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Sonntag, 24. Juli 2011

Karvakorvat Bauernhof...

Weil es mir letztes Jahr so gut gefallen hat, sind wir auch in diesem Sommer wieder zum Karvakorvat Bauernhof nach Lievestuore gefahren. Der gehört zu einem Zooladen hier in Jyväskylä und wurde vor zwei Jahren für die Öffentlichkeit zugängig gemacht. Ist zwar ein bisschen weit weg von unserer Stadt, aber dadurch bekommt man zumindest ein bisschen Ausflugslaune, und viele Kinder sind eigentlich trotzdem immer da. Luke Marsunens zuhause übrigens =)

Es gibt Ziegen und Schafe und eine knallrote Katze, Puten und Perlhühner, ein grosses und ein kleines schwarz-weiss geflecktes Pferd (die sehen sooo toll aus...), einen winzigen Chihuahua (was für Frida), mindestens drei andere Hunde, Meerschweinchen, Kaninchen, Enten und was noch so fleuchen und kreuchen kann. Alles im Grünen zwischen wunderschönen rot-weiss angemalten Häusern und Ställen. Dazu kann man auf einen Bagger klettern, im Sandkasten spielen und den grossen Trampolin unsicher machen. Wie fast alle ihre Altersgenossen ist Tiita eine begnadete Trampoliinihüpfern, eigentlich hat sich nur Mama für die ollen Tiere interessiert *lach*

Als besondere Attraktion haben die jetzt auch ein Rentier. Namens Aslak, hachja. Der bald einen Spielkameraden direkt aus Lappland bekommen soll. Nicht dass Ihr denkt, in Jyväskylä laufen Rens auf der Einkaufstrasse herum... die sind hier im Süden natürlich fast genauso selten wie in Deutschland und deshalb habe ich mir den Po ausgefreut. Omi und Opi hat es glaube auch gefallen. Der rote Kater wollte gar nicht mehr von Opis Seite weichen (genau wie Hovawart-Hund Hertta letzte Woche, weia) und wäre beinahe mit in das deutsche Auto eingestiegen...

Danach waren wir wieder einmal am Hafen, das Monatsfoto knipsen. Sooo viele Boote. Und merkt Ihr, das aus Korpilahti war uns hinterhergeschippert *lach* Spatzen und Enten gab es auch. Offensichtlich war auch der Dalai Lama da ;) Und unsere nette Stadt hat das zugeschüttete neue Hafenbecken fast fertig. Statt See und grüner Promenade gibt es dort jetzt einen neuen Parkplatz (ganz toll) und eine ulkig gewundene Behelfs(?)strasse. Bleibt abzuwarten, ob das nur für die Rally ist oder so bleiben soll. Angeblich gibt es ja auch den hirnrissigen Plan, die Kreuzung dort direkt neben dem See (!) in einen Tunnel zu legen... und einen mosaikbestückten Paradeplatz zu basteln. Moskau lässt grüssen, sozusagen... wo die Stadt schon kein Geld hat.

Aber genug des Meckerns, wir haben im Urlaub soooo viel unternommen. Ich komme nur mit dem Bloggen nicht hinterher, weil mein WLAN spinnt. Mobil gehen Mail und Facebook, im Büro kann ich abends noch Texte tippen, aber dann fehlen wieder die Bilder... aber das kommt alles noch nach und nach *versprochen*

Dienstag, 3. Mai 2011

Für den Mäusedoktor...

Unsere Terrasse morgens zwischen fünf und sechs Ende April. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Katzen die Fenster hypnotisieren und die ulkigsten Töne von sich geben.


Aus aktuellem Anlass habe ich dann mal Wikipedia bemüht und nachgeschaut, warum manche Mäuse hier myyrä heissen (Maulwurf, häh?) und manche einfach hiiri, so wie Mickey Mouse, und habe entdeckt, dass DER Maulwurf aus Tschechland eben ein maamyyrä, kontiainen ist, und alle anderen myyräs Wühlmäuse, die aber mit einfachem deutschen Namen wiederum auch nur Mäuse sind. Also möyrihiiri? *ggg* Von denen man ein komisches Fieber bekommen kann, von dem ich in Deutschland noch nie gehört habe.

Aber das auf dem Bild sind jetzt Hausmäuse, ja? Der Mäusedoktor muss das wissen... Ich futzele übrigens total gern deutsche, finnische und lateinische Namen für Pflanzen und Tiere zusammen, danke Google und Wikipedia, aber meist qualmt da wirklich das Gehirn, weil die Konzepte ja ganz alt, gewachsen und je Land ganz unterschiedlich sind. Ja, hätte man doch Biologie studiert und sich nicht den betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten der Nachwedezeit gebeugt =) Im übrigen bin ich nach wie vor der Meinung, dass ich irgendwann auf jeden Fall in Finnland gelandet wäre, vielleicht sogar als Moorforscher...

Dienstag, 15. März 2011

Akvaario...

Vor drei Wochen, am Anfang meiner Zuhausezeit, hatte ich ausserdem die Schnapsidee, dass wir wieder ein Aquarium haben könnten. Eigentlich dachte ich schon lange daran und noch eigentlicher würde ich eins grosses, schmales als Trennwand zwischen Küche und Essecke noch besser finden, aber wir wohnen ja nicht in in einer Luxuswohnung - und unsere Versicherung wäre sicher auch anderer Meinung. Aber vielleicht ein mittelgrosses. Als Katzen-Entertainment und für einen witzigen Wels, die mag ich nämlich.



Also gesurft und gemessen und in Zooläden geguckt, aber die sind hier wirklich unbezahlbar, nix unter 200 Euronen. Aber seit kurzem gibt es ja auch in Finnland Zooplus. Müssen wir mal ausprobieren. Wir haben gelacht, dann aber ein kleines für knapp 60 e bestellt. Mit Sand und Wurzeln und Stroh (!) und Heurolle für die Meerschweinchen, wenn man gleich einmal dabei ist. Glasbecken per Post aus Germany, welch abenteuerliches Unterfangen. Sicher schicken die das irgendwo aus einem Zwischenlager in Helsinki. Aber Pustekuchen, der Tracker enthüllte, das das Paket wirklich direkt aus deutschen Landen kommen sollte. Schiff und Auto und so. Wie sich das rentiert, ist noch eine ganz andere Frage, aber ich glaube, die wollen erst einmal im Ausland Fuss fassen. Exspansion um jeden Preis also.

Eine Woche dauerte die halbe Weltreise und dann konnten wir das gute Stück von Posti Palokka abholen. Männe wurde angeschnauzt, weil die weiche Rückbank noch von Krimskrams übersäht war und er das Ding da einfach draufstellen wollte. Na hallo, das bricht doch bei so ungleicher Verteilung. Suse kopfschüttelnd Platz gemacht. Zuhause sagte der dann auch gleich nach dem Auspacken "kaputt", um mich zu ärgern. Aber natürlich hatte er Recht. Eine Wand durchgeknackst. Und das ist noch ein Wunder, hatten die doch das Becken tatsächlich nur in der Pappkiste des Herstellers verschifft, ohne jede Styrox- oder Luftkissenfederung! So hätte ich das nicht mal _eine_ Strasse weiter gefahren!

Frida, die super aufgeregt gewesen war, weinte bitterlich. Mama rief postwendend da an (english customer service...) und liess sich hochheilig versprechen, dass sie ein neues schicken und das besser verpacken (na hoffen wir mal). Und dann zeigte sich nach langer Zeit mal wieder, wieso ein chaotischer Basselhaushalt doch Vorteile hat - im Speicher stand noch ein uraltes Plastebecken, was wir einmal mit einem Meerschweinchen geschenkt bekommen hatten und das ich schon zigmal in den Müll schmeissen wollte. Jihaaa! Kind beruhigt, Kies untergebracht und voreilig angeschaffte Pflanzen gerettet. Und jetzt warten wir, wieviel deutsche Aquarien wir Finns denn noch so schrotten *ggg*

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Adoptieren...

Im übrigen habe ich mich letzte Woche sehr gewundert, dass Männe kategorisch dagegen ist, Kinder zu adoptieren, obwohl wir fast alle unsere Tiere second hand haben. Nur so als theoretische Möglichkeit, falls das mit Frida nicht geklappt hätte oder falls wir später mal noch mehr Kinder haben wollen und das nicht funzt. Sind bestimmt die Gene, schliesslich ist ein ein Löwe *lach*

Donnerstag, 14. Januar 2010

Alva & Niamh...

Habe ich schon geschrieben, dass ich unser Namensproblem endlich gelöst habe? Mit viel diplomatischem Geschick. Aus der heidelbeerblau-weissen, sanften Nachtkatze Muffin (die kommt wirklich immer zu einem, wenn man sich irgendwo hinlegt...) ist nach etwas über einem Monat Eingewöhnungszeit die stolze Alva geworden. 

Passt gut zu Ouni, ist kurz und edel und ein A gibt es in unserer Familie noch nicht. Im gleichen Atemzug habe ich das lilac Peruanerschwein aus Peine umbenannt. Aus Kisu von Kiss Kiss wurde Niamh. Den Namen liebe ich schon jahrelang, aber für die Katze war er ungeeignet, weil es ausgesprochen furchtbar klingt (Neave wie Mief *ggg*) und bisher war das N ja auch noch vergeben. 

Gott sei Dank braucht man Meerschweine nicht beim Namen zu rufen und geschrieben ist Niamh wirklich erste Sahne. Der Züchtername war übrigens auch so melodisch... Nevajah oder so? Irland, Finnland, Spanien... wir müssten auch wirklich wieder einmal woandershin verreisen als in das schöne Harzgebirge (und dabei gleich einen neuen Namensguide abstauben, haha).

Samstag, 16. Mai 2009

Simbaschwimmer...

Hach, wie ereignisreich die Tage immer sind, wenn das Kind einen schon früh um 6 aus der Falle schmeisst! Richtig gut *find* auch wenn ich heute früh erst leicht genervt aus meiner Bettwäsche geschaut habe, als ein kleines Mädchen punkt 5:30 an die Milchbar gerobbt kam und danach ein Buch lesen und dann gleich in die Stube gehen wollte "äiti auteen!" (aufstehen meint sie natürlich).

Also aus den Federn geschält, allen Beteiligten Brei gekocht, gefrühstückt und dann Männe überredet, mit zum Zwergenschwimmen zu kommen, wo doch gerade einmal die Gelegenheit dazu besteht. Bisher hatten wir das bekanntlich ja fast immer verpennt... ich glaube, wir waren diese Saison nur ein einziges mal im September gewesen. Fräulein angezogen und dann los nach Vaajakoski. Wir waren ausnahmsweise zu früh und konnten noch Kaffee und einen Orangensaft trinken (auch eine Sensation) bevor die Babies ihre Session beendeten. Dann mit Frida umziehen gegangen, was diesmal auch total entspannt ablief. Hach, bin ich stolz auf meine grosse Tochter. Da stand sie im Body herum, guckte sich alles genau an und schäkerte mit den anderen Mamis, während meiner einer sich ganz in Ruhe ausziehen konnte. Nichts mit minutemlangen Brüllen und Angstanfällen so wie früher als Baby am gleichen Ort.

Tapfer tapste Frida mit in die Dusche, lief munter auf und ab und testete ihre neuen Badepuschen (die übrigens von den Finns bestaunt wurden - sie kannten sowas noch gar nicht, obwohl ich die hier im ganz normalen Supermarkt gekauft habe). Dusche war auch Spass pur - Frida hielt ihre eigene Brause fest und lachte sich kaputt, weil Mama immer wieder den Bewegungsmelder betätigen musste, weil sie ja viel zu weit unten stand. Mama konnte derweil mehr oder weniger in Ruhe Haare und Body waschen. Ohne gestresst durch die Gegend zu hucken oder Panik zu haben, dass das Fridababy aus der Hand glitscht.

Dann latschten wir Hand in Hand in die Halle - auch diesmal konnte Mama den Säugling nicht mehr auf die Fliesen fallen lassen *aufatm* und am Becken wartete schon der Papa (der absolut wasserscheu ist...). Frida fand das Wasser total spannend, sie konnte sich sicher nicht mehr erinnern, dass sie schon mehrmals dort gewesen war. Hat geplantscht und gelacht und es genossen, wenn sie auch ab und zu vorsichtig und etwas angespannt war - sie kannte es ja gar nicht, ihre langen Flossen einfach so hängen zu lassen =)

Im Gegensatz zum Babyschwimmen machten wir in dieser Gruppe auch richtige Übungen, schwammen oder hopsten von einer Seite zur anderen, tanzten mit den Kindern, setzten sie auf ein Floss, nahmen sie auf den Rücken, liessen sie vom Beckenrand platschen - und dann durfte Frida sogar die grosse rote Wasserrutsche ausprobieren. Seeeehr cool fand man und lachte wieder von einer Speckbacke zur anderen. Meine Maus. Frida war so glücklich, dass sie sogar ein Lächeln auf das Gesicht ihres ewig mürrischen Papas zaubern konnte. Nur die Kamera wollte er nicht aus der Umkleide holen. Und als Strafe hat er seine Badehose da vergessen und muss demnächst wieder mit uns da hin, hahaha. Jedenfalls sehr schön, Vormittag gut genutzt! Und die Sauna, das Abduschen und das Anziehen verliefen natürlich auch völlig reibungslos, Mama konnte sogar die Haare trocknen und sich nett mit anderen Frauenzimmern unterhalten. Aaah, Paradies.

Danach brach der typische Wochenendstress aus: Es war 11:30, Frida sollte eigentlich was essen, aber Männe wollte sein eigenes Programm durchziehen und einige Autohäuser besuchen. Mmmh. Also schnell ins Portemonaie geguckt, nächste Ausfahrt genommen und bei Viherlandia Mittag essen gefahren. Das Café da kenne ich schon lange, aber wir sind erst vor wenigen Monaten auf die Idee gekommen, dort wirklich einmal zu essen - und es ist richtig toll. Luftig und hell und natürlich mit Gewächshausatmosphäre und gutes Essen - jetzt schon zum zweiten Mal und wir sind immer noch sehr zufrieden. Frida schmiss zwar mehr Salat und Fisch und Fleisch auf den Boden als in ihren Magen, aber sie war zumindest relativ brav und leise =)

Dann Einschlafrunde bis nach Leppävesi und dann konnte Männe Autos gucken. Schöne dabei, aber die meisten zu teuer und überhaupt konnten wir ja Frida nicht lange im Auto alleinlassen. Also weiter... kurz nach Hause, Nelson raus und Schweinecaddy geholt und dann nach Killeri zur Meerschweinchenausstellung. Meiner einer war ja jetzt tatsächlich in der Lage, nach langer Zeit mal wieder einen der geliebten Meeriböcke zu holen. Jaskas "Planstelle" stand ja schon seit Februar leer und jetzt wo Gwenllian gegangen war, hatten wir sogar genug Platz.

Aber das wollte gut durchdacht sein. Eine Anzeige im diversen Foren hatte schon 3-4 Angebote gebracht, aber die meisten waren zu weit entfernt und nicht wirklich interessant... und es waren auch keine wirklichen Nottiere dabei. In den Foren waren zwar ausrangierte Zuchttiere, auch in der Nähe oder zumindest hätten sie zur Ausstellung gebracht werden können, aber ich wollte erst die Allergie- und Wegschmeissmurkel ausschliessen. Oder vielleicht doch ein spontanes Rentner-Traumschwein auf dieser Ausstellung? Im Karvakorvat Zooladen sass auch noch ein dunnkelbrauner Rexmann... mmmh (für 80 Euro *umfall*).

Erstmal ohne Caddy in die Ausstellung. Es war wie fast immer enttäuschend, die Schweine nur in dunklen Boxen und Katzenkörben, in denen man sie kaum sehen konnte. Darum standen verpickelte Teenager. Und dann gab es dämliche Peruaner mit halbmeterlangem frischgewaschenen und geföhnten Fell, die von ihren detschen Besitzern auch noch gekämmt wurden. Und eine Schlange von aufgeregten Hühnern, die ihre Tiere auf Tabletts (!) zum Preisrichter brachten. So ein Irrsinn... die armen Viecher. In D dürfen Peruaner (die tatsächlich meine Lieblingsrasse sind...) nur noch geklippt, also mit auf Bodenlänge gestutzten Haaren, ausgestellt werden, was das Leben der Tiere viel einfacher macht. Die meisten Meeris hassen es, gekämmt zu werden. Von Baden ganz zu schweigen. Und überhaupt diese Preisgeilheit... manno, die Kebabrollen wären für einen Tag im Grünen und für eine Handvoll Löwenzahn viel dankbarer gewesen als für diesen Showwahnsinn. Zu verkaufen war auch nur ein Langhaarmädel.. keine Böcke, und nachfragen wollte ich auch nicht. Sollen die doch unter sich bleiben....

Ausserdem hatte ich ja noch einen Trumpf im Ärmel... in der Auffangstation Turvakoti Magenda waren seit kurzer Zeit drei Schweinchen. Seit wenigen Tagen auch ein braunes, ooohhh... der hatte mir gleich gefallen, nur die für cresteds typische Stirnrosette fand ich wieder ganz schlimm. Also erstmal zu Oma und Opa gefahren. Und zwar weil (heute war wirklich ein ereignisreicher Tag) unser Gefrierschrank überraschend total vereist war und wir ihn dringend abtauen, also auch unsere Eisdinger irgendwo unterbringen mussten. Männe sagte, ich sollte ihm jetzt mal den Magenda-Bock zeigen. Also Netz auf. Kommentar auf das Bild, ganz knapp finnisch: den nehmen wir. Punkt, basta, keine Diskussion, heisst das. Ich also meinen Mut zusammengenommen und da angerufen.

Ich kennen die Diskussionen um den Platz, einigen kommt die Frau dort komisch, zu engagiert und vielleicht auch verbittert vor. Aber wenn man weiss, dass hier Fundtiere nach 15 Tagen eigentlich eingeschläfert werden und dass 90% der aufgeschnappten Katzen nicht mehr abgeholt werden, kann man verstehen, dass einem da mit der Zeit die Frustration an den Hals springt =) Zudem ist sie auch noch Estnin... war witzig, als ich sie einmal bat, nicht so schnell und ein bisschen deutlicher zu sprechen, weil ich kein Finne bin und sie antworte "hehe, ich auch nicht..." =) Zuerst war sie etwas reserviert, aber dann, als sie merkte, dass wir das Kerlchen wirklich nehmen würden, irgendwie heilfroh und aufgeschlossen - wir konnten sogar noch am gleichen Abend vorbeikommen.

Cooool, da wollte ich schon lange mal hin. Wir hatten zwar Weihnachten ein Paket vor die Tür gelegt, aber nie wirklich die Tiere gesehen oder die Betreuerin kennengelernt. Jetzt würden wir auch die zahllosen Katzen besichtigen können. Also, hingefahren. Auf dem Hof tobten zwei knuddlige Boxer herum, die sich gar nicht mehr einkriegen konnten und immer wieder gestreichelt werden wollten. Einer guckte sogar zum Autofenster herein (Frida wusste nicht, ob sie sich totlachen oder Angst haben sollte...) und zerkratzte dabei mein eh schon demoliertes Auto, während ein kleines zerräubertes Mädchen einen ersten Blick auf unsere Madame warf.

Dann wurden wir schon zu den Schweinies geführt, in ein kleines rotes Haus voll mit verschiedenen Verschlägen und Käfigen für Hunde und Katzen. Die in Einzelhaft gehaltenen Miezis kamen sofort ans Gitter, maunzten und wollten gestreichelt werden. Boooaaah, die waren alle schön... wo ich mir doch immer geschworen hatte, nur einen roten Kater oder eine gestreifte Maine Coon mein eigen nennen zu wollen, hätte ich jetzt fast alle der sanften Schmuser einpacken können. Schwarz-weisse und getigerte und gefleckte und und und..a Bittende Augen und Sehnsucht, vielleicht etwas Resignation... ich möchte auch nicht auf knapp 80 x 80 cm eingesperrt sein. Vor allem, wenn man dann noch hört, dass einige der Besitzer ihre entlaufenen Katzen zwar gefunden und erkannt, sie aber aufgrund der Kosten nicht mehr abgeholt hatten. Na hallo.

Aber ich wollte über das Böckchen schreiben (man sieht, Frida schläft abends und ich habe Zeit zum tippen...) In einem Seitenraum sassen die drei in getrennten Käfigen. Wegen Allergie abgegeben. Oder doch, weil sich die drei Herren nicht mehr verstanden hatten? Einen Moment dachte ich daran, doch einen der beiden schwarzen Jungen zu nehmen, weil dunkle Tiere eh schwieriger zu vermitteln sind, aber dann war es doch Liebe auf den ersten Blick - der Braune hatte richtig fossiges, schön glattes Fell und dunkle Rubinaugen und war wiedermal eine richtige Kebabrolle - der musste es sein.

Wir redeten noch über die Tiere, eine haarsträubende Geschichte nach der anderen, zwischendurch klingelte das Telefon und die kleine Motte vom Lande spielte grob und unbeholfen mit der zarten Frida, während die Katzen maunzten und ich alle Leute durchging, die ein Haus aber keine Fellviecher mehr haben... und dann sassen wir wieder im Auto. Nicht ohne noch einen Blick auf die wildfarbenen bellenden Hunde in ihren Gattern geworfen zu haben, die niemand mehr wollte. Schade... oh, noch zu erwähnen, dass Hundeausstellungen hier tausende von Besuchern haben, aber Mischlinge für ein paar Euro verramscht werden. Aber in D ist das alles noch viel schlimmer, denke ich. Ich habe der Tante 40 e in die Hand gedrückt und das mitgebrachte Hunde- und Katzenfutter - hoffentlich war das okay.

Jedenfalls habe ich mein erstes richtiges Notschwein geholt, mein erstes Tierheimtier hier in Fin und bin sehr stolz darauf. Soll der Kleine seinen Harem haben =) Jetzt muss er allerdings erst einmal kastriert werden und seine Wartezeit absitzen. Einen richtigen Finnmeeri-Namen hat er noch nicht, aber es kann sein, dass er einfach bleibt, was er ist: Simba. Der stand eh schon lange auf meiner Namensliste. Auch wenn ich erst "Tsimppa" verstanden hatte und mich wunderte, was das denn nun wieder soll... *lol* Und ich habe mich überhaupt gefreut, in der Fundstation gewesen zu sein und mit der Tante geredet zu haben. Jetzt kann ich mit noch besserem Gewissen die Viecher einzeln in Facebook posten und an meine Bekannten verteilen =) Will nicht noch wer ne Miezekatze???

Freitag, 5. Dezember 2008

Geldsegen...

Irgenwie witzig, wenn man eine riesige Steuerrückzahlung bekommt und die dann sofort investiert. Hauskredit an Mama und Papa, Nelson und Jaska sofort zum Tierarzt und die erste richtige Durchsicht für Henry Ford nach 7 Jahren Finnland. Und wech war die Kohle wieder =)

Jaska hat offensichtlich Milben und der Tierarzt hat ihm auf meinen Rat hin Stronghold verpasst. Hier sind ja Meeris so exotische Tiere, dass man sich immer am besten das halbe Internet auf deutsch, englisch und finnisch ausdruckt, bevor man zu den Docs geht. Nicht dass die wieder nur mit Antibiotika und C-Vitamiini herumdoktern. Wir waren übrigens wieder bei der Otso-Klinik in Kinkomaa, auf die wir letztes Jahr mit Nelsons Ohrentzündung ausweichen mussten, weil es in Palokka und Jkl einfach keine freien Termine gab. Und die ist richtig gut! Jetzt waren wir mit beiden Tieren genau eine Stunde da und haben Antworten auf alle Fragen bekommen, die mir schon immer auf der Seele brannten, statt von total gehetzten Tuti-tuti-Frauenzimmern abgefertigt zu werden *sorryaberwahr*

Nelson hat also neben Herzfehler, daraus resultierenden (war mir auch neu) Nierenproblemen, seinem überstandenem Hodenkrebs und Taubheit auch noch grauen Star (sieht nur Schatten, heul), Probleme mit der Hüfte (daher setzt er sich so schwer hin) und eben zur Zeit eine Humpelpfote. Aber ansonsten fand der Arzt noch nicht, dass man ihn einschläfern müsste. Nur Entzündungsmittel hat er bekommen und den Rat, etwas für die Gelenke zuzufüttern. Aufatmen... aber irgendwann werden wir nicht umhin kommen, ihn zu verabschieden. Zumindest haben wir ihn jetzt tatsächlich auf Hill's umgestellt, da weder Barfen noch Billigfutter wirklich mit seinem maroden Hinterventil kooperieren wollten. Mal sehen, ob es besser wird - ich habe es satt, ständig hinter kackenden Babies und Hunden hinterherzuwischen =)

Jaska hat (meine Diagnose...) offensichtlich Milben, was ich ja schon letzten Freitag befürchtet hatte. Pilze vielleicht auch, aber ich denke, dass wir mit der Milbenbehandlung erst einmal hinkommen. Ausserdem fault sein einer Schneidezahn schon seit dem Sommer vor sich hin, er wächst total verkruckelt und immer wieder über den alten Stumpf hinweg, was meiner Meinung nach auch die anderen Probleme auslöst. Immunsystem im Eimer und dadurch nehmen die Milbchen überhand. Seine Augen sind auch irgendwie trüber geworden und er ist sehr dünn - frisst aber wie ein Scheunendrescher. Also aufpassen und abwarten. Mit seinen fast 6 Jahren ist er auch schon Opi...

Das liebe Henryauto (der dritte Opi) hat einen neuen Türgriff bekommen und die Fordmechaniker haben sich die Zähne an der Wegfahrsperre ausgebissen, sie aber nicht ausgestellt bekommen. Funktioniert also zumindest *ggg* Dass an der Wand hinter deren Auftragsannahme grosse Fotos mit Mikko Hirvonen als ganz normalem Mechaniker und Teammitglied hängen, fand ich richtig cool. Der hat da nämlich mal gearbeitet. Ausserdem wurden zig Ventile, Schrauben und was-weiss-ich ausgetauscht, neue Hinterbremsen eingebaut und überhaupt das Auto so geölt, dass es jetzt leicht wie eine Feder fährt. Woooow, das hat sich also gelohnt. Und die Moneten habe ich überhaupt nur bekommen weil ich a) während des Mutterschutzes nicht die Steuerprozente habe senken lassen (wohlweislich) und b) weil der nette finnische Staat 28% der Zinsen für Wohnungskredite sponsort. Sehr gut, oder?

Freitag, 17. Oktober 2008

Tierpark...

Ich hole mit meinem Urlaubsgeschreibsel auf =) Am Freitag waren wir mit Frida zum ersten Mal im Halberstädter Tiergarten. Der ursprünglich - so wie die meisten der finnischen Tierparks - nur für einheimische Arten gedacht war, sich aber im Laufe der Jahre zu einem richtigen kleinen Zoo entwickelt hat. Als ich noch in HBS gewohnt habe, waren wir regelmässig dort. Ich mag zwar keine eingesperrten Tiere, aber die meisten dort haben wirklich grosse, naturnahe Gehege und werden gut gepflegt.

Am meisten habe ich mich über einen zottigen Esel gefreut. Pinocchio! Der wurde geboren, als ich ein kleines Kind war und meine Tante für den Tiergarten arbeitete. Ein graues, zottiges liebes Tier. Natürlich stand da jahrelang so ein Zottelbär im Gehege, aber ich dachte immer, dass das schon längst ein anderer Esel wäre. Und jetzt hing ein Schild am Zaun, dass die Umzäunung sozusagen ein Seniorenheim ist, für das Pony Lola und den Esel Pinocchio. Der inzwischen schon 27 Jahre alt ist. Also ist es doch all die Jahre mein Schatz gewesen. Schön! Hätte ich das bloss gewusst... Aber jetzt haben wir ein schönes Foto gemacht. Und eine Eselpatenschaft kostet tatsächlich nur 50 im Jahr *schonernsthaftüberleg*

Ansonsten haben wir uns über Trampeltiere, Lamas, Aras, Dingos, Mähnenspringer, Luchse, Mufflons, Affen, Schafe, Rehe, Maras, Kaninchen und Ziegen gefreut. Erfolglos nach Marderhunden, Meerschweinchen und Wildkatzen gesucht. Nicht mehr geschafft, die Eulen, Wildschweine, Wölfe, Erdmännchen und Stachelschweine zu besuchen. Aber das machen wir nächstes Mal.

Und ich hoffe, dass die im Park gelegene Waldschenke bis dahin auch einen Hochstuhl ihr eigen nennt und das Essen nicht mehr ganz so nach DDR aussieht und schmeckt *lach* Aber ansonsten ist der Tierpark richtig schön. Und am allerbesten fand ich, dass am Eingang mit einem Aufsteller gleich auf die armen Viecher der Fundtierunterkunft (sprich Tierheim) aufmerksam gemacht wird. So ist das richtig.

Samstag, 27. September 2008

Elchtest....

Wo wir Germanen doch Tiere und die skandinavischen Elche so mögen - ab diesem Wochenende werden so um die 60.000 finnische Geweihträger ihr Leben verlieren. So schade es um die majestätischen Tiere ist, aber sie sind lebensgefährlich für die Millionen Autofahrer (und schmecken ganz gut...). Die Warnschilder stehen nämlich zu Recht an den Strassenrändern. Wenn so ein Vieh mit seinen langen Beinen auf die Windschutzscheibe kracht, ist es meist um die Insassen geschehen.

Ab die Rübe. Und um den Elch meist auch. Wie immer ist kein Platz für Natur - aber so ganz verstehe ich nicht, dass die Finns wirklich auch noch gern auf die Jagd gehen *grusel* Wobei ich ja schon einmal angeregt hatte, die einfach was Fluoreszierendes fressen zu lassen, damit man sie im Dunklen besser sieht. Das Bild ist übrigens aus Keskisuomalainen. Mal sehen, ob ich für Nelson mal wieder ein paar Gigantenknochen von meinen jagenden Bekannten abstauben kann =)

Samstag, 20. September 2008

Bären...

Frida und ich haben den Rest des Tages geschlafen wie die Bären, ein bisschen gespielt und saubergemacht, so gut wie das mit einem Quäkekind halt geht. Und gegen 21 Uhr kam Männe mit einer aufregenden Nachricht nach Hause: in Heinälampi, dem Wohngebiet direkt neben unserem, wurde eine Bärenmutter mit ihrem Jungen gesehen.

Die beiden wurden schon am Freitag beobachtet, dann wieder heute, aber eine Suche der Polizei brachte keine Ergebnisse. Die Beamten haben sich bestimmt selbst vor Angst in die Hose gemacht. Jedenfalls traut sich jetzt keiner mit Nelson raus, wir wohnen ja direkt am Wald *lach*

Donnerstag, 26. Juni 2008

Kulkurielukat...

Wie man sieht, komme ich nicht mehr zum blogschreiben. Aber etwas seltsames ist passiert - offensichtlich sind die Mamahormone wirklich am Abklingen. Nicht nur, dass es mir richtig Spass macht, auf Arbeit in meinen Papieren herumzuwühlen, nein, ich fange auch an, mich wieder für andere Dinge zu interessieren, die Umwelt mehr wahrzunehmen und nicht mehr überall nur Babies zu sehen, riechen und zu fühlen *ggg*

So habe ich z.B. im Jahresbericht des finnischen Tierschutzvereines gefunden, dass die 2007 sage und schreibe 32 Hunde und fast 1.000 Katzen um die Ecke gebracht haben, weil sich kein Platz für sie gefunden hat. Aaaaarghhhhh... wie kann das in so einem reichen Land bloss sein? Wobei natürlich auch etwas dafür spricht, kurzen Prozess zu machen, statt die Tiere monate-, vielleicht jahrelang in Tierheimen aufzubewahren, wie das in Deutschland Sitte ist. Aber man könnte doch viel mehr Werbung für heimatlose Kätzchen und Hunde machen statt die Zucht und "edle" Tiere (das heisst hier wirklich jalostus...) in den Himmel zu heben.

Aber so schlimm ist es vielleicht doch nicht um die Fellnasen bestellt. Schliesslich gibt es viele, die Hunde aus Estland, Russland und Spanien retten. Die überflüssige finnikliche Katzen aus irgendwelchen Internetforen fischen. Die zeitweise überflüssige Vierbeiner bei sich aufnehmen, bis sich ein Zuhause gefunden hat. Oder die ganz einen heimatlosen Wuffi adoptieren, so wie ich das gemacht habe. Aber irgendwie reicht das alles immer noch nicht. Ich hänge jetzt jedenfalls überall Zettelchen von kissakamut.org auf, dass man sich keine Mökkikatze für den Sommer nehmen soll. Das sind die, die im Juni süss und klein sind, den Sommer über als Spielkameraden für die Kinder dienen und die dann im August einfach dagelassen werden, wenn man in die Stadtwohnung zurückkehrt. Die dann frierend und hungrig im kalten Herbst mutterseelenallein im dunklen Wald hocken. Wenn das vielleicht ein bisschen hilft...

Donnerstag, 15. November 2007

Keine Tiere unter den Weihnachtsbaum!

Wie jedes Jahr nehmen wir an der Weihnachtsaktion der Nager Info teil. Bitte denkt daran, dass Weihnachten ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt ist, um Tiere in die Familie aufzunehmen. Überhaupt sollten alle Fellnasen nur nach reiflicher Überlegung geholt werden - und dann am besten von einer Notstation, Tierheim oder einem guten Züchter. Also, falls es Kiddies in Euren Familien gibt, die sich nichts mehr als einen Hund, Nini oder ein Kätzchen wünschen - Ihr tut allen Beteiligten einen Gefallen, wenn zunächst ein Gutschein oder ein gutes Buch plus Stofftier verschenkt wird.

Später, im ruhigen Januar oder zumindest nach den Festtagen, wird das Kind begeistert sein, sich das Tier selbst aussuchen zu dürfen. Vielleicht sogar unter den inzwischen wieder abgeschobenen. Und dann kann man in Ruhe Freundschaft schliessen! Vielleicht hat der Papa ja auch Lust, am langweiligen zweiten Weihnachtstag schon einen grossen Eigenbau für das neue Familienmitglied zu basteln? Weitere Infos und Banner zum Mitmachen gibt es bei www.diebrain.de/Weihnachten.html

Montag, 2. April 2007

Pupujussi zu Ostern?

Mal wieder Montag, hundemüde und mit einem Gefühl, als ob die Beckenknochen mit einer Säge bearbeitet werden *lach* Aber ich muss Euch unbedingt auf etwas wichtiges aufmerksam machen - wieder einmal veranstaltet die Nagerhilfe eine Kampagne gegen das Verschenken von lebenden Tieren zu Ostern.

Es geht darum, dass Tiere nur nach reiflicher Überlegung gekauft werden sollten - nachdem man sich genau über ihre Bedürfnisse informiert hat und mit Sicherheit sagen kann, dass man sich auch die nächsten 8-10 Jahre um das Meeri, Kaninchen oder Hundi kümmern kann oder zumindest will.

Es sind jedes Jahr viel zu viele Fellnasen, die zu Ostern noch süsse Babies und das perfekte Geschenk waren, aber spätestens zum Beginn der Urlaubssaison im Tierheim landen. Bitte schaut einmal auf der Website vorbei und macht mit!

Samstag, 3. März 2007

Schweinereien

Langsam wird es Zeit, auch unsere anderen Vierbeiner vorzustellen: die Schweinies! Diese auch als Marsus bekannten Tierchen kommen aus den Anden und sind vor allem für ihr ohrenbetäubendes Quieken und einen nahezu unstillbaren Hunger bekannt. Und wir haben gleich sieben von der Sorte....

Jaska ist der Chef der Truppe, wir haben ihn im Sommer 2003 als Baby von einer Züchterin in Perttula geholt. Er ist ein knuffiger Peruaner in weiss-rot-lilac, richtig zum Verlieben. Jaska war als kleiner Junge unheimlich scheu, aber langsam bekommt er die Geruhsamkeit eines erfahrenen Haremswächters und lässt sich auch mal die Stirnlocke kraulen. =)

Pedrita ist das älteste Schweinchen, was bei uns wohnt. Ich habe sie 2001 in einem Zoogeschäft in Halberstadt gekauft und sie ist dann ein halbes Jahr später mit mir zusammen nach Finnland ausgewandert. Ein Flugschweinie! Damals waren es nur zwei Meeris, Lumi und Pedrita, aber irgendwie hat dann die Mehritis kräftig zugeschlagen und es sind immer mehr geworden... Pedrita ist ein gold-agouti Rosettenschweinie.


Xenia, ein weiss-braunes Schimmeltier, ist Mikas Lieblingsmarsu. Sie ist im Januar 2006 bei uns eingezogen. Ein Mädchen aus Helsinki hatte gefragt, ob wir sie nehmen könnten, weil sie immer mehr an einer Allergie leidet - und meine Kollegin hat sie dann einfach am nächsten Wochenende mitgebracht. Sie ist das frechste und mutigste der Finnmeeris und liebt es, sich in selbstmörderischer Absicht über die Plexis zu hängen.

Dann wäre da noch Vilma, eine ganz süsse lilac-gold-argente Angoramaus und die Jüngste im Bunde. Ich wollte immer einen lilac Peruaner und habe sie dann von unserer 2005er Weihnachtsreise nach D aus Berlin mitgebracht. Damals war sie noch ganz klein und fast rot, während sie jetzt Seitenscheitel und lange lilac Haare "trägt"...

Kisu sieht Vilma zum Verwechseln ähnlich, sie ist ein lilac Peruanermädchen. Einfach süss, ein Traumschweinchen und natürlich vollständig meiner Mehritis zu verdanken. Dagmar, eine gute Bekannte von der DMSL, hatte mich auf das erwachsene Abgabemädchen aus der Nähe von Hannover aufmerksam gemacht und das war's dann... im Sommer 2006 ist sie mit uns nach Jyväskylä geflogen.

Gwenllian haben wir im Frühling 2004 hier in einem Zooladen gefunden. Eigentlich wollte ich nur Rentner- und Notschweinchen aufnehmen, aber diese kleine weiss-braune "Kuh" ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Und so waren wir drei Tage später 65 € ärmer und um ein Schweinie reicher. Gwenllian ist ziemlich scheu, weiss aber, was sie will und dürfte momentan von allen auch am meisten wiegen.


Unser anderes Arkajalka heisst Ruubi und ist ein schwarzes Glatthaarmeeri. Ich habe sie als Rentnermeeri im Frühling 2005 auf einer Ausstellung hier in Killeri entdeckt und "weil sie so gut zu meiner Daunenjacke passte", musste sie einfach mit. Sie ist die Kleinste und Ängstlichste im Bunde, aber trotzdem irgendwie süss.


Zusätzlich haben wir noch viele viele Tiere, die auf die Regenbogenbrücke umgezogen sind und jetzt von dort oben unserem Treiben zugucken. Mikas Hund Häkkinen, ein kleiner Finnenspitzmischling, und mein Lieblingsschweinie Talulah, ein lilac Glatthaar, sind nur vor wenigen Wochen von uns gegangen. Auch Lumi, ein beige Sheltieschwein, wohnt dort oben. Und viele vor ihnen... Aber wir sehen uns irgendwann wieder! Die Finnmeeris haben übrigens auch ihre eigene Website: www.finnmeeris.de.ms =)