Mittwoch, 29. Dezember 2010

Pepe...

Der letzte Tiefschlag des Jahres - unser kleiner Meerschweinchenmann ist ganz überraschend über die Regenbogenbrücke marschiert. Für mich völlig unverständlich, denn er war doch laut Tierheim erst 2-3 Jahre alt und bisher quietschfidel, hatte sogar seine Kastration und den darauffolgenden richtig dicken Abzess am Po gut überstanden, obwohl er damals bei den Grosseltern in Pflege und wir in Deutschland waren. Aber bei den Nagern steckt man wirklich nicht drin.

Am Sonntag abend hat er beim Fressen etwas gezögert und ich habe ihn herausgenommen und getüvt, aber nichts besonderes gefunden und beschlossen, ihn im Auge zu behalten. Montag habe ich total verschlafen, weil Tiita wieder einmal die Nacht zum Tag gemacht hatte. Montag nachmittag im Auto sagten meine Eltern dann, dass das rote Meeri tagsüber gar nicht fressen wollte. Häh, oh shit!!! Zuhause gleich überprüft, nein, er will nicht, ist sonst aber fidel und da war der Tierarzt natürlich schon zu. Nachts noch die Bereitschaft angerufen, aber die war in Karstula, fast zwei Stunden von hier. Böckchen mit Pelletbrei und Heusud gepäppelt und gleich morgens sämtliche Tierärzte durchtelefoniert, aber niemand konnte uns vor 15:30 einen Termin geben. Mmmh, nicht gut, aber er war ja sonst noch munter.

Bei der Tähti-Tierklinik wurde ihm dann ins Maul geschaut, die Zähne abgeschliffen und festgestellt, dass er keine zu langen Backenzähne, aber Entzündungen in der Schnute hatte. Also Antibiotika, Schmerzmittel und etwas für die Darmflora. Zu meiner Besorgnis war er für die Untersuchung betäubt worden, aber ich wusste ja, dass man ihn danach warm halten sollte und für mich war die grösste Herausforderung, ihn in den nächsten Tagen wieder zum Fressen zu bringen - aber Pepe war ja ein Kämpfer.

Den ganzen Abend abwechselnd auf dem Schoss gehalten, gestreichelt, Wasser und Päppelbrei gegeben und mit Kirschkernkissen gewärmt. Schwach war er, aber guckte immer besser. Nachts um drei noch einmal aufgestanden und gefüttert, da sass er schon und guckte mit ganz klaren Augen, wollte aber immer noch nicht selber fressen. Ob ich ihn mit ins Büro nehmen sollte?

Als ich um 6 Uhr aufstand, lag er schlapp und kalt in seinem Kuschelnest. Was soll man da noch machen? Verzweifelt und traurig, nichts hat geholfen. In der Nacht hatte ich schon so eine Ahnung, weil er auf einmal doch struppig und alt aussah. Und im Grunde ist es ja ganz schnell gegangen. Wer weiss, was er noch alles hatte... Meeris zeigen ja immer erst sehr spät, dass sie überhaupt krank sind. Und wenn man dann nicht am gleichen Tag noch zum Tierarzt kann... wobei ich inzwischen auch die Hoffnung verloren habe, dass jemals ein Arzt ein krankes Meeri heilen kann.... Mach's gut kleiner Pepe. Let's take care of the living ones. Und Frida sagte und zeigte mit den Fingern "Sei nicht traurig Mama, erst hatten wir so viele (fünf), dann so (vier) und jetzt sind doch noch die da (drei)". Stimmt. Logische Rechnung. Nur ohne mein Rotfellchen. Voi vitsi.

2 Kommentare:

  1. Ach je... :-( Ein kleiner (blöder) Trost: Du darfst einem neuen Bocki ein Zuhause geben, einen neuen Namen aussuchen und vielleicht ist der Neue wieder ein Herzschwein. Mehristis ohne schlechtes Gewissen also. Die Kastraten "muss" man schließlich wieder ersetzen, selbst wenn man ansonsten viell. reduzieren will. LG, M samt Mucklas

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  2. soll schnell ins RBL
    - Pepe ,machs gut.
    Traurigen Gruß

    Gitti und die Viennamuigers

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