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Freitag, 8. Juli 2011

Nochmal Hesa...

Und schon wieder in Helsinki. Diesmal privat, zur Taufe des zweiten Kindes von Freunden. Bei einer Affenhitze dahingefahren, Makeup war völlig überflüssig und selbst dem stolzen Papa rann der Schweiss so von der Stirn, dass seine Angebetete ständig tupfen musste *lach* Und diesmal war Helsinki wieder richtig schön. Grosstadt, klar, aber mit so viel Grün dazwischen, sogar mit einem riesigen Feld voll altmodischer Heuschober, mit Pferden und einen grossen Park, mit Kindern und Hunden und einem klitzekleinen Strand am dünnen Vantaa-Flüsschen *lach* Und das _innerhalb_ der "Wolfsgrenze", also dem berühmten Autobahnring III, der die dämliche Hauptstadt vom eigentlichen Finnland trennt *ggg*

 
 
 
 
 
 
Unsere beiden Kumpels wohnen da sogar ganz in der Nähe. Mmmh, vielleicht doch nicht so eine Katastrophe. Vor allem, da man ja probieren könnte und wenn es ganz doof ist, doch wieder ins schöne Mittelfinnland. Aber so wirklich, neeeiiin... und die Mieten dort erst... *umfall* Auf der Rückfahrt gab es noch einen wunderschönen Sonnenuntergang. So eine gleissend rote Sonne habe ich selbst hier noch nie gesehen. Oh, und die Kinder heissen Olivia und Oskari =)

Mittwoch, 29. Juni 2011

Finnische Mahlzeiten...

Ich hatte heute ein Interview zum Thema "Deutsche Migranten in Finnland". War sehr interessant, auch wenn ich mich vielleicht schon viel zuviel mit den gängigen Klischees beschäftigt habe und es mir daher manchmal schwerfällt, Realität und Mythos zu trennen, auf beiden Seiten =) Auf die Frage, was ich hier am schwierigsten finde, habe ich "die Sprache" geantwortet, weil man eben nur schwer integriert wird, noch schwieriger Arbeit findet usw., wenn man kein native speaker ist.

Aber in der Praxis ist etwas anderes noch viel gewöhnungsbefürftiger, überraschenderweise auch noch nach 10 Jahren: die finnischen Essenszeiten. Kein Deutscher, den ich kenne, hat sich voll daran gewöhnt, wir schweben irgendwo dazwischen, aber müssen uns daran halten, seitdem die kleine Frida unseren Haushalt bereichert und erst recht, seitdem sie ins finnikliche Tagespflegesystem eingebunden wurde. Also:

8:00 Frühstück (traditionell mit Haferbrei, Milch und Orangensaft)
11:00 Mittagessen (warme Hauptmahlzeit, häufig Aufläufe, neuerdings auch viel Salat)
14:00 Välipala, Zwischenmahlzeit (Brot, Joghurt, Früchte)
17:00 Päivällinen (zweite warme Hauptmahlzeit, Aufläufe, Nudeln, Fleisch, Sosse, Kartoffelbrei, Reis o.ä.)
20:00 Iltapala, Abendbrot (Schnitte, Joghurt, Früchte)

Kennengelernt habe ich den Anfang dieses hirnrissigen Plans schon in der Fachhochschule, als sich alle um 11 Uhr todeshungrig auf das Mittagessen stürzten. Klar haben da die Germanen noch keinen Hunger, aber mir war es ganz recht, weil ich als chronischer Langschläfer und Morgenmuffel so das Frühstück auslassen konnte - gab ja eh bald wieder etwas. Im Büro gab es um 9 und 14 Uhr Kaffee, irgendwann dazwischen habe ich meine mitgebrachten Brote oder Mikroessen verschlungen und abends haben wir Chaoten halt dann gegessen, wenn wir Hunger hatten bzw. unsere exotischen Kreationen fertig waren.

Anders kam es dann, als Frida schlüpfte. Im Krankenhaus sah ich staunend zum ersten Mal, wie es denn bei "richtigen Finnen" abends weitergeht: da hing nämlich der o.g. Plan an der Wand. Die essen also tatsächlich gleich nach der Arbeit noch einmal warm!!! Ich dachte immer, das war nur so ein Spleen von uns, weil wir ja tagsüber keine Kantine hatten. Wahrscheinlich war das früher, wenn die Leute vom Feld gekommen sind und das Essen tagsüber langsam alleine in der Restwärme des Ofens gegart worden war.

Und dann gibt es, damit man vor Hunger nicht umfällt, gegen 20 Uhr noch einmal eine Schnitte oder einen Joghurt. Aha! Nur schnell aus der Küche geholt natürlich. Worüber sich meine deutschen älteren Bekannten hier tierisch aufregen... kaum ist deren Küche vom Päivällinenchaos gereinigt, fangen die finnisch-deutschen Teenies schon wieder an, den Kühlschrank auszuräumen *ggg* Das ganze löst bei deutschen Besuchern auch den Eindruck aus, dass wir ständig am Fressen sind, dafür sind die Portionen aber kleiner als in deutschen Landen. 

Richtig kompliziert wird es aber dann, wenn man zwar theoretisch den finnischen Plan befolgen will, aber gleichzeitig von 24 Jahren früher Kindheit und internationalen Studentenzeiten noch etwas anderes gewöhnt ist (davon abgesehen, dass ich sehr gern abends warm esse...), wenn man ein Baby hat, von dem man nie genau weiss, ob es wegen Hunger oder Müdigkeit stinkig ist, wenn man einen superflexiblen, schweigenden Männe hat, wenn man gerne ausschläft und gleichzeitig noch Geld sparen und abnehmen muss... dann kocht man nämlich z.B. an den Wochenenden garantiert keine zwei Mahlzeiten, sondern schlägt sich so irgendwie durch. So ganz habe ich das also immer noch nicht verinnerlicht und es hat zu Fridas Kleinkindzeiten ewige Diskussionen gegeben, bis wir vor ungefähr zwei Jahren zumindest das Päivällinen unter Dach und Fach hatten.

Jetzt schwächelt noch das Iltapala, weil Fridas Abende noch zu unregelmässig sind, mal sind wir unterwegs, mal spielt sie ewig lange draussen, mal geht sie mit Papa spazieren oder Sähly spielen, oder wir essen das Päivällinen schon zu spät, weil die Zubereitung länger dauert oder wir zu spät von der Arbeit kommen, mal stinkert Tiita schon früh am Abend so herum, dass man kaum das Zähneputzen schafft, in der Stube hängt keine Uhr mehr und die ständige Helligkeit trägt auch nicht gerade dazu bei, einen regelmässigen Rhytmus zu bekommen.... aber das schaffen wir auch noch =)

Ziel ist jedenfalls, dass das Kind spätestens um 19 Uhr reinkommt, dann ein Brot isst, die Spielsachen einpackt, sich wäscht und Zähne putzt und spätestens um 20 Uhr pennt, damit Mami und Papi noch aufräumen, Zeitung lesen und vielleicht mal Fernsehen gucken können. Und damit alle um 7 aufstehen können, ohne zu treten, boxen und zu schreien. Uff. Schöne Träume. Die Realität sieht oft so aus, dass Frida herumrennt und spielt und Terror macht, bis wir sie mit Macht ins Bett verfrachten und uns tot stellen, Mami um 22 Uhr das Buch vor Müdigkeit aus der Hand fällt und Fridi daneben immer noch kaspert... und dann morgens niemand aus der Falle kommt. Na super. Aber ich habe die leise Hoffnung, dass das besser wird, wenn sie im Herbst in den (anstrengenderen) Kindergarten geht...

Hei, und jetzt merke ich, dass da oben mindestens ein Absatz hops gegangen ist. In dem ging es unter anderem noch darum, dass man zu jeder Mahlzeit mindestens ein Glas Milch herunterkippt, oft auch Kotikalja, ein süssliches Malzgetränk (fast immer) ohne Alkohol, oder verdünnten Saft; und dass die meisten Finnen zu den warmen Mahlzeiten noch ein mit Butter, Margarine, Frischkäse beschmiertes Brot, Baguette oder knochenhartes Winzbrötchen essen. Süsses ist ziemlich verpönt, dafür stopfen sich aber die Kinder zum karkkipäivä am Sonnabend mit Gummibären und Schokolade voll, so wie sie das Jahre später dann mit dem Allehol machen werden (früh übt sich... *räusper*). 



Marmeladenbrote kennt man nicht, Gehacktesbrötchen würde niemand nimmernich anrühren, und wenn man einen Finn so richtig erschrecken will, dann schmiert man Honig auf dunkles Brot, hahaha =) Und um auf die Kommentare zurückzukommen... der Kaffee ist oft schon zumindest für einige Leute eingegossen, weil man hier fast immer Buffet und Selbstbedienung hat, auch bei Feiern und zuhause. In Männes Familie gibt es auch so viele Leute, dass die unmöglich um einen gedeckten Kaffeetisch passen würden. Alternativ gibt es pladdernde Thermoskannen. Dass Finnen weltweit (?) den meisten Kaffee trinken und das meiste Eis schlecken, habe ich bestimmt irgendwo schon geschrieben... und wenn Ihr mal hierher kommt, müsst Ihr natürlich unbedingt Mämmi, Rentiergeschnetzeltes und Elchsuppe probieren, das ist jetzt so das exotischste, was mir auf Anhieb eingefallen ist.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Espootripping...

Und weil die Reiserei so schön war, sitzt meiner einer jetzt schon wieder im Zug und fährt drei Stunden nach Süden, nach Espoo. Businesspalaveri. Man hätte auch mit dem Auto fahren und saftige Kilometerpauschalen einkassieren können (46 c/km), aber das Zugfahren ist in Finnland um so vieles schöner. Ruhig im pieksauberen, neuerdings grünen statt roten Schnellzug sitzen, wie 90% der Passagiere das Laptop auf den Knien oder Smartphone in der Hand, kostenloses WLAN inklusive, mit extra Steckern für die Ladegeräte, genialem Ausblick auf Wälder, Seen und Wiesen, Kaffee und Pulla ein paar Schritte weiter und Ansagen in drei Sprachen. Fast wie im Flugzeug. Nur eins ist schwierig: im Pendolino zum Klo oder ins Restaurant zu laufen, ohne schwankenderweise auf den Schoss der niedlichen Businessfinnenjungs rechts und links von Gang zu fallen *lol*

P.S. Dem ganzen sei vielleicht noch hinzuzufügen, dass die Hauptstadtregion wirklich nicht schön ist. Gut, die Jungs da arbeiten in einem schicken Gebäude, mit einenem Restaurant, Gym und Sauna, es gibt viele neue Häuser (mit Glasbalkons...) und grün ist es auch, und "THE MERI" habe ich gesehen, aber ansonsten... igitt. Dreckige Bahnhöfe, komische Leute überall, inklusive meiner geliebten Aussengeländer, alle sind in Eile, niemand kennt niemanden, man traut sich kaum, Geld von Automaten zu holen, ohne ausgeraubt zu werden und so weiter *lach* Grosstadt halt... nee, also nicht wirklich. Ich war froh, als ich um 20 Uhr wieder aus dem Pendolino steigen durfte, nach neun Tunneln, kleinen Waldhügeln und vielen Seen draussen, an einem niegelnagelneuen und etwas überdimensionierten Bahnhof, und da standen die ersten Leute mit Crocs, Trainingsjacken und gelassenem Gesichtsausdruck. Dass der Zug hin nur 4, der Rückzug dagegen 14 Wagen hatte, sagte übrigens etwas darüber aus, wo die Leute ihr Mittsommerfest verbringen wollen, hehe *lach*

Dienstag, 21. Juni 2011

Tutustuminen...

Frida hat ihre letzte Woche bei Tante Laura *snif snif* und am Dienstag konnten wir uns ihren neuen Kindergarten angucken, bevor sie für fast sechs Wochen in den Oma-und-Opa-Urlaub geht. Ich war ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht nur Gutes von den öffentlichen Kitas hier gehört habe - andererseits vertraue ich finnischen Kindereinrichtungen sehr und bin überzeugt, dass die pädagogisch, fachlich und mami-ersetzend alles tun, was in ihren Kräften und den mehr oder weniger beschränkten finanziellen Mitteln steht. 



Manche meckern, weil in Finnland alle Kids durch das "Schema F" gepresst werden, weil Erzieher und Kitas schneller wechseln, als die Polizei erlaubt und weil immer wieder Mittel gestrichen werden, weil in manchen Einrichtungen Schimmel wächst und nicht immer die gesetzlich vorgeschriebenen Plätze frei sind - aber meine Augen sehen immer wieder die wunderschönen, neuen Kindergärten alle drei Strassen lang, mit riesigen Spielplätzen, freundliche und sich kümmernde Betreuer, overalltragende Steppkes und arbeitende Mamis und spezielle Angebote für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Kita-Beiträge die nach Einkommen gestaffelt und auf 250 Euro gedeckelt sind und eben Einwandererkinder, die dank Kindergarten fliessend finnisch sprechen, wenn sie in die Vorschule kommen. Also, mal selber gucken. Solange der private Kindergarten bei uns um die Ecke keine Plätze frei hat, haben wir ja eh keine Auswahl *lach*

Dienstag also mittags schon von der Arbeit los, die fertig angezogene und draussen wartende Frida von der Tagesmami abgeholt (Service hoch drei) und dann zum Haukkamäki-Kindergarten gekurvt. Auto natürlich erst einmal auf der falschen Seite abgestellt, vorm Altersheim, und dann gefühlte 300 m um das Gebäude gelatscht. Dass ich das kindersichere Tor nur nach minutenlanger Analyse aufbekommen habe, soll hier nur am Rande erwähnt werden. Zumindest hat der Kiga einen riesigen, nochmal unter sich unterteilten Spielplatz, und das ganze wurde, inklusive renovierter alter Hälfte (der liebe Schimmel.... aarrghh) und niegelnagelneuem Anbau erst im letzten August neu eröffnet.


Fridas Gruppe ist im neuen Teil, zum Glück, mit eigener Tür, riesigen Fenstern und schöner Holzterrasse. Habe ich schonmal geschrieben, dass ich meine Plankenterrasse aus der alten Wohnung ganz furchtbar vermisse? =) Überhaupt ist das Kindergartenhaus so, wie ich am liebsten wohnen würde... Pultdach und asymmetrische, fast die ganze Wand einnehmende Fenster, aus Backsteinen und Holz zusammengewürfelt und teilweise bunt angemalt. Innen dann auch ein riesiger Schlammflur, in dem man die Overalls und Gummistiefel abspülen kann, dunkelblau-weiss gefliest und mit topmodernen eckigen Waschbecken (aaahhh).

Dann eine geräumige Garderobe, ein kleines Büro und die hellen, hohen Räume für die Kinder, ein Spielraum und ein Schlafzimmer. Schlafzimmer mit hohen Schränken, in die die genialen klappbaren Doppelstockbettchen gestopft werden, wenn die Zwerge ausgeschlafen haben, grosse Tische und hölzerne Barhocker, Kisten voller Spielzeug, Waschbecken und Malsachen. Nur etwas karg war es doch, keine Teppiche, keine Gardinen, keine Sofas und keine Kissen wie z.B. im Yrttisuo - aber die Frau, die uns herumführte, erklärte, dass das im August ganz anders aussehen würde, wenn die neue Gruppe kommt.

Fridas Gruppe wird nämlich zu meiner grossen Freude ganz neu zusammengestellt, das heisst, sie muss sich nicht in eine bestehende Hackordnung einfügen, sondern kann ganz von einem sauberen Tisch aus (das sagt man so in Finnland) neue Freunde finden. Super. In der Gruppe werden 20 Kinder sein, von 3 bis 6 Jahren, und sie werden von zwei Kindergartenlehrerinnen und einer weiteren Fachkraft betreut. Eins zu sieben ist hier das Verhältnis für die grösseren Kinder, unter drei Jahren sind es vier auf einen Erwachsenen. Ich freue mich, so kann sie sich ihre Freunde aus verschiedenen Altersstufen aussuchen, also die Kleinen betutteln und von den Grossen lernen, wenn sie das möchte. Nur das Gewusel in der ersten Woche, wenn noch die ganzen Eltern dabei sind... weia.

Pirjo, die Frau die uns alles zeigte, war auch richtig nett und machte einen ruhigen und interessierten Eindruck. Dann konnten wir das ganze Haus angucken. Insgesamt 8 Gruppen hintereinanderweg, jede hat so ähnliche Räume wie wir, die durch einen langen Korridor mit farbigen Schleusen verbunden sind, dazu gibt es eine eigene Küche, einen grossen Speisesaal (der mich sehr an meine finnische Fachhochschule erinnerte, haha), Platz für die Vorschulkinder und eine integrative Gruppe. Zur Zeit sind auch noch die Kiddies von einigen kleineren Kindergärten dort, die über die Sommerferien geschlossen sind, wo die Eltern aber noch nicht zuhause bleiben konnten (tsja, knapp drei Monate Schulferien passen nicht ganz zu den vier Wochen Urlaub der Eltern...)

Insgesamt war es aber sehr leer und ruhig, vielleicht drei Gruppen machten gerade Mittagschlaf, die anderen Zimmer waren leer, und überhaupt ist es in finnischen Landen gsd ja immer sehr leise und gesittet. Am meisten freue ich mich, dass die Leute so nett waren. Wir durften zu einigen Erzieherinnen hallo sagen, die Putzfrau kennenlernen (ganz wichtig!), einen Blick in die Küche, die Sporthalle und das Kindergartenleiterbüro werfen - und alle Leute lächelten und grüssten uns freundlich (welch Wunder...denkt der zynische Finnlandeinwanderer).

Ich las natürlich nebenbei alle Namensschilder an den Spinden durch *ggg*, aber was besonders interessantes gab es da auf die Schnelle nicht. Bei uns im suburbanischen "Dorf" gibt es ja auch kaum Kinder mit Migrationshintergrund, oder zumindest fallen die paar europäischen Exemplare darunter schon gar nicht auf. Sogar die Kinder meiner deutschen Freunde hier haben fast ausnahmslos alle finnische Namen, wir sind halt Fennoskandiafans =)


Insgesamt also bin ich doch positiv beeindruckt und freue mich auf Tiitas Kindergartenzeit. Zur Not spenden wir denen mal ein paar gemütliche Einrichtungsgegenstände *lach* aus unserer ausufernden Sammlung. Von der nahen Autobahn, dem ausufernden Palokkaer Verkehrschaos und den vielen Einkaufszentren ringsherum merkt man drinnen nichts (die hatten mich am Anfang am meisten gestört), und draussen ist es mir als geborenem Stadtkind auch nicht aufgefallen. Rushhour ist eh immer dann, wenn auch die Kinder unterwegs sind.

Frida war übrigens am Abend dann so breit, dass sie im Auto eingeschlafen ist, als wir nur von Palokka nach Nuutti gefahren sind, um ihre Turnschuhe für das Fussballtraining abzuholen. Das war es dann mit dem Kicken... dafür haben wir einen Teil unserer aussufernden Jako-o-Bestellung zu Freunden nach Keljonkangas gebracht. Und waren danach unter Mädels bei ABC essen. Wie schön doch Jyväskylä ist. Vor allem jetzt im Sommer und wenn man nicht weiss, ob man für immer hier wohnen bleiben kann.

Sonntag, 1. Mai 2011

Ti-Ti Bilder

Und hier sind endlich die Bilder von unserem Ti-Ti Urlaub in Ikaalinen =) Da müssen wir unbedingt mal wieder hin, aber dann gleich neben dem Bärenhaus ins Spahotel, Appartments oder Feriendorf. Und am besten mit mehr Leuten, Männes Schwester's Familie, Oma und Opa oder so. Das 7. und 8. Foto ist ist übrigens copyright by Frida!




Und zu Hause ist es wie immer am schönsten *lach* Wie man sieht, kann Klein-Laura schon laufen. Mann muss ja den grossen Mädels hinterherkommen =)

Sonntag, 17. April 2011

Wahlergebnis...

Wir haben heute Parlamentswahlen und ich habe befürchtet, dass die rechtspopulistischen Wahren Finnen viele Stimmen einheimsen würden. Ich hatte aber auch gehofft, dass viele wählen gehen würden, um genau dem eins entgegenzusetzen. Die Prognosen lagem um 15% bei einer Wahlbeteiligung um 70%. Realität ist aber, dass Timo Soini und seine braunen Freunde mit 19,0 % eine der stärksten Parteien geworden sind, mit nur hauchdünnem Abstand zu den Gewinnern: Kokoomus, Konservative 20,4%, SDP Sozialdemokraten 19,1%. Also 39 Wahre Finnen im Parlament, einfache, normale, sehr finnische Bürger, die sagen, was viele schon lange denken, vor allem die ländliche Bevölkerung, die bisher das regierende Zentrum, Keskusta (minus 7,3%) gewählt hat.

Gegen Einwanderung, gegen den Euro, gegen die EU, gegen korrupte Politik, gegen moderne Kunst und arbeitende Mütter, und vor allem gegen Zahlungen an Portugal, Griechenland und Co. Die Koalitionsverhandlungen sind in vollem Gange, das Konsensvolk wird wahrscheinlich eine breite Regierung mit allen bilden. Das Ausland geschockt, viele Finnen auch, die EU zittert. Wo ziehen wir als nächstes hin? Ich würde mich durchaus als linksliberal und intellektuell bezeichnen, ausserdem bin ich ein ziemlich realistischer Freund Europas, des Euro, von Erasmus, Multikulti und Homoehen, aber auch geldgieriger Banker und Vollblut-Wirtschaftswissenschaftler... und selbst Einwanderer. Was nun? Herra jestas. Die Kommentare in der deutschen Presse möchte ich morgen lesen, man schämt sich in Grund und Boden.

Interessant übrigens, dass die grüne Welle, die gerade in D herrscht, ganz und gar nicht in Finnland angekommen ist. Aber hier haben die Medien ja auch nur ganz unaufgeregt, japanese style und sachlich über Fukushima berichtet, während man ganz in Ruhe an Olkuluoto weiterbaut, völlig sicher und ohne jedes Risiko *hust*, aber auch ohne viele Alternativen. Ehrlich gesagt, bin ich zwar ein bisschen traurig, dass ich als Ausländer nicht wählen durfte, aber andererseits auch froh, keine Entscheidung zwischen nelkenkornblumenblau, agrargrün und hellrot treffen zu müssen.

Das einzige Gute an diesem Tag ist, dass wir zum Wählen endlich mal in den Haukkämäki-Kindergarten gekommen sind und dass der von innen richtig nett aussieht, also wirklich eine Alternative zu Nuutti ist. Und natürlich war Frida heute wieder eine kleine Palmsonntags-Hexe (virvon varvon,  tuoreeks terveeks, pizza sulle, karkki mulle...), wir haben den verkaterten Papa aus Himos abgeholt (Junggesellenabschied), die Sonne, die überschwemmten Felder und das erste Grün genossen und dann noch bei Mummo eine kleine Radtour mit den Kindern unternommen.

Aber jetzt das Fernsehprogramm, gruslig. Das einzige, was ich unterstreiche, ist, dass schwedisch als Zwangssprache in der Schule wirklich abgeschafft werden sollte. Einfach darum, weil die Kinder dann Zeit hätten, auch andere Sprachen zu lernen, spanisch und deutsch und russisch zum Beispiel statt des unbeliebten und relativ unnötigen schwedisch, was eh ausser den Finnenschweden keiner spricht oder sprechen will. Aber ansonsten... oder darf ich so etwas jetzt überhaupt noch schreiben? Naja, freuen wir uns trotzdem, dass zumindest zwei-drei Aussengeländer ins Parlament gekommen sind (nein, auch das hat am Ende nicht geklappt).


P.S. Ich wollte ganz still schlucken und schon mal gucken, wo man denn demnächst hinziehen könnte. Aber dann posteten meine Freunde auf Facebook, wie enttäuscht sie seien, wie entsetzt, welch ein schwarzer Tag für ein ansonsten freundliches und offenes Land - Links zu neuen FB-Seiten mit zigtausenden Fans innerhalb weniger Stunden, mit U2s "Sunday bloody Sunday" und Links zu Auswanderungsseiten, mit Wehrwölfen, traurigen Smilies, Ungläubigkeit und trotzigen Tsemppiä für die 80% Guten - und jetzt kann ich schon ein bisschen besser schlafen. Veränderung ja, aber nicht nach rechts.

Freitag, 15. April 2011

Hundetreck...

Neeein, ich habe mich nicht verschrieben, ich meine ganz bestimmt nicht die braunen Überbleibsel von 5 Monaten Winter, die überall unter dem tauenden Schnee hervorkommen und sich langsam aber sicher in Staub verwandeln... oder ekligerweise an Fridas Fahrradreifen hängenbleiben *fluch*

Nein, ich habe einen ganz neuen Lieblingsblog: www.dog-trekking.ch. Und zwar im Februar gefunden, die Website einer Schweizerin, die gerade mit ihrem Hundgespann, mit Miro und Naira, quer durch die Schweiz, Deutschland und Finnland zum Nordkapp reist. Das ist wirklich spannend, und die Frau erlebt die abenteuerlichsten Dinge (Bild ist auch von da). Besonders aufregend ist es jetzt, wo sie in Finnland angekommen ist und sich mit den matschenden Schneeresten, der ulkigen Sprache, den verrückten Finns und den Jedermannsrechten herumschlägt - dabei aber offensichtlich auch jede Menge tolle Leute und unser schönes Land kennenlernt.

Meiner einer ist daran nicht ganz unschuldig - wir sind seit einiger Zeit im Kontakt und ich habe ihr während ihres vierwöchigen Aufenthalts in Järvenpää die örtliche Zeitung und den dortigen Finnisch-Deutschen Verein auf den Hals gehetzt =) Ich hoffe, dass sie dadurch aber auch mehr von den Finns erfahren und gesehen hat, als wenn sie nur anonym durch die Botanik gefahren wäre.

Und bald kommt sie auch nach Jyväskylä. Ich bin schon gespannt... entweder fahren wir mal einfach an ihrem Zelt vorbei, sie übernachtet bei Bekannten *immernochkopfkratzwo* oder wir quartieren mal kurz Katz und Schwein aus und Frau und Hunde ein. Die Katzen sitzen eh nur noch am Fenster und wollen raus... 

Ansonsten ist der Schnee wirklich rasend schnell getaut, nur noch winzige Reste im Garten, und alles ist irgendwie mehr braun-grau als weiss. Die Landschaft sieht ganz anders aus als noch vor ein, zwei Wochen und ich warte grinsend auf das erste Gras für Luke & Co. Zu Ostern sollen es schon +15 Grad werden. Jippijeee...

Montag, 14. Februar 2011

Finnischer Frost...

Viele Nichtfinnen fragen immer, wie sich denn -30 Grad Frost anfühlen, ob man das uberhaupt aushält. Wir konnten das heute "glücklicherweise" wieder testen und ich muss sagen, dass ich da zwar immer grinse, weil es so extrem ist und weil dabei meist die Sonne scheint, aber andererseits ist es wirklich grauenhaft. Trotz langer Unterhose, Fleecepulli und Goretexjacke denkt man schon auf dem Weg zum Briefkasten, dass man vielleicht doch nicht im Bikini draussen herumturnen sollte. Die Kälte beisst sich sofort durch die paar Textilschichten. Wenn man länger rausmuss, zieht man natürlich noch mehr an, Overall und Wollsocken und Fellmütze und so, aber für den ins Auto hüpfenden Büromenschen muss ein bisschen mehr Fleece reichen.

Schmerz ist übrigens überhaupt die bessere Beschreibung. Die trockene Kälte hier hat nicht viel mit dem Bibbern bei nasskalten 0 Grad in deutschen Landen zu tun, sondern ist eher beissend und schneidend. Das Gesicht brennt, die Finger sind steif und tun weh, alle Muskeln spannen sich instinktiv an, man steht bewusst "in the middle of one's clothes", kneift die Augen zu (die meisten Finns haben tatsächlich erstaunlich schmale bzw. leicht schräg stehende Augen), atmet ganz vorsichtig und schätzt sich glücklich, wenn man nicht länger als 5 Minuten bei der Saukälte draussen herumlaufen muss (wollten wir einen Hund?).

Die Autos sind stocksteif gefroren und knarksen dementsprechend, wenn man sie in Bewegung setzt. Soweit man die Tür aufgerissen bekommt (man sollte die Gummis ab und zu talken...) und sofern weder das Schloss (mein Auto) noch der Motor (alle anderen) eingefroren sind, weil man abends vergessen hat, die Motorheizung per Kabel an die am Parkplatz befindliche Steckdose zu stöpseln. Die hat sogar ne Zeitschaltuhr, damit der fahrbare Untersatz passenderweise zwischen 6 und 8 Uhr morgens aufgeschmolzen wird.

Begüterte Leute haben zusätzlich noch eine Innenraumheizung, die auch per Kabel oder mit Treibstoff das Auto mollig macht und die Scheiben schmilzt. Ich denke schon seit zehn Jahren, dass mein Auto bald die Hufe hochreisst und sich das nicht mehr lohnt... ausserdem sollen nicht wenige Autos schon in Flammen aufgegangen sein, wenn man die nicht richtig anschliesst... Dass wir Spikes an den Winterreifen haben, wisst Ihr ja schon, oder?

Wenn man dann auch fluchend und mit total gefrorenen Fingern trotz zwei Paar Handschuhen (die Daumen, aaauuuuhhh) die Scheibe innen und aussen frei bekommen hat, und wenn die Handbremse nicht eingefroren ist (Männe), und wenn das Auto sich dann rumpelnd und knackend in Bewegung setzt, dann bekommt man spätestens nach ein paar Metern das Problem, dass die Gänge nicht funktionieren, weil sich das Getriebe in zähflüssigen Beton verwandelt hat. Also mit Gewalt also von 1 auf 2 und 3 und dann geht es meist schon wieder.

Da bei knitternder Kälte meist die Sonne scheint (bei uns ist es jetzt von ca. 8 bis 18 Uhr hell), sieht man im Gegenlicht dann durch die Scheiben gar nichts mehr. Meist liegt nämlich noch eine hauchdünne Schicht Reif innen oder aussen auf dem Glas oder bildet sich durch die Geschwindigkeit und der reflektiert alles. Also fluchend wieder raus und nochmal kratzen. Dann auf den eiskalten Sitz zurück, Baby beruhigen, was sich dummerweise schon wieder die Handschuhe ausgezogen hat und friert - und weiter geht's.

Neeeein, ich lache meist dabei und freue mich, in einem so verrückten Land zu wohnen. Kriminell wird es nur, wenn wir Ende der Woche angeblich bis zu -50 Grad (!!!) kriegen sollen und ich zwar weiss, wie ich mit dem Bus in die Stadt komme, aber nicht wie ich das Kind zur Tagesmutter auf die andere Seite der Autobahn bekommen soll. Vielleicht erst ins Zentrum und dann zurück und dann wieder ins Zentrum? Hoffentlich hält Männes Auto durch. Heute waren wir übrigens noch zuhause. Frida war zwar am Nachmittag mehr als fidel, aber ich durfte mich wieder einmal mit meinem dämlichen Magen herumschlagen. Zum Glück ist Mika jetzt wieder da und die beiden liegen lieb im Bett und schnarchen =)

Und bei der Gelegenheit fällt mir wieder ein, dass ich im Winter ja in Kortesuo wohnen wollte, also der anderen Wohnung, zu der wir im April den Zuschlag bekommen hatten... da fährt nämlich der Bus alle zehn Minuten gleich vor der Haustür ab und man könnte das Frostauto bis zum März ignorieren - aber alles kann man eben nicht haben. Vielleicht später.

Freitag, 11. Februar 2011

My dear Finns...

Wo ich doch neuerdings immer so über die Finns herziehe... das stimmt alles gar nicht. Zumindest meine internationalen Finnenfreunde, also die mit denen ich studiert habe, sind die allerliebsten Menschen auf der Welt. Und die echten, nur einheimischen Finnen auch. Warm und witzig und intelligent und immer noch heilig... ich weiss noch sehr genau, wie stolz ich als Austauschstudentin war, richtige echte Finnen zu kennen und als Freunde zu haben, mit ihren witzigen Vornamen und erst die ulkigen Nachnamen und so exotisch und sooo cool.

Wie sie uns exchange students freundlich aufgenommen und begleitet haben, wie sie uns als Freunde akzeptiert und mitgeschleppt haben und wie toll es immer war, mit ihnen auszugehen, zu saufen und Quatsch zu machen und zu lernen (in dieser Reihenfolge).

Und sich den A... abzufrieren und vor den Bars und in Taxischlangen zu stehen und zusammen irgendwo zu pennen und dann am nächsten Tag wieder ganz schüchtern zu sein und neu anzufangen, obwohl man sich auf der nächsten Party wieder in den Armen liegen würde.

Meine lieben Finns, nach denen ich mir in Düsseldorf und später in Halberstadt die Augen ausgeweint habe, die ich so doll vermisst habe, deren Fotos ich tausende Male angeguckt habe und deren Nummern ich aucn noch in Deutschland jahrelang in meinem Handy gespeichert hatte, als ich mich weigerte, jemals wieder ein altmodisches Festnetztelefon zu nutzen und als mein Zimmer voll blau-weisser Fahnen und Finnlandbilder hing und im Radio nur Suomipoppia dudelte.

Die selben Leute, die mir geholfen haben, als ich wieder hierher gezogen bin, die mit mir gelacht und gestaunt haben, als ich endlich ihre komische Sprache gelernt habe, die hier und da immer noch gefeiert und die dann doch nur spärlich Kontakt gehalten haben, als wir alle arbeiten mussten und unsere Partner fanden und Fitnesstudios wichtiger wurden als durchgefeierte Nächte.

Die aber immer noch meine besten Freunde sind und mit denen kein einziges Wort stockt, wenn wir uns wieder einmal sehen. Mit Insiderstories und uralten Geschichten, haha, und in unserer kleinen grossen Stadt kennen sich erstaunlicherweise alle gegenseitig und sogar unsere Onenightstands sind offensichtlich Freunde und Klassenkameraden voneinander, und überhaupt ist Finnland so klein... und ich bin so stolz, diese Leute zu kennen und als Freunde zu haben, in ihrer Mitte aufgenommen worden zu sein, obwohl Ausländer es hier nicht gerade einfach haben.

Ein halber Finn zu sein, vor allem im Herzen, auch wenn ich manchmal schimpfe und auch wenn mein Auto heute früh total eingefroren war und ich mich während der fünf Wintermonate tagein tagaus frage, wie in aller Welt ich nach Fennoskandia ziehen konnte, wo man ständig irgendwelche Autofenster freikratzen muss, statt im T-shirt unter der spanischen Sonne zu wandeln.

Wo man ein halbes Jahr lang nur mit Mütze und Handschuhe vor die Tür kann und das Anziehen von Kindern mindestens eine halbe Stunde und genauso viele Nerven dauert, wo man bei plus zehn Grad schon schwitzt und bei minus 10 die Handschuhe auszieht und jeden Strahl Sonne geniesst, aber trotzdem den Winter liebt und gleichzeitig flucht und sich freut und sich wundert, was die anderen wohl von uns Finnen denken...

Alles so was und ich bin doch so stolz und glücklich, hier gelandet zu sein. Meine deutschen Freunde sind lieb und treu und herzlich und unkompliziert wie unsere weltbekannten Schäferhunde und ich denke immer, den Finnen ist alles egal, aber wenn wir uns dann wieder treffen, weiss ich, dass auch sie meine richtigen, wirklichen, ganz lieben Freunde von früher sind. Und wenn ich sie reden höre und richtig darüber nachdenke, weiss ich auch wieder, dass sie die niedlichste Sprache der Welt sprechen und die verlässlichsten Menschen auf der Welt sind und wir immer Freunde sein werden, auch wenn wir uns nur in Facebook sehen. Meine Finns.

Danke, dass ich herkommen durfte und danke, dass Ihr da seid und ganz normal mit mir den ganzen Abend quatscht, ohne auch nur einen Satz über Deutschland zu sprechen, so wie das fremde Leute immer tun. Danke dass wir richtige Freunde sind - und überhaupt darf ich gar nicht daran denken, dass alle meine Träume wahr geworden sind, dass ich in Finnland wohne, in meiner Lieblingsstadt, mit einem echten Finn und einer kleinen Finnin und in einm Haus am Wald und mit einer langhaarigen roten und einer blauen Katze und süssen Meeris und Computer und Auto und mit seeehr netten deutschen und finnischen Freunden.

Unter einer eiskalten Sonne und mit meist 70 cm Schnee und allem, was man sich nur wünschen kann. Kiitos Suomi ja anteeksi jos olen joskus hyvin kärsimätön ja vaativa ja epäreilu... kyllä on tosi kiva olla täällä ja teidän kanssa, aina. Aivan ihana.

Und mir ist das gerade alles eingefallen, nachdem ich mit vier meiner alten, besten Studienfreundinnen essen war. Nach einer Flasche samppanja natürlich =) My best friends from my exchange study times, still the best year of my life which has changed it all and forever. Luckily =) Kiva olla Suomessa. Aivan ihana lumikasamaa ja hienot ihmiset...