Samstag, 24. Mai 2008

Vorabend...

Ein sehr schöner, aber auch eigenartiger Tag. Irgendwie verstehe ich immer mehr, dass ich nur noch knapp eine Woche mit Frida zuhause bin. Sehr schnell ist das eine Jahr vergangen und es macht richtig wehmütig, dass diese Zeit nie wieder zurückkommen wird. Andererseits bin ich heute nicht umhin gekommen, ständig an den gleichen Tag vor einem Jahr zu denken. Es war genau so ein schöner Sommertag, sonnig, warm, ganz ruhig und die Natur explodierte geradezu, als Frida, ääähm Hugo die Fruchtblase von innen aufgepiekst hat =) Abends sind wir in aller Ruhe noch zum Checken ins Krankenhaus gefahren, die Nacht verbrachte ich mit Wehen, am nächsten Morgen ging es in der Rush Hour und im Regen wieder nach Jyväskylä und am Nachmittag durften wir dann Frida kennenlernen. Ganz komisch und irgendwie heilig diese ganzen ersten Wochen. Kapiert man auch erst alles später - jedenfalls hat das Wort "Geburtstag" jetzt eine ganz andere Dimension bekommen =)

Heute war wie gesagt ein richtig schöner Tag. Frida ist zwar um 3:30 nach knapp 4 Stunden Schlaf wieder wach gewesen und hat im Bett gespielt, aber das kenne ich ja schon. Bin ich halt um 5 zusammen mit Männe aufgestanden, hab gefrühstückt und uns dann noch einmal ins Bett gepackt. Um 8 war ich wieder wach, aber zum Babyschwimmen sind wir doch nicht gefahren. Frida war zu müde, ausserdem möchte ich den anderen Mamis ¨mit Fridas Pünktchengesicht keinen Schrecken einjagen. Die wissen ja sicher nicht, dass das Dreitagefieber beim Auftreten des Ausschlages nicht mehr ansteckend ist. Gegen 10 sind wir dann nach Kuohu gefahren. Erst zu Oma und Opa, dann zum Flohmarkt, der von MLL in der kleinen Schule dort organisiert wurde.

Frida hat eine Snoopy-Strickjacke und zwei Pullis abgestaubt, ausserdem haben wir ein bisschen mit unseren Dorffreunden gelabert. Und den neuen Beaglehund von Fridas Cousines Opi kennengelernt. Süsss!!! Dass Frida gleich wieder gezeigt und in höchsten Tönen "koira koira!!!" gequietscht hat, brauche ich ja gar nicht mehr zu erwähnen =) Dann war es Mittag und das Hasikind sollte eigentlich ein bisschen im Auto schlafen. Nix, Fehlanzeige. Wir waren also doch noch bei Faunatar, im Euromarket, bei Veikon Kone und sogar beim Karvakorvat-Tierladen. Sogar Kaffee trinken durfte die Mama noch bei Arnolds, während das Baby mehr oder weniger brav ihr halbes Gläschen gelöffelt hat. Wow, war ich stolz auf meine Tochter... so hatte ich mir ja eigentlich den ganzen Babyurlaub vorgestellt.

Was dann kam, war sogar noch besser. Kaum zuhause angekommen, fiel mir ein, dass Frida ja im Kinderwagen schlafen könnte. Also Brio aus dem Speicher geholt, Mäuschen da rein und losgefahren. Und immer noch gingen die Augen nicht zu *staun* Frida ist wirklich die Weltmeisterin in Unberechnebarkeit und Unregelmässigkeit =) Wir sind durch unser ganzes Wohngebiet bis zu Luhtinens Spielplatz gefahren. Wo Nelson unter ein paar Birken auf den Wagen aufgepasst hat, während Frida geschaukelt und im Sand gewühlt hat. Hat ihr einen Riesenspass gemacht und müde war man auch nicht mehr. Witzig war übrigens, dass ich extra leise bzw. auf finnisch mit ihr gesprochen habe, weil mir ausnahmsweise mal nach "nicht schon wieder auffallen" war. Im gleichen Moment brüllt eine der anderen Mamas auf dem Spielplatz ihrem Jungen etwas mit "Joel, rösch pardüüü midorell... blabla" hinterher. Franzmänner! Ich musste dermassen grinsen... ist doch Finnland wirklich nicht mehr von uns Aussengeländern verschont.

Auf dem Rückweg wollte Frida immer noch nicht schlafen. Erst um 15 Uhr liess sie sich ins Bett befördern, mit frischer Milch abfüllen und dann klappten auch die Augen zu. Puuuh. Tsja, Madamchen dachte aber, dass man schon endgültig ins Bett musste. Wie gesagt, sie war um 3:30 morgens aufgestanden *augenverdreh* Immer wieder wachte sie auf und weinte, weil die böse Mama davongeschlichen war. Nach zwei Stunden Schlaferei und Weinerei packte ich sie schliesslich entnervterweise ins Auto. Nach Muurame zum Geburtstag von Mikas kleinen Kusscousinchen. Dort pennen und dann noch ein paar Stunden durchhalten, bitte, damit wir einen normalen Rhytmus bekommen.

Frida war aber ganz anderer Meinung. Auf der Feier war sie nur auf meinem Schoss, wollte weder eine frische Windel noch Futterchen haben, nicht mit der Katze spielen und nicht mit den vielen Kindern. Verständlich, wenn man so früh aufsteht. Also sind wir nach einer guten Stunde wieder abgedampft. Zuhause ins Bettchen, dann kam der Papa von seiner Rally wieder, las uns noch ein Märchen vor und dann fielen endgültig die Augen zu. Ein richtig schöner Tag! Wobei ich immer noch ratlos bin, wieso das Häschen momentan wieder fast vollständig gestillt werden möchte... vielleicht mal wieder ein Entwicklunggschub. Viel neues hat sie ja gelernt!

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