiten schlagartig erstorben, als ich feststellte, dass meine mehr oder wenig erfolgreichen Bastelleien ja auch irgendwo untergebracht werden müssen =)

Aber jetzt kann ich meine Kreativität ja an meinem Kind auslassen. Frida spielt für ihr Leben gern in ihrem neuen Bettchen mit Moppi, Lars Eisbär und dem hornlosen Einhorn. Rollt herum, guckt, untersucht alles und lacht. Nur zum Schlafen muss man natürlich in Mamas Armbeuge kriechen und an der Milchbar nuckeln, aber das wird vielleicht doch noch. Jetzt wo Friederikchen zumindest selbst entscheiden kann, wo sie gern sein möchte. Und in sooo einem schönen Nest fallen dann vielleicht doch mal die Augen zu (Optimistin!).

Heute haben wir dann einen ganz langen Spaziergang rings um den Heinämäkier Pferdehof gemacht. Frida hatte den ersten Tagesschlaf einfach ausgelassen, weil Oma und Opa hier waren (um endlich mal die hohen Bücherregale an die Wände zu schrauben, puuuh) und man auch überhaupt ständig spielen und hopsen muss, statt zu pennen. Nicht mal im Auto gingen die Augen zu. Gegen 18 Uhr wurde man dann hundemüde und wir beschlossen spontan, bei dem schönen Sonnenschein noch spazierenzugehen. Frida war so fertig, dass sie schon einschlief, als ich sie im Flur nur in den Wagen setzte. Ein Bild für die Götter! Noch göttlicher war dann, dass sie sich auch nach mehreren 100 m Fahrt nicht nach hinten legen lassen wollte, sondern lieber vorübergebeugt im Wagen schnarchte. Ich habe nur noch gelacht. Was wohl die anderen Leute von uns denken....

Wieder zuhause angekommen, hat das Mäuschen noch zwei Stunden draussen im Wagen gepennt, während ich CDs sortiert, Kaffee getrunken und den Schweinies eine Sommerfrisur verpasst habe. Ausserdem konnte ich den verfilzten Hund bürsten und im Garten eine Wäscheleine ziehen, so dass ich mit nassen Decken und Bezügen nicht womöglich das Baby alleinlassend auf den Hof rennen muss. Und gebloggt habe ich auch. Wenn das doch immer so klappen würde! Richtig Freizeit für die Mami statt gemeinsamem Faulenzen im Ehebett...

Achja, und wir haben endlich mein geliebtes Schlepptopp zur Reparatur gebracht. Die Netzkarte darin funzt schon seit zwei Monaten nicht mehr, weshalb ich hier auch immer erst mit Verzögerung Bilder poste, aber da meiner einer zu schüchtern ist a) zu Kodin Ykkönen zu fahren um das Ding zu reklamieren, b) um beim HP Kundendienst anzurufen, der laut a) für Reklamationen zuständig ist und c) Männes Computerexpertenfreund hierher zu beordern, damit der bei b) hilft, hat das eben so lange gedauert. Jetzt ist mein bester Freund Valtteri in den Händen der finnischen Post und ich hoffe, dass er das alles überlebt. Von den tausenden Frida-Fotos auf meiner externen Festplatte ganz zu schweigen...

Donnerstag, 3. April 2008

Ein Schweinchen mehr...

Wir haben ein Schweinchen mehr in unserem Haushalt. Nein, kein Meerschweinchen. Sondern eins mit Fast-Glatze, Grinseschnute, Stupsnase und schönen blauen Augen. Inzwischen ist es nämlich so, dass wir überhaupt gar keinen Besuch mehr empfangen können. Nicht nur, dass die Bude aussieht wie nach einem Bombenanschlag, sondern auch das Baby erinnert mehr an ein verlottertes rumänisches Strassenkind als an eine wohl behütete westeuropäische Wohlstandsgöre.

Man stelle sich vor, dass das Kind momentan lernt, Milch aus einer Nuckelflasche oder einem Glas zu trinken. Das ganze sprüht aus dem Mund, gluckert zwischen den Lippen hervor oder läuft aus der mal schnell zu Boden gefeuerten Flasche. Lachendes Schnäuzchen in weiss. Dann hat Frida mal wieder Schnupfen (der 4. dieses Jahr). Also läuft grün-gelber Rotz aus der niedlichen Rüsselnase. Den man als Baby natürlich mit den Fäustchen überall im Gesicht verteilen muss, ehe die Mama das Tempo gezückt hat (oder irgendeinen beliebigen in der Nähe herumliegenden Lappen).

Dazu kommt ein 30kg Fellberg, der im Mai unbedingt seinen Wolfsoverall gegen schicke Sommerkleidung wechseln möchte und dementsprechend bergeweise Haare in der Wohnung herumschmeisst. Die dann wie magnetisch angezogen an Fridas Body, Hose und den Händen landen. Und - Ihr ahnt es schon - mit den Fäustchen im Gesicht verteilt werden. AAaaaaah, lecker!!! Besonders wenn das ganze eintrocknet. In Läden, im Auto oder im Bett.

Dazu kommen wahlweise noch tiefdunkle Heidelbeerpampe, klebriger Kartoffelbrei oder zermantschte Maissisnacks. Die auch gern mal in den Haaren verteilt werden. Mama wechselt im Stundentakt die Babyklamotten und sucht ständig nach diversen Waschlappen, aber das Baby saut sich schneller ein, als die Polizei erlaubt. Hach, war das doch schön, als sie noch lieb und platt auf der Decke lag... (wann war das eigentlich - war doch Frida immer nur auf dem Schoss zufrieden =)

Mittwoch, 2. April 2008

7, 5, 6...

Bei uns gibt es doch so ein nettes Spielchen namens Rekkaribongaus. Das heisst, man muss Autoschilder in aufsteigender Reihenfolge suchen. Finnische Schilder bestehen in der Regel aus drei Buchstaben, Bindestrich und dahinter ein- bis dreistelligen Zahlen, wobei man anhand der Buchstaben nicht (mehr) erkennen kann, woher das Auto kommt und wobei ein Auto, soviel ich das mitbekommen habe, auch mit dem gleichen Kennzeichen weiterverkauft wird. Soviel dazu.

Männe zählt schon jahrelang mit und ist jetzt bei 62 angekommen, während ich erst im Herbst angefangen habe und es dauernd wieder vergesse. Auf den Verkehr achten soll man ja auch noch. Angefangen habe ich eigentlich auch nur, weil auf unserem Hof ein Auto mit der Nummer 1 sein Zuhause hat. Und weil ich danach mehr zufällig die 2 und 3 gesehen habe. Zu Ostern stand dann am Hafen ein Auto mit der 4. Nach monatelanger Suche, jippiii! Und vorgestern, als ich so gemütlich nach JKL gefahren bin und auf jedes mir entgegenkommende Schild geglotzt habe, war da ein altes Auto mit der 5. Ich brüllte vor Freude los und machte "Gib mir fünf" mit Frida (ihr neues Lieblingshobby). Cool.

Dass mir 100 m weiter ein türkisfarbener Kleinbus mit der 6 entgegenkam, konnte ich schon fast gar nicht mehr glauben. Und wenn ich jetzt noch schreibe, dass ich am gleichen Tag morgens die 7 gesehen hatte... aber das gildet ja nicht, man muss sie in der richtigen Reihenfolge sehen =) Das gleiche Spiel haben wir übrigens spasseshalber auch im Urlaub in Halberstadt gespielt und sind an einem einzigen Tag bis zur 58 gekommen! Ist also in deutschen Gefilden keine Herausforderung...

Dienstag, 1. April 2008

Notmeeris und mein Zwergi...

Mir fällt keine gescheite Überschrift ein... es ist wieder einmal 6 Uhr morgens und Susku ist hellwach, obwohl sie erst Mitternacht im Bett war - also die andere Seite des Extrems. Kaum schläft Frida durch, hält die Mama Nachtwache und andersherum, hahaha. Die letzten Tage sind wieder einmal wie im Flug vergangen. Am WE war zwar Mika zuhause, aber wir haben nicht viel unternommen, sondern einmal so richtig alle fünfe gerade sein lassen. Das einzige wirklich Produktive, was ich zustande gebracht habe, ist, dass ich ungefähr 50 Tierheimschweine ergoogelt und bei www.notms.org eingetragen habe. Hoffentlich finden die Quiezer ein gutes Zuhause!

Ausserdem ist der Spätwinter, den wir letzte Woche hier hatten, in wunderschön sonniges Tauwetter übergegangen. He, wer sagt es denn! Die riesige Schneewehe (Dünen gibt es auf deutsch ja nur beim Sand *ggg*) in unserem Garten ist schon auf die Hälfte zusammengeschnurzelt und auch in den Wäldern sieht alles sehr braun und matschig aus. Das ganze Phänomen - nachts kalt und tagsüber im Sonnenschein bis zu 20 Grad - sorgt allerdings wieder einmal dafür, dass es auf den Wegen spiegelglatt ist. Besonders auf unserem Hof. Selbst der Streusplitt hilft da nicht, weil er sich in kurzer Zeit in der Sonne erwärmt und dann in die Eismasse einsinkt. Muss ich also mein Auto mal wieder bis vor die Haustür fahren, wenn das noch nicht des Laufens kundige, aber höchst absturzgefährdete Baby dabei ist...

Gestern waren Frida und ich dann wieder einmal bei der Neuvola. Diesmal war es richtig schön, weil nach langer Zeit mal wieder unsere eigentliche Betreuerin dort war. Die dauernd "sitten niin" sagt und mich mit ihrer weichen, besorgten und tüddeligen Kindergartentantenart (ich entschuldige mich hiermit schon mal vorbeugend bei meiner Lieblingscousine, die Erzieherin ist) bestenfalls zum Grinsen und schlimmstenfall total auf die Palme bringt =) Aber an den Ton muss ich mich als Mami wohl gewöhnen. Wir haben richtig lange geredet, sie hat zig Fragen gestellt - alles das, was man im deutschen Internet über die Neuvola liest und worauf ich schon lange gewartet hatte - und ich fühlte mich nach längerer Zeit mal wieder dort sehr gut aufgehoben. Ob es daran lag, dass Männe nicht mit war? Laut finnischen Babyzeitschriften sollen die ja doch noch nicht sooooo daran gewöhnt sein, dass die Papis mitbetreut werden müssen...

Jedenfalls ist Frida gesund und ihre Erkältung auch nicht mehr schlimm, nur ihr Wachstum stolpert ein bisschen vor sich hin. Seit Anfang Februar ist sie nur ungefähr einen cm gewachsen und hat nur ca. 100 g zugenommen. Das Gewicht stört mich nicht so, weil ich dachte, dass sie durch ihre ständige Hampelei eh dünner geworden ist. Und genug Speckreifen hat sie ja immer noch. Aber die Länge... mmmh. Mika ist besorgt, weil in seiner Familie mindestens zwei Jungs anfangs sehr klein gewesen waren und behandelt werden mussten. Andererseits ist es natürlich so, dass Kinder in Schüben wachsen. Und dass Frida durch ihre beiden Erkältungen vielleicht etwas zurückgesetzt wurde.

Auf jeden Fall sollen wir jetzt versuchen, vier feste Mahlzeiten zu geben und in einem Monat wird wieder nachgeguckt. Mal sehen, wie ich das mache, wo sie durch ihre Brustnuckelei zum Einschlafen immer relativ satt ist und überhaupt an allem ausser Haferbrei und Obst herummäkelt. Beziehungsweise sogar dabei kaspert und mit den Händen wedelt, statt sich das Futter in die Schnute schieben zu lassen. Und wo sich die drei Mahlzeiten momentan eh noch daraus ergeben, wann sie wach ist. Aber vielleicht klappt das alles automatisch, wenn sie mehr Tagesschläfchen weglässt. Ich hoffe ja, dass sie nicht wie als Neugeborene deshalb schläft, weil sie Energie sparen will. Neee, nach Energiesparen sieht das Duracellhäschen gar nicht aus *lach* Drückt Daumen, dass alles okay ist.

Abends waren wir noch beim Palokkaer Babycafë, haben übers Stillen und andere Tücken des Babyalltags gesprochen, dann habe ich mein Schlepptop bibbernderweise von allen wichtigen Dateien befreit und die Wohnung in einen vorzeigbaren Zustand gebracht. Wenn nur die Hundehaare nicht wären - der Opihund stellt sich offensichtlich auch auf den Sommer um. Zusammen mit der Uhrzeit, haha.