Samstag, 29. August 2009

Ouni...

Ich muss über Ouni schreiben.... Ouni, die Goldkatze, das Kuscheltier, der Tiger... die uns allen blitzschnell ans Herz gewachsen und doch ganz anders als Nelson ist. Katzen sind Katzen, so leise, so geschmeidig und so raubtierartig, während ein Hund laut und hechelnd durch die Gegend poltert und sich dann doch in jedes Herz wedelt und mit den nassen Augen guckt. Komisch, von einer Hunde- zur Katzenfamilie zu werden und damit gleich in eine andere Schublade gerutscht zu sein - dabei mag ich wirklich beide.

Aber zurück zu Ouni... am 18. Juli, dem ersten Tag unserer Ferienhausreise haben wir das Schmusetier aus seinem Streichelzoo abgeholt. Die ganze Zeit war ich mit Männes Cousine am Telefon, die mit kaputtem Auto irgendwo in der Pampa bei Dresden festsass und dringend Übersetzungshilfe brauchte (zugegebenerweise habe ich das sächsische Geschwafel auch kaum verstanden...) und dann sass auch schon ein mauzendes, scharrendes und protestierendes Katzenkind im Transportkorb auf meinem Schoss.

Der Urlaub verging wie im Fluge und immer leicht in Panik, ob Frida nicht doch in den See fällt oder die Katze ausbüchst (davon ein anderes Mal) und dann war Miezi auch schon ein Teil des Inventars geworden. Alle staunten, wie wunderschön sie doch ist. Wie biegsam und träge, wie eine Ragdoll. Wie rot. Kuschlig wie eine Maine Coon. Und kämpferisch, wenn sie ihre Jagdanfälle bekam. Und wie geschickt, wenn sie auf den hohen Balken des Blockhauses herumbalancierte. Dann kam Männe ins Schlafzimmer und sagte, dass er den ultimativen Namen gefunden hätte und es jetzt keinen Widerspruch mehr gäbe: OUNI. Angesichts der drohenden Neste Oil Rally der Name schlechthin - heisst doch eine der legendärsten Strecken dort Ouninpohja.

Für cool und selten befunden und entschieden, das Kind heisst Ouni. Und ist jetzt schon 4 Monate alt. Gestern waren wir bei der ersten Impfung und sie hat einen Chip in den Hals geschossen bekommen. Damit sie nicht abhanden kommt... so eine Katze bekomme ich wirklich nicht wieder. Hach, ich schwärme schon wieder... aber ich wollte wirklich schon immer eine Halblanghaarkatze in rot. Oder creme oder egal, hauptsache plüschig und lieb. Frida ist auch ein Katzenfan geworden, aber sie steht auch oft vor Nelsons Foto und sagt "Nelso meni pois" und guckt dann ganz traurig. Ich vermisse ihn auch, aber nicht halb so schlimm, wie ich mir das vorgestellt hatte. He's just next door, isn't he?

Frida ist allerdings manchmal ein kleines Scheusal. Will zwar Ouni liebhaben und streicheln, aber meist geht es dann doch mit ihr durch... am Schnurrbart ziehen, den Schwanz kneifen, hinterherjagen, hauen, das Futter wegnehmen, sie herumtragen... das hat sie mits Hundi eigentlich nicht gemacht. Zum Glück ist unser Katzentier offensichtlich so etwas gewohnt und zuckt kaum mit der Wimper. Weia.

Die Katze rächt sich dafür an den Meeris. Zwar liegt sie oft in deren Auslauf und geniesst es, die Quieker zu beobachten, aber manchmal wird auch mit der Pfote gehauen oder sich angeschlichen oder im Heu herumgetätzelt, ob da nicht doch ein Mäuschen sitzt =) Nun ja, ich muss öfter und mehr schreiben, aber das war erstmal die Einführung zu unserem Tiernachwuchs. Ouni the kitticat!

Kommentare:

  1. oh, was für eine süße!
    viel spaß mit ihr!
    gruß
    steffi

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  2. Ouni ist echt eine Schönheit!
    Wie man an unserem Kater Muro sieht, stehe ich auch auf die flauschigen Exemplare. ;)
    PS: Wir ziehen im November wahrscheinlich nach Helsinki. Habe noch keinen Job, aber einige Bewerbungen am Laufen.
    Grüße,
    Carolin

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