Sonntag, 12. Juli 2009
Samstag, 11. Juli 2009
ABC + Lemmikit...
Ich muss zugeben, dass mir Nelson nicht wirklich gefällt, er hechelt immer noch zuviel und ich überlege ständig, was ich für seine verstopften Ohren machen könnte. Und ich sehe mit Besorgnis, dass er den Kopf ab und zu schief hält (Ohrenschmerzen...) und dass seine Hinterbeine ihn nicht immer tragen wollen, dass er irgendwie wacklig ist. Mal sehen, wie er sich entwickelt. Vielleicht können wir dann eines Tages einfach ganz in Ruhe den Tierarzt anrufen und der kommt zum letzten Mal hier vorbei. Erstmal Urlaub, meine Eltern her (die können auch noch mal ihre Meinung abgeben, sie sehen Hundi ja nur selten und nehmen Veränderungen daher eher wahr) und das Mökki und dann sehen wir weiter.
Aber ich muss etwas anderes schreiben, oder vielleicht zugeben. Don't mourn the living und natürlich ist Nelson der beste Hund der Welt... aber ich habe die letzten Wochen wirklich damit zugebracht, mir verschiedene Katzen anzugucken. Meine jahrelangen Lieblinge, die Maine Coons und ihre puschligen Verwandten der Sibirierfraktion. Und dann Ragamuffins, eine ziemlich neue Rasse, die noch ganz selten ist, aber durch Sanftheit und Ruhe glänzt und damit ganz gut zu den Nagertieren hier passen würde. So ähnlich wie die Ragdoll, aber in allen verschiedenen Farben. Und dann natürlich die ausgesetzten und vergessenen Miezis im Turvakoti Magenda, bei Pelastetaan Koirat und Rekku Rescue.
Eigentlich hatte ich da schon im letzten Juli, als Nelson operiert wurde, einen knallroten estnischen Kater im Visier. Mehr oder weniger ernst, niemals als Ersatz für Nelson, sondern um mich an irgendeinem Strohhalm festzuhalten, um wenigstens irgendetwas positives für die Zukunft zu sehen. Blöd zu erklären, aber es musste einfach etwas geben, auf das ich mich freuen konnte - und das waren damals und sind jetzt grosse, halblanghaarige, puschlige Katzen. In rot oder schildpatt oder blau... klar, die kosten 600-800 Euronen und ich will ja eigentlich den heimatlosen Viechern helfen und überhaupt ist der liebe Hund ja noch da, aber gucken kann man ja mal.
Männe hat mir übrigens schon vor fünf Jahren eine kleine rotgestreifte Plüschkatze namens Artturi geschenkt, als ich unter unerklärlicher Katzensehnsucht litt. Irgendwann hatten wir auch mal ein Angebot für eine graugetigerte Langhaarkatze, aber die konnte ich unter schweren Kämpfen noch absagen *ggg* Später, wenn wir unser eigenes Haus haben, möchte ich unbedingt zwei Miezis. Oder jetzt, wenn der Nelson weggegangen ist... sie wird keinen Hund ersetzen, Katzen sind überhaupt ganz anders, aber wir sind momentan wirklich nicht die perfekte Hundefamilie. Zu wenig Zeit und Geld und Platz...
Na, ich sollte langsam zum Thema kommen... heute sind wir früh aufgestanden und haben so einen richtig schönen Urlaubstag (meinen ersten!) verbracht. Erst zu ABC nach Vaajakoski gefahren um Frühstück zu essen. Darauf wurde dann angesichts unserer knurrenden Mägen doch schon das Mittagessen. Um 10:30 *lach*, ich glaube, es gibt kein Volk in Europa, dass sich so früh schon den Mittagstisch hinter die Kiemen schiebt =) Dann Proviant eingekauft und weiter zum Ysitien Lemmikkipuisto gefahren, dem kleinen Zoo in Leppävesi.
Ich wollte dort noch einmal hin, weil der Platz einfach wunderschön ist, wenn man kleine Kinder hat (Erwachsene sind da in 10 min durch...) und auch, weil dort dieses rosafarbene Katzenbaby war. Mit halblangem Fell, die wollte ich unbedingt Männe zeigen, weil ich doch genau so eine auch irgendwann haben möchte. Und die beiden roten Kurzhaarmiezen, ihre Geschwister und die anderen beiden grauen, die wir mit dem deutsch-finnischen Verein im Mai bewundert und beschmust hatten. Damals musste ich mich übrigens tagelang davon abhalten, zum Telefon zu greifen und nachzufragen, was die mit den Katzen nach dem Sommer machen...
Jedenfalls rannte dort heute eine langhaarige rote Katze rum und ich staunte, wie gross mein Schatz doch schon geworden war. Wow, die wachsen aber schnell. Dann sahen wir die anderen Kätzchen - alle mächtig gewachsen, aber doch noch sehr klein. Also war die das nicht... aber wo war das rosa Miezenkind? Überall Kinder, die Katzen streichelten... und dann lag sie da, schlafend in einem Schuppen und liess sich schnurrend von zwei Jungs durchknuddeln. Immer noch so schön. Frida und ich setzten uns dazu, nahmen sie auf den Arm und genossen den Moment. So eine Schönheit und so lieb...
Draussen unterhielt sich eine Frau mit der Tierpflegerin. Ein vorwitziger Kater war in den unteren Korb von deren Kinderwagen geklettert und schien sich dort pudelwohl zu fühlen. Die Kinder waren hin und weg und ich hörte, wie die Pflegerin halb im Spass vorschlug, dass sie den Kleinen doch mitnehmen könnten. Häh? Die gaben die also doch ab... die Frau war überhaupt nicht abgeneigt, erzählte von ihrem Schäferhund zuhause und dass sie tatsächlich schon lange eine Katze gewünscht hätte. Ob sie? Sie muss noch darüber schlafen und den Mann anrufen.
Die Pflegerin berichtete dann, dass die Kätzchen schon seit vielen Wochen praktisch von Besuchern "reserviert" worden seien, aber zwei sich nicht mehr gemeldet hatten. Meine Ohren spitzten sich. Die gaben sie also doch ab... (bis hierher am Sonnabend abend gekommen)
Aber ich muss etwas anderes schreiben, oder vielleicht zugeben. Don't mourn the living und natürlich ist Nelson der beste Hund der Welt... aber ich habe die letzten Wochen wirklich damit zugebracht, mir verschiedene Katzen anzugucken. Meine jahrelangen Lieblinge, die Maine Coons und ihre puschligen Verwandten der Sibirierfraktion. Und dann Ragamuffins, eine ziemlich neue Rasse, die noch ganz selten ist, aber durch Sanftheit und Ruhe glänzt und damit ganz gut zu den Nagertieren hier passen würde. So ähnlich wie die Ragdoll, aber in allen verschiedenen Farben. Und dann natürlich die ausgesetzten und vergessenen Miezis im Turvakoti Magenda, bei Pelastetaan Koirat und Rekku Rescue.
Eigentlich hatte ich da schon im letzten Juli, als Nelson operiert wurde, einen knallroten estnischen Kater im Visier. Mehr oder weniger ernst, niemals als Ersatz für Nelson, sondern um mich an irgendeinem Strohhalm festzuhalten, um wenigstens irgendetwas positives für die Zukunft zu sehen. Blöd zu erklären, aber es musste einfach etwas geben, auf das ich mich freuen konnte - und das waren damals und sind jetzt grosse, halblanghaarige, puschlige Katzen. In rot oder schildpatt oder blau... klar, die kosten 600-800 Euronen und ich will ja eigentlich den heimatlosen Viechern helfen und überhaupt ist der liebe Hund ja noch da, aber gucken kann man ja mal.
Männe hat mir übrigens schon vor fünf Jahren eine kleine rotgestreifte Plüschkatze namens Artturi geschenkt, als ich unter unerklärlicher Katzensehnsucht litt. Irgendwann hatten wir auch mal ein Angebot für eine graugetigerte Langhaarkatze, aber die konnte ich unter schweren Kämpfen noch absagen *ggg* Später, wenn wir unser eigenes Haus haben, möchte ich unbedingt zwei Miezis. Oder jetzt, wenn der Nelson weggegangen ist... sie wird keinen Hund ersetzen, Katzen sind überhaupt ganz anders, aber wir sind momentan wirklich nicht die perfekte Hundefamilie. Zu wenig Zeit und Geld und Platz...
Na, ich sollte langsam zum Thema kommen... heute sind wir früh aufgestanden und haben so einen richtig schönen Urlaubstag (meinen ersten!) verbracht. Erst zu ABC nach Vaajakoski gefahren um Frühstück zu essen. Darauf wurde dann angesichts unserer knurrenden Mägen doch schon das Mittagessen. Um 10:30 *lach*, ich glaube, es gibt kein Volk in Europa, dass sich so früh schon den Mittagstisch hinter die Kiemen schiebt =) Dann Proviant eingekauft und weiter zum Ysitien Lemmikkipuisto gefahren, dem kleinen Zoo in Leppävesi.
Ich wollte dort noch einmal hin, weil der Platz einfach wunderschön ist, wenn man kleine Kinder hat (Erwachsene sind da in 10 min durch...) und auch, weil dort dieses rosafarbene Katzenbaby war. Mit halblangem Fell, die wollte ich unbedingt Männe zeigen, weil ich doch genau so eine auch irgendwann haben möchte. Und die beiden roten Kurzhaarmiezen, ihre Geschwister und die anderen beiden grauen, die wir mit dem deutsch-finnischen Verein im Mai bewundert und beschmust hatten. Damals musste ich mich übrigens tagelang davon abhalten, zum Telefon zu greifen und nachzufragen, was die mit den Katzen nach dem Sommer machen...
Jedenfalls rannte dort heute eine langhaarige rote Katze rum und ich staunte, wie gross mein Schatz doch schon geworden war. Wow, die wachsen aber schnell. Dann sahen wir die anderen Kätzchen - alle mächtig gewachsen, aber doch noch sehr klein. Also war die das nicht... aber wo war das rosa Miezenkind? Überall Kinder, die Katzen streichelten... und dann lag sie da, schlafend in einem Schuppen und liess sich schnurrend von zwei Jungs durchknuddeln. Immer noch so schön. Frida und ich setzten uns dazu, nahmen sie auf den Arm und genossen den Moment. So eine Schönheit und so lieb...
Draussen unterhielt sich eine Frau mit der Tierpflegerin. Ein vorwitziger Kater war in den unteren Korb von deren Kinderwagen geklettert und schien sich dort pudelwohl zu fühlen. Die Kinder waren hin und weg und ich hörte, wie die Pflegerin halb im Spass vorschlug, dass sie den Kleinen doch mitnehmen könnten. Häh? Die gaben die also doch ab... die Frau war überhaupt nicht abgeneigt, erzählte von ihrem Schäferhund zuhause und dass sie tatsächlich schon lange eine Katze gewünscht hätte. Ob sie? Sie muss noch darüber schlafen und den Mann anrufen.
Die Pflegerin berichtete dann, dass die Kätzchen schon seit vielen Wochen praktisch von Besuchern "reserviert" worden seien, aber zwei sich nicht mehr gemeldet hatten. Meine Ohren spitzten sich. Die gaben sie also doch ab... (bis hierher am Sonnabend abend gekommen)
Freitag, 10. Juli 2009
Lomalla...
So, heute Out of office reply angeschaltet und jetzt drei Wochen faulenzen. Wobei es ja auf Arbeit immer erholsamer ist als zuhause *flüster* Na, ich hab ja den Büroschlüssel hier, falls es ganz schlimm kommt =) Und ein paar Sachen wären da wirklich noch zu erledigen...
Donnerstag, 9. Juli 2009
Von der Schippe...
Eigentlich stand es fest, dass Nelson heute eingeschläfert werden sollte. Eigentlich wollte ich letzten Donnerstag schon dort anrufen und fragen, ob man den Termin nicht vorziehen könnte. Die Ohren stanken, es floss Blut und Eiter und der Hund hechelte von morgens bis abends, dass einem total die Nerven durchgingen.
Dann kam der Sonnabend, wo wir den kleinen Welpen gesehen hatten. Nelson fing an dem Tag im Hof an zu spielen und herumzuhüpfen, nachdem wir nach Hause gekommen waren. Der Sonntag, an dem er beim Spazieren vor und nicht hinter dem Herrchen lief. Montag und Dienstag, an dem er einen Riesenhunger hatte, alles beschnüffeln und untersuchen wollte, sogar Frida die Wurst aus der Hand geklaut hat, und ein Mittwoch, an dem er auch wieder total aktiv und interessiert war. Heute früh hechelte er auch nicht, als er neben mir auf dem Fussboden lag.
Klar, das linke Ohr ist immer noch verdreckt, aber insgesamt machte er einen weit besseren Eindruck. Ob das vom Kortison kommt? Von den Schmerztabletten? Weil es viel kühler ist? Auf jeden Fall steckte Männe mich nach und nach mit seinem Optimismus an. Heute früh flossen noch Tränen, aber dann fand ich eine Liste zum Beurteilen des Zustandes eines kranken Tieres und musste zugeben, dass vieles nicht zutraf und dass ich schon weit schlimmeres gesehen hatte. Vielleicht doch noch nicht... aber der Tierarzt würde entscheiden.
So kam es dann auch. Die Tante guckte in die Ohren (Matsch...), aber sagte auch, dass er eigentlich keinen sehr kranken Eindruck macht. Wir sollen ihm weiter Ohrentropfen geben und einfach mit der Situation leben. Wenn er abwesend ist, zusammenbricht oder leidet, dann wissen wir ja, wo wir hinmüssen. Ich wollte eigentlich heute einen radikalen Schlussstrich ziehen und auch meine eigenen Sorgen beenden, aber jetzt muss ich zugeben, dass ich heilfroh und grinsend vor dem PC sitze, hinter mir den schnarchenden Köter =)
Dann kam der Sonnabend, wo wir den kleinen Welpen gesehen hatten. Nelson fing an dem Tag im Hof an zu spielen und herumzuhüpfen, nachdem wir nach Hause gekommen waren. Der Sonntag, an dem er beim Spazieren vor und nicht hinter dem Herrchen lief. Montag und Dienstag, an dem er einen Riesenhunger hatte, alles beschnüffeln und untersuchen wollte, sogar Frida die Wurst aus der Hand geklaut hat, und ein Mittwoch, an dem er auch wieder total aktiv und interessiert war. Heute früh hechelte er auch nicht, als er neben mir auf dem Fussboden lag.
Klar, das linke Ohr ist immer noch verdreckt, aber insgesamt machte er einen weit besseren Eindruck. Ob das vom Kortison kommt? Von den Schmerztabletten? Weil es viel kühler ist? Auf jeden Fall steckte Männe mich nach und nach mit seinem Optimismus an. Heute früh flossen noch Tränen, aber dann fand ich eine Liste zum Beurteilen des Zustandes eines kranken Tieres und musste zugeben, dass vieles nicht zutraf und dass ich schon weit schlimmeres gesehen hatte. Vielleicht doch noch nicht... aber der Tierarzt würde entscheiden.So kam es dann auch. Die Tante guckte in die Ohren (Matsch...), aber sagte auch, dass er eigentlich keinen sehr kranken Eindruck macht. Wir sollen ihm weiter Ohrentropfen geben und einfach mit der Situation leben. Wenn er abwesend ist, zusammenbricht oder leidet, dann wissen wir ja, wo wir hinmüssen. Ich wollte eigentlich heute einen radikalen Schlussstrich ziehen und auch meine eigenen Sorgen beenden, aber jetzt muss ich zugeben, dass ich heilfroh und grinsend vor dem PC sitze, hinter mir den schnarchenden Köter =)
Sonntag, 5. Juli 2009
Ohne Gitter...
So, und weil wir von der frischen Waldluft noch nicht ganz ausgepowert waren, haben wir gestern abend noch unsere Bude umgeräumt. In der Stube wieder das Sofa vor die Fenster gerückt, damit mehr Platz zum Spielen ist, Meeris auf ihren neuen Unterbau, Fernseh an die andere Wand und Tonnen von Staubmäusen weggesaugt und dann war das Schlafzimmer dran. Gitterbett demontiert (ich weiss noch ganz genau, dass wir das gerade erst gekauft und aufgebaut hatten!), ausziehbares Kinderbettchen eingerichtet und endlich Männe gefragt, ob die unzähligen Kisten mit Fridas alten Klamotten nicht auch bei Oma und Opa stehen könnten.
Antwort war positiv, Männe opfert seinen alten Kleiderschrank dafür, und so sieht man endlich nach langer Zeit auch mal wieder den schlafzimmerlichen Fussboden. Wusste gar nicht, dass wir so schönes Laminat da haben... Frida hat derweil bei Oma geschlummert, schon zum zweiten Mal. Oder doch bei Tante Niina? Egal, irgendwen wird sie schon den Nachtschlaf geraubt haben *ggg* Auf dem Bild sieht man übrigens auch unser bewährtes Familienbett, drei Kojen nebeneinander =)
Antwort war positiv, Männe opfert seinen alten Kleiderschrank dafür, und so sieht man endlich nach langer Zeit auch mal wieder den schlafzimmerlichen Fussboden. Wusste gar nicht, dass wir so schönes Laminat da haben... Frida hat derweil bei Oma geschlummert, schon zum zweiten Mal. Oder doch bei Tante Niina? Egal, irgendwen wird sie schon den Nachtschlaf geraubt haben *ggg* Auf dem Bild sieht man übrigens auch unser bewährtes Familienbett, drei Kojen nebeneinander =)Samstag, 4. Juli 2009
Heppa + Hund...
Heute waren wir auf einem Pferde-Event in Sarvenperä, dem Nest, wo wir unter anderem gern hinziehen würden :) Die Pferde waren nicht so wichtig (meine Meinung), aber es gab viele andere Sachen zu sehen: frisch geschorene Alpakas, ein 4 Wochen altes Kälbchen, zwei zischende Gänse (Frida hatte grosse Angst!), drei Kaninchen, zwei Schafe, eine Ziege und ein paar Hühner.
Ausserdem jede Menge altertümliche und seltsame Maschinchen für Wald, Haus und Hof, ein paar Fressbuden (Makkara, Limsa, Kahvi + Pulla) sowie die Kuohuer Feuerwehr. Darüber drohte die ganze Zeit eine dicke schwarze Regenwolke und wir bibberten bei nur 9 Grad, aber insgesamt war es sehr schön. Vor allem, mal wieder im Wald zu sein, sonst kommt man ja kaum noch dazu. Tiita hat es auch gefallen, vor allem, mit ihren Cousinen Iida und Petra herumzutoben (sprich: sie zu kommandieren).
Danach hatte ich noch ein Aha-Erlebnis. Wir sind bei einem von Männes Bekannten vorbeigefahren, um eine Incar-Kamera für seinen morgigen Rallytesteinsatz abzuholen. Als er aus dem Auto sprang, wollte ich ihn noch warnen "Du, pass auf, dass hier kein Hund frei rumläuft". Bei so in der Wildnis stehenden Einfamilienhäusern weiss man ja nie... Und tatsächlich, als er vor dem Haus ankam, wuselte da etwas in Kniehöhe herum. Aber was!!! Ein Welpe!!!
Ein kleiner gelber Golden Retriever, noch ganz weich und rund und knuffig. Zu meiner grossen Freude kam der kleine Kerl dann hinter Männe zum Auto gerannt und ich konnte mich kaum noch einkriegen: ein Baby! Ein Hundebaby... erst zwei Monate alt. Pfoten auf meinen Schoss, gewinselt und geschnuppert und herumgewuselt und geguckt und gelacht und sich knuddeln lassen. Ich musste dann noch zweimal aus dem Auto, um das kleine Tier davon abzuhalten, geradewegs unter die Räder zu stolpern. Und um ihn zu knuddeln, das weiche Fell zu streicheln und mich sattzusehen.
Und dann sah ich plötzlich, dass er all das hatte, was Nelson mit der Zeit verloren hatte... eben ein richtiger kleiner lebendiger Hund, ein Freund des Menschen zu sein. Der beim Stehen ein Bein hebt, der hört und sieht und spielt und lacht und sich des Lebens freut und mit dem man tausend tolle Sachen anstellen kann. Nelson kann das alles nicht mehr und vielleicht war dies eine sehr wichtige Begegnung für meine angeknackste Psyche: dass er keineswegs in dem Zustand ist, in dem wir ihn immer noch gerne sehen würden, sondern dass er es vielleicht verdient hat, endlich seinen Frieden zu finden und zu den Sternen zu ziehen. Mmmh.
Zuhause sagte Mika noch, dass der alte Hund dieser Leute vor drei Monaten eingeschläfert werden musste, weil er einen Tumor im Auge hatte. Zufall? Vorsehung? Seit zwei Jahren, seit der Diagnose seines Herzfehlers, weiss ich, dass wir Nelson nur noch begrenzt haben, schleppe mich damit herum und kann ihn kaum noch ansehen, ohne mich innerlich zu verabschieden. Vielleicht wird der Donnerstag doch eine Erleichterung sein? Ein Loslassen?
Der kleine Golden hat zumindest gezeigt, dass es weitergeht, dass immer neues Leben entsteht und man vielleicht eines Tages darüber hinwegkommt. Sich freut, Nelson zumindest kennengelernt zu haben. Wir haben weder Zeit noch Geld für einen Welpen, aber vielleicht eines Tages? Oder wenn ich nur fest an das Welpi denke...
Ausserdem jede Menge altertümliche und seltsame Maschinchen für Wald, Haus und Hof, ein paar Fressbuden (Makkara, Limsa, Kahvi + Pulla) sowie die Kuohuer Feuerwehr. Darüber drohte die ganze Zeit eine dicke schwarze Regenwolke und wir bibberten bei nur 9 Grad, aber insgesamt war es sehr schön. Vor allem, mal wieder im Wald zu sein, sonst kommt man ja kaum noch dazu. Tiita hat es auch gefallen, vor allem, mit ihren Cousinen Iida und Petra herumzutoben (sprich: sie zu kommandieren).
Danach hatte ich noch ein Aha-Erlebnis. Wir sind bei einem von Männes Bekannten vorbeigefahren, um eine Incar-Kamera für seinen morgigen Rallytesteinsatz abzuholen. Als er aus dem Auto sprang, wollte ich ihn noch warnen "Du, pass auf, dass hier kein Hund frei rumläuft". Bei so in der Wildnis stehenden Einfamilienhäusern weiss man ja nie... Und tatsächlich, als er vor dem Haus ankam, wuselte da etwas in Kniehöhe herum. Aber was!!! Ein Welpe!!!
Ein kleiner gelber Golden Retriever, noch ganz weich und rund und knuffig. Zu meiner grossen Freude kam der kleine Kerl dann hinter Männe zum Auto gerannt und ich konnte mich kaum noch einkriegen: ein Baby! Ein Hundebaby... erst zwei Monate alt. Pfoten auf meinen Schoss, gewinselt und geschnuppert und herumgewuselt und geguckt und gelacht und sich knuddeln lassen. Ich musste dann noch zweimal aus dem Auto, um das kleine Tier davon abzuhalten, geradewegs unter die Räder zu stolpern. Und um ihn zu knuddeln, das weiche Fell zu streicheln und mich sattzusehen.
Und dann sah ich plötzlich, dass er all das hatte, was Nelson mit der Zeit verloren hatte... eben ein richtiger kleiner lebendiger Hund, ein Freund des Menschen zu sein. Der beim Stehen ein Bein hebt, der hört und sieht und spielt und lacht und sich des Lebens freut und mit dem man tausend tolle Sachen anstellen kann. Nelson kann das alles nicht mehr und vielleicht war dies eine sehr wichtige Begegnung für meine angeknackste Psyche: dass er keineswegs in dem Zustand ist, in dem wir ihn immer noch gerne sehen würden, sondern dass er es vielleicht verdient hat, endlich seinen Frieden zu finden und zu den Sternen zu ziehen. Mmmh.
Zuhause sagte Mika noch, dass der alte Hund dieser Leute vor drei Monaten eingeschläfert werden musste, weil er einen Tumor im Auge hatte. Zufall? Vorsehung? Seit zwei Jahren, seit der Diagnose seines Herzfehlers, weiss ich, dass wir Nelson nur noch begrenzt haben, schleppe mich damit herum und kann ihn kaum noch ansehen, ohne mich innerlich zu verabschieden. Vielleicht wird der Donnerstag doch eine Erleichterung sein? Ein Loslassen?
Der kleine Golden hat zumindest gezeigt, dass es weitergeht, dass immer neues Leben entsteht und man vielleicht eines Tages darüber hinwegkommt. Sich freut, Nelson zumindest kennengelernt zu haben. Wir haben weder Zeit noch Geld für einen Welpen, aber vielleicht eines Tages? Oder wenn ich nur fest an das Welpi denke...Freitag, 3. Juli 2009
Sommerferien...
Tiita hat die ersten Sommerferien ihres Lebens! Heute war der letzte Tag bei Laura, ab jetzt ist alles zu und evakuiert und unsere Maus hat frei. Unglaublich, wie schnell das Jahr vergangen ist. Gerade erst haben wir sie doch da abgegeben und sind total nervös, zittrig und aufgeregt in den Euromarket Mittagessen gefahren, bevor wir sie wieder abholen konnten. Und jetzt ist sie lieber bei ihren Freunden als zuhause, spricht sogar Mami und Papi versehentlich mit "Laula" an =)
In Finnland sind nämlich die meisten Kindergärten im Sommer geschlossen, weil eh fast alle Familien Urlaub haben. Die restlichen Kiddies werden auf einige wenige Betreuungsplätze aufgeteilt. Und weil alle das wissen, organisiert man eh irgendwie eine eigene Betreuung für die Sommerwochen, in denen man arbeiten muss - bei Oma, Tante oder beide Eltern müssen versetzt Urlaub nehmen. Was nicht Sinn der Sache ist und hart kritisiert wird, aber die Gemeinden sparen eben. Dank Rezession sind in diesem Jahr die Kindergärten, Polikliniken, Schwimmhallen und andere öffentliche Einrichtungen in Jyväskylä sogar noch länger geschlossen als sonst.
Aber uns stört es nicht so - Laura hat genauso vier Wochen Urlaub wie uns zustehen, sogar zur gleichen Zeit und danach geht es ganz normal weiter. Nach der Rally und spätestens wenn ab 15. August eh der reguläre Herbststress ausbricht. Frida weiss glaube noch nicht, dass dann neue Kinder kommen. Vielleicht vermisst sie die beiden Grossen, aber vielleicht freut sie sich auch über ihre neuen Kumpels. Bis dahin ist aber Faulenzen angesagt! Soooommer!!! Achja, meiner einer muss noch ungefähr eine Woche... aber das macht gar nix.
In Finnland sind nämlich die meisten Kindergärten im Sommer geschlossen, weil eh fast alle Familien Urlaub haben. Die restlichen Kiddies werden auf einige wenige Betreuungsplätze aufgeteilt. Und weil alle das wissen, organisiert man eh irgendwie eine eigene Betreuung für die Sommerwochen, in denen man arbeiten muss - bei Oma, Tante oder beide Eltern müssen versetzt Urlaub nehmen. Was nicht Sinn der Sache ist und hart kritisiert wird, aber die Gemeinden sparen eben. Dank Rezession sind in diesem Jahr die Kindergärten, Polikliniken, Schwimmhallen und andere öffentliche Einrichtungen in Jyväskylä sogar noch länger geschlossen als sonst.Aber uns stört es nicht so - Laura hat genauso vier Wochen Urlaub wie uns zustehen, sogar zur gleichen Zeit und danach geht es ganz normal weiter. Nach der Rally und spätestens wenn ab 15. August eh der reguläre Herbststress ausbricht. Frida weiss glaube noch nicht, dass dann neue Kinder kommen. Vielleicht vermisst sie die beiden Grossen, aber vielleicht freut sie sich auch über ihre neuen Kumpels. Bis dahin ist aber Faulenzen angesagt! Soooommer!!! Achja, meiner einer muss noch ungefähr eine Woche... aber das macht gar nix.
Dienstag, 30. Juni 2009
100.000 Talerchen...
Soviel Taler können wir von der Bank kriegen, wenn wir wollen. Hatten nämlich am Dienstag ein ganz offizielles Gespräch bei der Osuuspankki. Klar, deren Sorge ist es nicht, wenn wir die 500-700 Euronen im Monat plus Nebenkosten nicht zusammenkratzen können *lach* Also, summa summarum, ein älteres Reihenhaus oder eine winzige rote Hütte im Wald ist dafür schon drin, wenn wir noch ein Drittel drauflegen.

Inklusive Kinderzimmer für Frida natürlich. Aber erst müssten wir unsers schick machen (stöhn...), verkaufen lassen (ohhh...) und vorübergehend in eine Mietwohnung ziehen (noch teurer...), für eine neue Tagesmami sorgen (schreck...) und dann noch was passendes für die Ewigkeit finden (ach Du liebe Güte...) Nee, ich glaube, ich habe schon wieder keine Lust mehr *lach*
Sonntag, 28. Juni 2009
Rannalla...
Eigentlich ist es ja immer doof, wenn Männe das ganze Wochenende weg ist. Diesmal zum Jokis-Schrottauto-Rennen in Pieksämäki, wo wir letztes Jahr sogar dabei waren. Aber im nachhinein muss ich sagen, dass Frida und ich immer richtig tolle Sachen unternehmen, wenn wir müssen. Heute waren wir zum Beispiel spontan an einem der vielen Strände Palokkas, diesmal in Heikkilä am Alvajärvi.
Komisch, obwohl wir schon länger als drei Jahre hier wohnen, war ich dort noch nie baden... ich glaube, überhaupt habe ich in den letzten beiden Sommern nur auf dem Mökki meinen Winterpelz abschwemmen lassen, und das auch nur minutenlang, weil es so furchtbar kalt war. Aber jetzte.... 31 Grad zeigt das Thermometer, seit Mitte der Woche steigen und steigen die Temperaturen und die Sonne glüht auf das Finnenland hinunter, dass es nur so eine Freude ist =)
Eigentlich wollten wir heute in einen Kinderfreizeitpark und sassen schon im Auto - aber es war viel zu heiss. "Äiti kuuma" sagte das Kind, und prompt drehte die Mama um und fuhr zurück bis vor die Haustür, um noch Badeanzüge und Handtücher einzusacken (die Tatsache, dass der Eintritt für den ollen Park 14 e kostet, tat ein übriges).
Der Strand war dann auch richtig toll. Klein und im Grünen, mit vielen Familien und vielen Sand schaufelnden Mädels, denen sich Tiita dann auch gleich mehr oder weniger anschloss. Im Wasser tobte man auch herum (obwohl das immer noch ziemlich kalt ist), spritzte und hopste und amüsierte sich. Bis die Mama mal mit Tiita auf dem Arm ins Tiefe ging - das war ihr dann zum Glück doch unheimlich. Aber dann kasperte man eben am Ufer herum.
Die Finnenkids spielten routiniert im Sand, die mehr oder weniger schneeweissen und cellulitegeplagten Eltern sonnten sich und ich musste immer daran denken, dass alle darin nun wirklich nicht viel Übung haben. Dass das Eincremen, Anziehen, Sand abwischen, Schwimmen-beibringen und so ganz bestimmt noch keine Routine ist (ich beobachte ja immer die anderen Leute, weil ich selbst immer so unsicher bin, was man denn nun wie macht...). Bei den wenigen Tagen im Jahr, wo man hier wirklich draussen braten kann.
Schwimmen ist okay, vor allem, wenn man ein Ferienhaus hat, aber meist kann man sich nicht lange danach noch am Ufer aufhalten, sondern muss sofort in trockene Sachen, in die Sauna oder ins Auto. Entweder es ist schattig oder windig oder die Mücken kommen... All die kleinen Jungs können sicher sehr viel besser Eishockey spielen als im Wasser plantschen *lach* Jedenfalls bin ich total glücklich über diese heissen Tage. Nach zwei verregneten Sommern haben wir das wirklich verdient! Und die drei Stunden sind wirklich wie im Flug vergangen. Schön!!!
Komisch, obwohl wir schon länger als drei Jahre hier wohnen, war ich dort noch nie baden... ich glaube, überhaupt habe ich in den letzten beiden Sommern nur auf dem Mökki meinen Winterpelz abschwemmen lassen, und das auch nur minutenlang, weil es so furchtbar kalt war. Aber jetzte.... 31 Grad zeigt das Thermometer, seit Mitte der Woche steigen und steigen die Temperaturen und die Sonne glüht auf das Finnenland hinunter, dass es nur so eine Freude ist =)
Eigentlich wollten wir heute in einen Kinderfreizeitpark und sassen schon im Auto - aber es war viel zu heiss. "Äiti kuuma" sagte das Kind, und prompt drehte die Mama um und fuhr zurück bis vor die Haustür, um noch Badeanzüge und Handtücher einzusacken (die Tatsache, dass der Eintritt für den ollen Park 14 e kostet, tat ein übriges).
Der Strand war dann auch richtig toll. Klein und im Grünen, mit vielen Familien und vielen Sand schaufelnden Mädels, denen sich Tiita dann auch gleich mehr oder weniger anschloss. Im Wasser tobte man auch herum (obwohl das immer noch ziemlich kalt ist), spritzte und hopste und amüsierte sich. Bis die Mama mal mit Tiita auf dem Arm ins Tiefe ging - das war ihr dann zum Glück doch unheimlich. Aber dann kasperte man eben am Ufer herum.
Die Finnenkids spielten routiniert im Sand, die mehr oder weniger schneeweissen und cellulitegeplagten Eltern sonnten sich und ich musste immer daran denken, dass alle darin nun wirklich nicht viel Übung haben. Dass das Eincremen, Anziehen, Sand abwischen, Schwimmen-beibringen und so ganz bestimmt noch keine Routine ist (ich beobachte ja immer die anderen Leute, weil ich selbst immer so unsicher bin, was man denn nun wie macht...). Bei den wenigen Tagen im Jahr, wo man hier wirklich draussen braten kann.
Schwimmen ist okay, vor allem, wenn man ein Ferienhaus hat, aber meist kann man sich nicht lange danach noch am Ufer aufhalten, sondern muss sofort in trockene Sachen, in die Sauna oder ins Auto. Entweder es ist schattig oder windig oder die Mücken kommen... All die kleinen Jungs können sicher sehr viel besser Eishockey spielen als im Wasser plantschen *lach* Jedenfalls bin ich total glücklich über diese heissen Tage. Nach zwei verregneten Sommern haben wir das wirklich verdient! Und die drei Stunden sind wirklich wie im Flug vergangen. Schön!!!Samstag, 27. Juni 2009
So klein...
Nein, so klein war Frida nimmer nich... darf ich vorstellen, Jesperi alias Jeppe, neues Mitglied von Männes Familie. Den waren wir heute nämlich besuchen. Ist erst 11 Tage alt, ganz blond und noch ganz winzig. Leider wohnen sie ca. 40 km entfernt von hier und wir sehen uns nicht allzu häufig, die Mama und ich sind aber gute Freunde. Und jetzt, wo sie eine richtige Familie geworden sind, haben wir sogar wieder ein gemeinsames Thema *grins*
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